Ich höre gerade … Jazz!

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  • #12568615  | PERMALINK

    friedrich

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    lotterlotta

    friedrich SML – How You Been (2025) Im Los Angeles des Jahres 2049 irrt Officer K auf der Jagd nach Replikanten im Dauernieselregen umher. Rick Deckard, Bladerunner im Ruhestand, hingegen versteckt sich seit Jahrzehnten in einem alten Casino. Im Zebulon Café in Sektor E auf der unterirdischen Ebene 7 interessiert es aber keinen, ob man Mensch oder Replikant ist und ob und wie man aus Korea, Äthiopien oder Kolumbien eingewandert ist. Ein Vertreter der sowieso brüchigen Staatsmacht hat sich schon lange nicht mehr hierher gewagt. Die Band auf der kleinen Bühne, die sich SML nennt, wirkt auch wie zusammengewürfelt. Drummer Booker Stardrum könnte mal in einer Afro Beat-Band gespielt haben, Synthesist Jeremiah Chiu hat seine Geräte aus Elektroschrott von der riesigen Deponie in San Diego zusammengelötet und -gestöpselt, der Gitarrist Gregory Uhlman kommt vom Rock, Saxofonist Josh Johnson und Bassistin Anna Butters sind vom Jazz. Wer hier leader ist, soliert oder begleitet ist nicht auszumachen. Überhaupt scheint hier vieles kollektiv improvisiert, klingt meist wie ein komprimiertes polyrhythmisches Gewebe, halb synthetisch, halb organisch, nervös, nicht immer harmonisch und schon mal gar nicht perfekt, aber immer spannend. Oft ist nicht mal zu erkennen, wer da was und wie auf welchem Instrument spielt. Dazwischen mischen sich aber auch immer wieder dazu völlig gegensätzlich wirkende Stücke mit flächigen Synthesizer Sounds. Post Genre. Das Publikum schlürft dazu im flackernden Neonlicht die von Barfrau Rachael gemixten synthetischen Drinks. Einige lassen sich von den kantigen grooves zu zuckenden Tanzbewegungen hinreißen, andere treiben auf den Synthie-Sounds durch den Raum. Kurz vor Ende des Sets fragt Jeremiah Chiu „Okay, is there a way to dim the lights a little bit more?“ Später basteln SML am PC die Aufnahmen aus dem Zebulon mit Aufnahmen aus New York und Seattle zusammen, schnippeln dieses raus, kopieren jenes rein, schieben die Regler hoch und runter, speichern das vorläufige Ergebnis auf der Festplatte und laden es in die Cloud. Rasant verbreitet sich die Musik übers Internet und dringt ins Gehör von Menschen und Replikanten auf dem gesamten Globus. Chicago Four

    spannend für den Moment, in dem es läuft, futuristisch nur in dem sinn, das es live mit verfremdung daherkommt, könnte auch eine ki mit algorhythmusstörung/-schluckauf erstellt haben, im club mit psychedelica sicher berauschend, auf dauer evtl. ermüdend, vielleicht für den einen oder anderen sogar nervtötend, ich hatte mir wesentlich mehr erhofft…..überbordende monotonie…beim möglichen nachfolger werde ich vor dem kauf reinhören…das rasante ausbreiten im netz zweifle ich an….

    Im Jahr 2049 wird sich das im Netz ausbreiten! ;-)

    Ich kann Deine Wahrnehmung oder Beurteilung gut nachvollziehen, auch wenn ich sie nicht ganz teile. Das mit der schadhaften KI gefällt mir sogar sehr gut. „Nervtötend“, „überbordende Monotonie“ …. ja, kann man so hören. Ich denke, SML passt aber eigentlich auch nicht so richtig in den Jazz-Thread und widerspricht der Erwartung, die man vielleicht als Jazzhörer hat. In den Electronica-Thread passt SML aber auch nicht so recht, auch wenn man da mit der Monotonie besser klar kommt. Dafür aber mit der Improvisation und der Schadhaftigkeit nicht.

    SML hängt irgendwo in der Zwischenwelt. Ich habe das imaginär in einer dystopischen Subkultur verortet. Und ich schließe nicht aus, dass einige Replikanten auf der Bühne und im Publikum auch etwas schadhaft sind. Aber wer will das schon beurteilen?

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    “There are legends of people born with the gift of making music so true it can pierce the veil between life and death. Conjuring spirits from the past and the future. This gift can bring healing—but it can also attract demons.”                                                                                                                                          (From the movie Sinners by Ryan Coogler)
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    #12569871  | PERMALINK

    thesidewinder

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    Steve Smith and Buddy’s Buddies – Very Live at Ronnie Scott’s, Set Nr. 2

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    #12570361  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    Shelly Manne & His Men Volume 6: Concerto For Clarinet & Combo Etc.

    Bis mir das Album gestern über den Weg lief, hatte ich es noch nie gesehen… Resteverwertung mit verschiedenen Sessions von 1955 und 1957… Auf der A Seite ist das „Konzert für Klarinette und Jazz Combo“ von Bill Smith, der auch als Solist an der Klarinette zu hören ist… Im wesentlichen heisst „Konzert für Klarinette und Jazz Combo“, dass ausser der Klarinette niemand Soli spielt, und dass die anderen Instrumente vergleichsweise elaboriert hinter die Klarinette komponiert sind, ohne dass der Jazzcharakter verloren geht… und ja, der zweite Satz ist langsam und der dritte eine Rondo oder so… Ich hab von Smith schon das Folk Jazz Album, wo er im Quartett mit Jim Hall die Paul Desmond Rolle spielt – und dafür ist er zu blass… das Setting des Klarinettenkonzerts liegt ihm mehr, er kann die anderen Leute dafür benutzen seine Solopassagen ein bisschen aufzumotzen… ich will jetzt nicht sagen, dass jede Minute Gold ist, aber im Grossen und Ganzen passt es schon… wie macht man jetzt aus sowas ein Album…? Naheliegend wäre es gewesen, Bill Smith um ein zweites Konzert oder so zu bitten, vielleicht ein Streichquartett – aber der Konsens scheint gewesen zu sein, dass eine LP Seite reicht. Die Band hinter Smith ist erweiterte Version von Manne’s Band, Bob Enevoldsen, Vince de Rosa – kennt man zB von Art Pepper plus Eleven… auf der B Seite hören wir zwei Versionen von Manne & his Men im Quintett… Stu Williamson, Russ Freeman und Manne sind die Konstanten, alle drei auch auf der A Seite dabei, am Saxophon gibt es Charlie Mariano oder Bill Holman, am Bass Leroy Vinegar oder Monty Budwig… die beiden Tracks mit Holman sind von 1955 und von einer Version der Men, die nicht lange bestand… der Track mit Mariano, aufgenommen 1957 kurz nach dem Concerto, war der Beitrag der Band zu einer LP des Playboy für die Gewinner des letzten „Poll“ … die Kategorie steht da nicht, aber männlichster Bandname könnte es gewesen sein… der Titel ist „Sophisticated Rabbit“ ein revamp von „Sophisticated Lady“ für eine Welt in der Ladies auch Bunnies genannt werden… nun gut, das Cover, Schlagzeugladenporn erster Güte sagt eigentlich alles, was hierzu vielleicht noch zu sagen gewesen wäre… Resterampe also, aber alle vier Tracks machen Spass…

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    #12570499  | PERMALINK

    rockyron

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    Herbie Hancock – Head Hunters (1973)

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    It´s better to burn out than fade away
    #12570501  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    redbeansandrice
    Shelly Manne & His Men Volume 6: Concerto For Clarinet & Combo Etc.
    Bis mir das Album gestern über den Weg lief, hatte ich es noch nie gesehen… Resteverwertung mit verschiedenen Sessions von 1955 und 1957… Auf der A Seite ist das „Konzert für Klarinette und Jazz Combo“ von Bill Smith, der auch als Solist an der Klarinette zu hören ist… Im wesentlichen heisst „Konzert für Klarinette und Jazz Combo“, dass ausser der Klarinette niemand Soli spielt, und dass die anderen Instrumente vergleichsweise elaboriert hinter die Klarinette komponiert sind, ohne dass der Jazzcharakter verloren geht… und ja, der zweite Satz ist langsam und der dritte eine Rondo oder so… Ich hab von Smith schon das Folk Jazz Album, wo er im Quartett mit Jim Hall die Paul Desmond Rolle spielt – und dafür ist er zu blass… das Setting des Klarinettenkonzerts liegt ihm mehr, er kann die anderen Leute dafür benutzen seine Solopassagen ein bisschen aufzumotzen… ich will jetzt nicht sagen, dass jede Minute Gold ist, aber im Grossen und Ganzen passt es schon… wie macht man jetzt aus sowas ein Album…? Naheliegend wäre es gewesen, Bill Smith um ein zweites Konzert oder so zu bitten, vielleicht ein Streichquartett – aber der Konsens scheint gewesen zu sein, dass eine LP Seite reicht. Die Band hinter Smith ist erweiterte Version von Manne’s Band, Bob Enevoldsen, Vince de Rosa – kennt man zB von Art Pepper plus Eleven… auf der B Seite hören wir zwei Versionen von Manne & his Men im Quintett… Stu Williamson, Russ Freeman und Manne sind die Konstanten, alle drei auch auf der A Seite dabei, am Saxophon gibt es Charlie Mariano oder Bill Holman, am Bass Leroy Vinegar oder Monty Budwig… die beiden Tracks mit Holman sind von 1955 und von einer Version der Men, die nicht lange bestand… der Track mit Mariano, aufgenommen 1957 kurz nach dem Concerto, war der Beitrag der Band zu einer LP des Playboy für die Gewinner des letzten „Poll“ … die Kategorie steht da nicht, aber männlichster Bandname könnte es gewesen sein… der Titel ist „Sophisticated Rabbit“ ein revamp von „Sophisticated Lady“ für eine Welt in der Ladies auch Bunnies genannt werden… nun gut, das Cover, Schlagzeugladenporn erster Güte sagt eigentlich alles, was hierzu vielleicht noch zu sagen gewesen wäre… Resterampe also, aber alle vier Tracks machen Spass…

    Ich hab das Concerto auf dem CD-Reissue von Vol. 2 und die drei Resterampe-Tracks in diesem Fresh Sound-CD-Set (als einzige Exklusivität dort? Ich glaub die Dee Gee-Sessions, mit denen das 3-CD los geht, hab ich auch nur behelfsweise):
    https://www.discogs.com/release/12519067-Shelly-Manne-His-Men-Heres-That-Manne

    Zur Verwirrung mit diesen ganzen Sessions und Ausgaben (EPs, 10″, 12″) und schiefen Nummerierungen gibt es bei Organissimo einen kleinen Faden, der manches klärt (anderes nicht):
    https://www.organissimo.org/forum/topic/39105-shelly-manne-his-men/

    Vol. 2 gab es ja nicht als 12″, drum musste für die CD die 10″ mit irgendwas anderem gepimpt werden und die Wahl fiel auf das „Concerto“, was passt, weil das eh schon third-stream-ige Musik ist …

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #170: Aktuelles von Jazzmusikerinnen – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba
    #12570541  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    Danke! Ich hab schon das ursprüngliche Vol 2 auf EP… Da brauch ich dann noch die erste EP und ich hab quasi die Vol 2 LP/CD zusammen…

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    #12570545  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    redbeansandriceDanke! Ich hab schon das ursprüngliche Vol 2 auf EP… Da brauch ich dann noch die erste EP und ich hab quasi die Vol 2 LP/CD zusammen…

    Sieht so aus … viel Glück!

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #170: Aktuelles von Jazzmusikerinnen – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba
    #12571403  | PERMALINK

    thesidewinder

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    Steve Smith’s Jazz Legacy – Live on Tour, Vol. 1

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    #12571689  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    … and so it goes, all in all as winter snows fill the plains of never never land, we sail in song to the end, the day when love will be our only song.

    Mit diesem Gedichtfragment ihres Saxophonisten Martin Fierro führt die Bay Area Band Shades of Joy den Hörer an ihre Musik heran, es ersetzt quasi die Liner Notes…. und irgendwie sagt dieses Gedicht zu mir leise: nicht alles was im Winter 68/69 aussah wie eine tolle Idee, war auch wirklich eine… und die Sitars verschwanden wieder im Keller, oder halt da, wo sie hergekommen waren… Gekauft hab ich das Album wegen Jym Young, der sich hier „Jymm Young“ nennt und ja: man hört ein paar gute Soli von ihm, der Gitarrist Jackie King ist klasse, er hat später mit Marian McPartland gespielt, aber vor allem mit Willie Nelson…Martin Hierro ist zumindest historisch interessant zu hören, er kommt scheinbar eigentlich von Hank Crawford her, hat aber zuletzt offenbar viel Pharoah Sanders gehört, und findet kreative Wege, beides zusammenzubringen (etwa in seinem Solo im letzten Track)… tatsächlich hatten die Leute im Winter 68/69 auch sonst ziemlich viele Ideen, und wollten die alle auf Platte bringen, bevor sie nicht mehr hip sind… mehrere Sitarspuren übereinander? das ging nur in einem sehr engen Zeitfenster… und so eine Sängerin wie Millie Foster, die Jazz, Gospel und Kabarett gleichermassen kann, und die bei Bedarf ein bisschen so schreit wie Janis Joplin? auch da hätte man sich ein paar Jahre später wohl was gefälligeres gesucht. Mich nervt der Gesang doch recht deutlich, weswegen ich nicht denke, dass ich mir der Platte alt werde, denn viele Instrumentalstücke gibt es nicht, und auch an den vorhandenen ist nicht alles Gold … aber schöne Momente, klar, die gibt es auch… wenn ich die Platte behalte, dann wahrscheinlich fast wegen den Gitarrensoli von Jackie King…

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    #12571755  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    CJQ – The Black Hole

    macht es Sinn, sich das hier zu kaufen, wenn man Bitches Brew noch nicht ganz verdaut hat? so mittel wahrscheinlich, aber die Platte war stark reduziert… das Contemporary Jazz Quintet, die Band aus Detroit um den Pianisten Kenny Cox und den Flügelhornisten Charles Moore hatte in den späten 60ern zwei Alben für Blue Note aufgenommen, die stark an das zweite Quintett von Miles erinnerten… das hier erschien erst vor ein paar Jahre, war aber damals 1972 bereits als Doppel-LP geplant, die Band heisst nun CJQ und ist zum Tentett angewachsen, weil es neben dem klassischen Quintett nun einen Gitarristen, zwei zusätzliche Keyboarder, einen zweiten Drummer und einen Perkussionisten gibt, letzteres der 16-jährige Adam Rudolph… und Bitches Brew werden die Jungs ganz gerne gehört haben…

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    #12571761  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    Ceasar Frazier – Hail Ceasar!

    aus der gleichen Kiste, nach dem Verkauf von Prestige, brauchte der Chefproduzent des Soul Jazz, Bob Porter, ein neues Label und fand es kurzzeitig bei Eastbound… der Leader ist Organist, unterstützt wird er unter anderem von Houston Person, Melvin Sparks, Idris Muhammad… aufgenommen hat das ganze Rudy van Gelder… ein erstklassiges Album aus dieser dritten Generation des Orgeljazz, die mit Lou Donaldson’s Alligator Boogaloo begonnen hatte, und dann vor allem bei Prestige perfektioniert wurde…

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    #12571937  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    vorhin einen längeren post zu Who knows what tomorrow’s gonna bring von Jack McDuff verloren, neulich in der gleichen Kiste wie Shades of Joy gefunden, mE der Karrierehöhepunkt von Ray Draper, auch wenn es – anders als Red Beans and Rice – kein echtes Leaderalbum ist…

     

    Pat Metheny solo, er besucht Stücke, die ihn geprägt haben wie Sound of Silence, Ipanema, Alfie, Rainy days and mondays, And I love her und – so kam ich auf das Album – Betcha my golly wolly… braucht man nicht hören, bevor man nicht langsam aber sicher auf die 50 zugeht, aber damit kann ich dienen…

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    #12572299  | PERMALINK

    atom
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    OREN AMBARCHI / JOHAN BERTHLING / ANDREAS WERLIIN – Ghosted III (Drag City, 2025)

    Seltsamerweise bin ich mit dem zweiten Teil nie so warm geworden wie mit dem ersten, so dass ich nicht sonderlich neugierig war, mir den dritten Teil von Ghosted anzuhören. Nachdem es in den letzten Tagen einige Male lief, muss ich aber gestehen, dass ich das Album extrem toll finde – aktuell ist es gar mein liebstes des Trios.

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    Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...
    #12572357  | PERMALINK

    vorgarten

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    atom
    OREN AMBARCHI / JOHAN BERTHLING / ANDREAS WERLIIN – Ghosted III (Drag City, 2025)
    Seltsamerweise bin ich mit dem zweiten Teil nie so warm geworden wie mit dem ersten, so dass ich nicht sonderlich neugierig war, mir den dritten Teil von Ghosted anzuhören. Nachdem es in den letzten Tagen einige Male lief, muss ich aber gestehen, dass ich das Album extrem toll finde – aktuell ist es gar mein liebstes des Trios.

    das ging mir alles erst genauso, mittlerweile merke ich aber, dass ich wieder zum ersten zurückgehe. (was jetzt irgendwie ein nichtssagender kommentar ist, aber immerhin, es ist einer ;-) )

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    #12572379  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    Willie The Lion Smith – Live At Blues Alley

    neulich gekauft und dann irgendwie nicht gehört, ein Album aus der Zeit, als Marian McPartland, Hank O Neal und der Multimillionär Sherman Fairchild gemeinsam ihr Label hatten – bevor Fairchild überraschend starb und McPartland und O Neal ihre Labels trennten, O Neal begann Chiaroscuro… in den Liner Notes erinnert sich Fairchild an die legendären Parties bei ihm zu Hause, wo Fats Waller und Willie The Lion Smith sich auf den beiden Flügeln duellierten, und dann noch Fred Astaire mit seinem Akkordeon einstieg, Erinnerungen, die nicht jeder hat…. das Album ist einfach Solo Piano, zwei kurze live Sets vor einem kleinen Publikum, Smith macht seine Witze, nimmt Wünsche der Zuschauer an… auf allmusic steht, dass das hier ein Livealbum sei, bei dem man wirklich das Gefühl dabeizusein… und das stimmt, gerade weil die Atmosphäre etwas unruhig ist, mit Quatschen im Hintergrund, teilweise auch von Smith selber… und zwischen all dem ist die Musik einfach wunderschön und elegant

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