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Melissa Aldana – Filin | Ich finde es wunderbar … also glaub ich noch eine Spur besser als @redbeans … trotz McLorin-Salvant, mit der ich sonst gar nicht klarkommen will, hier gefällt sie mir recht gut. Rubalcaba ist super, sehr sparsam, und für meine Ohren auch ein Fortschritt gegenüber den letzten beiden Alben (ich kenne nur die) mit Piano und Gitarre: Rubalcabas Piano klingt oft fast wie ein Rhodes (oder: eher wie ein Wurlitzer, ohne den Rhodes-typischen Waber-Sound) und wenn er sparsam compt manchmal fast wie eine Gitarre … da kommt also alles zusammen, was Lage Lund mit Sullivan Fortner bzw. Fabian Almazan macht, und es wird dabei nur ein Viertel so viel gespielt, was mir sehr entgegenkommt, und was auch für den unfassbar schönen Ton von Aldana viel mehr Räume öffnet.
und heute noch drei Mal, es wächst und wächst, wen wir noch gar nicht so hervorgehoben haben, ist Peter Washington, der passt hier perfekt zu Rubalcaba, und ja, der Ton von Aldana ist wahnsinnig schön, auf die eine Art bild ich mir ein, dass sie wirklich sehr eigen ist, von dem wie sie klingt, auf die andere gefällt mir total gut, wie sie mit Tonfarben und so arbeitet, wie man es eigentlich vor allem von den alten Meistern wie Lockjaw Davis oder Don Byas kennt… friedrich, hast du schon reingehört? So klingt das, wenn man Don Byas in die Gegenwart holt… es gibt eine Chance, dass dir das auch gefällt, und falls ja, willst du sicher das Konzert in Berlin in ein paar Wochen nicht verpassen…
ich habe das album zwischendurch auch gehört, und, was ihr schreibt – sehr schön, toller ton, rubalcaba überrascht mich in seiner pointierten sparsamkeit total, man hört, dass beide eine gemeinsame sprache sprechen, mclorin salvant spart sich ihre quetsch- und knödelstudien diesmal… ich bleibe trotzdem noch kurz vor der begeisterung. aldana ist so eng mikrofoniert, dass ich das fast als ASMR empfinde – das haben byas oder davis anders hingekriegt, glaube ich, aber man kann ja auch eigene wege finden… am 20.3. bin ich leider nicht in berlin, sonst würde ich hingehen.
Danke für den Tipp!
Ich hatte mich letztes Jahr an diesen Saxophonisten aus der guten alten Zeit, die mit ihrem vollen, geschmeidigen, unendlich gefühlvollen Ton, mal kühl, mal ausschweifend, je nachdem, ein bisschen satt gehört. Vielleicht habe ich daher aktuell eher Sehnsucht nach neuem und unentdeckten oder nach Obskuritäten, Kuriositäten und Raritäten. Habe aber gerade noch mal Don Byas aufgelegt und das funtioniert bei mir auf Anhieb: Der Klang, die Melodiosität, der Swing!
Werde bei Melissa Aldana mal reinhören!
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Melissa Aldana – Filin | Ich finde es wunderbar … also glaub ich noch eine Spur besser als @redbeans … trotz McLorin-Salvant, mit der ich sonst gar nicht klarkommen will, hier gefällt sie mir recht gut. Rubalcaba ist super, sehr sparsam, und für meine Ohren auch ein Fortschritt gegenüber den letzten beiden Alben (ich kenne nur die) mit Piano und Gitarre: Rubalcabas Piano klingt oft fast wie ein Rhodes (oder: eher wie ein Wurlitzer, ohne den Rhodes-typischen Waber-Sound) und wenn er sparsam compt manchmal fast wie eine Gitarre … da kommt also alles zusammen, was Lage Lund mit Sullivan Fortner bzw. Fabian Almazan macht, und es wird dabei nur ein Viertel so viel gespielt, was mir sehr entgegenkommt, und was auch für den unfassbar schönen Ton von Aldana viel mehr Räume öffnet.