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AutorBeiträge
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THE SONNY SHARROCK QUINTET feat. PHAROAH SANDERS – Washington 93 – The World Jazz Broadcast
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Oaagaada – Music Of--
Sonny Clark – Standardsvorgarten hatte das neulich erwähnt, die Sachen, die man selbstverständlich nimmt, wenn man in New York wohnt… zB für Blue Note aufnehmen können… hier sitzt neben Sonny Clark und Paul Chambers oder Jymie Merritt am Schlagzeug Wes Landers aus Chicago – den kaum ein Mensch mehr kennt, aber der das alles genauso schön macht wie die üblichen Verdächtigen aus New York… wenn er in New York gewohnt hätte, hätte man ihn sicher öfter auf solchen Platten gehört… auch fremd für uns heute: die Aufnahmen hier waren nicht als Album gedacht, sondern als eine Serie von Jukebox Singles… das jetzt zu hören, passt natürlich zu der Frage nach den definitiven Versionen von Standards… Blues in the Night eben war zB super… aber eigentlich kam ich auf das Album, weil meine Tochter die heute morgen aus dem Regal geholt hat, um damit (und mit dem Lucky Thompson / Oscar Pettiford Trio) auf dem Dreirad umherzufahren… irgendwie gehört halt doch alles zusammen
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.als @redbeansandrice die tollen blogeinträge von porter zu brubeck erwähnt hatte, kam ich ins grübeln. das hier war meine erste eigentliche jazzplatte, geschenk von meinem vater, weil ich seine single von brubecks „take the a-trane“ im schrank entdeckt und oft gehört habe. unsere einzige überschneidung, er hat sonst nur dixieland gehört. hiermit habe ich mich dann lange beschäftigt, bevor ich zu miles davis usw. kam, mit den interessant verschiedenen soli, den merkwürdigen rhythmusexperimenten, dem kitsch, dem uncoolen gemalten bild auf dem cover. heute kam ich erst drauf, dass mich desmonds ton auf merkwürdige weise auf steve coleman (bei holland) vorbereitet hat, und brubecks rhythmus-verschiebungen auf m-base…
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AMARO FREITAS – Y’Y (Psychic Hotline, 2024)
Y’Y erschien zwar bereits im Frühjahr, doch erst kürzlich bin ich auf dieses beeindruckende Album gestoßen. Amaro Freitas‘ Werk ist eine musikalische Hommage an den Amazonas und seine indigenen Kulturen. Es vereint afro-brasilianische, indigene und globale Black Avantgarde-Jazz-Traditionen zu einer einzigartigen Klangwelt. Gäste: Aniel Somellian,Hamid Drake, Shabaka Hutchings, Jeff Parker und Brandee Younger.--
Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...vorgarten
als @redbeansandrice die tollen blogeinträge von porter zu brubeck erwähnt hatte, kam ich ins grübeln. das hier war meine erste eigentliche jazzplatte, geschenk von meinem vater, weil ich seine single von brubecks „take the a-trane“ im schrank entdeckt und oft gehört habe. unsere einzige überschneidung, er hat sonst nur dixieland gehört. hiermit habe ich mich dann lange beschäftigt, bevor ich zu miles davis usw. kam, mit den interessant verschiedenen soli, den merkwürdigen rhythmusexperimenten, dem kitsch, dem uncoolen gemalten bild auf dem cover. heute kam ich erst drauf, dass mich desmonds ton auf merkwürdige weise auf steve coleman (bei holland) vorbereitet hat, und brubecks rhythmus-verschiebungen auf m-base…Das leuchtet mir eigentlich alles direkt ein – obwohl ich nie in die Richtung gedacht hatte … Brubeck ist ja derart als uncool verschrien, das es schon eine schreiende Ungerechtigkeit genannt werden kann – irgendwie gehört er ja auch in eine Linie, die von Tristano kommt … und von Konitz zu Coleman gibt es bestimmt auch Verbindungen … dass Konitz und Braxton bei Brubeck aufeinander tragen (semi interessant/erfolgreich) passt ebenfalls ins Bild.
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #158 – Piano Jazz 2024 (Teil 1) - 19.12.2024 – 20:00; #159: Martial Solal (1927–2024) – 21.1., 22:00; #160: 11.2., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbaja, die Gedanken zu Desmond und Brubeck machen alle viel Sinn, ich wollt da auch demnächst mal ein bisschen einsteigen, hatte auch vorhin schon wieder ein bisschen was in der Hand…
stattdessen läuft jetzt Beauties of 1918 von Charlie Mariano und Jerry Dodgion… ich weiss schon, warum ich zunächst skeptisch war, bei der Frontline mit zwei Altsaxophonen… andererseits hört man in dem Vergleich vielleicht noch deutlicher wie nah Mariano tatsächlich auf irgendeine Art bei Parker ist… das Highlight ist allerdings bis hier der Track, auf dem Mariano die Blockflöte auspackt… der andere Grund, das hier haben zu wollen, war Jimmy Rowles am Klavier…
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.gypsy-tail-wind und von Konitz zu Coleman gibt es bestimmt auch Verbindungen … dass Konitz und Braxton bei Brubeck aufeinander tragen (semi interessant/erfolgreich) passt ebenfalls ins Bild.
um konitz & braxton & brubeck bin ich bisher furchtsam herumgeschlichen… konitz ist direktes (ausgesprochenes) vorbild von coleman. und mit braxton wird er ja auch immer wieder verglichen (genauso kantig, aber jazziger… steht bei behrendt, glaube ich).
bei brubeck weiß man vor seinem solo nie, was kommt – sowas mag ich. und das arbeitet porter ja schön heraus.
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atom AMARO FREITAS – Y’Y (Psychic Hotline, 2024) Y’Y erschien zwar bereits im Frühjahr, doch erst kürzlich bin ich auf dieses beeindruckende Album gestoßen. Amaro Freitas‘ Werk ist eine musikalische Hommage an den Amazonas und seine indigenen Kulturen. Es vereint afro-brasilianische, indigene und globale Black Avantgarde-Jazz-Traditionen zu einer einzigartigen Klangwelt. Gäste: Aniel Somellian,Hamid Drake, Shabaka Hutchings, Jeff Parker und Brandee Younger.
…..mir gefällt y’y auch sehr gut, @vorgarten kann mit dem album glaub ich nichts anfangen, wird also wohl bei ihm nicht mehr aufgelegt werden! die vorläufer sind mir persönlich um einiges lieber, im prinzip nicht so gewollt und voll mit einflüssen und gästen. ich glaub bei y’y braucht es eine grundlegende bereitschaft diese klangwelt erfahren zu wollen…sich darauf einlassen können und vielleicht auch die passende stimmung….
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Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!……das ist ja hier auch nicht viel anders, dieses einförmige langsame voranschreiten muss man aushalten können um die schönheit in diesem unmerklichen sog zu erkennen, es als musikalische reise in kleinen schritten genießen zu können! bei freitas sind es die vielen kleinen nuancen in ihrer masse nebeneinander her, die interpretation der geräuschkulisse im urwald, hier das minimalistische dahingleiten, wobei beides das aushalten einfordert……
….beides u.u. anstrengend und sicher nicht jedermanns sache….
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Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!
Bill Perkins – Remembrance of Dino’swirklich ein wahnsinnig tolles Album, super aufgenommen – kaum zu glauben, dass das live in einer Pizzeria ist – und man hört überdeutlich, dass Perkins nicht verschlafen hat, was von 1956 bis 1986 im Jazz passiert ist… nebenher hab ich das Interview hier gelesen, frühe 80er, er lobt Chick Corea, Michael Brecker, Steve Gadd, Peter Erskine, das Comeback von Miles… entsprechend erkennt man auch nicht mehr soo deutlich, dass man es hier mit einem Tenoristen zu tun, der mal direkt von Lester Young herkam… ein bisschen noch im Ton, kaum mehr im Vokabular… hab meine ganzen späten Perkins Album rausgesucht, aber absichtlich mit dem angefangen, dass wohl das beste ist… am Ende des Interviews redet er kurz über Mariano, dass der in den 50ern Charlie Parkers Stil fast perfekt beherrschte, aber dann auch nicht versucht hat, das jahrzehntelang zu verbessern – weil das sowieso nicht geht – dass er sich stattdessen immer weiter entwickelt hat…
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.Angenehm leichtfüßig kommt diese Kombi rüber, gefällt mir.
Vorher lief die hier, da war mir die 2. Klampfe stellenweise schon fast zuviel.
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jaf trio, we jazz 2020
adele sauros- sax
joonas tuuri- bass
frederik emil bülow- drums
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Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!
Look For Your Ownmehr aus dem Dino’s, im Grunde die selbe Band nur mit Frank Strazzeri statt Alan Broadbent… ist eigentlich schon unglaublich, dass das am Tenor einer der legendären Four Brothers aus den frühen 50ern ist… hab kein Zitat gefunden, dass das belegt, aber ich vermute fast, dass hier jemand brav Joe Henderson oder Michael Brecker oder so transkribiert hat, um sich das entsprechende Vokabular draufzuschaffen… in Interviews aus der zweiten Hälfte der 80er geht es jedenfalls recht viel darum, wieviel er nun musikalisch kann, und wie wenig es früher war, in den 50ern als er jung war, in den 60ern als er schon so halb draussen war, in den 70ern bevor er wieder ernsthaft Jazz praktiziert hat… dass 2 Degrees East 3 Degrees West – arguably sein claim to fame – nur funktioniert habe, weil John Lewis seine Schwächen erkannt und weitläufig umschifft habe… die andere Dino’s Platte funktioniert als Album vielleicht eine Spur besser – hier ist man ab der ersten Sekunde direkt mitten drin, dort wird man mehr an die Hand genommen… und auch wenn ich pauschal Strazzeri lieber mag als fast alle Pianisten, inklusive Broadbent, muss ich wohl zugestehen, dass für diese Art Musik Broadbent besser passt – gerade weil er auch zu Michael Brecker oder Joe Henderson gepasst hätte, besser als Strazzeri… aber: wenn man erstmal drin ist, oder vorher die andere Platte gehört hat, dann ist es super, auch diese hier zu haben… am Bass Gene Cherico kenn ich glaub ich vor allem von Brubeck und Desmond, am Schlagzeug, der nominelle Leader John Tirabasso – so kriegt man gigs in italienischen Restaurants – aka John Terry (claim to fame: Ne Plus Ultra, auch nicht schlecht) fällt mir eigentlich auch die ganze Zeit positiv auf…
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.redbeansandrice
Bill Perkins – Remembrance of Dino’s
wirklich ein wahnsinnig tolles Album, super aufgenommen – kaum zu glauben, dass das live in einer Pizzeria ist – und man hört überdeutlich, dass Perkins nicht verschlafen hat, was von 1956 bis 1986 im Jazz passiert ist… nebenher hab ich das Interview hier gelesen, frühe 80er, er lobt Chick Corea, Michael Brecker, Steve Gadd, Peter Erskine, das Comeback von Miles… entsprechend erkennt man auch nicht mehr soo deutlich, dass man es hier mit einem Tenoristen zu tun, der mal direkt von Lester Young herkam… ein bisschen noch im Ton, kaum mehr im Vokabular… hab meine ganzen späten Perkins Album rausgesucht, aber absichtlich mit dem angefangen, dass wohl das beste ist… am Ende des Interviews redet er kurz über Mariano, dass der in den 50ern Charlie Parkers Stil fast perfekt beherrschte, aber dann auch nicht versucht hat, das jahrzehntelang zu verbessern – weil das sowieso nicht geht – dass er sich stattdessen immer weiter entwickelt hat…Das ist wirklich ein superbes Album! Hatte ich glaub ich vor Jahren schon mal empfohlen, als mir zufällig die CD-Ausgabe in die Finger kam. „Look for Your Own“ müsste ich vielleicht auch mal noch suchen
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #158 – Piano Jazz 2024 (Teil 1) - 19.12.2024 – 20:00; #159: Martial Solal (1927–2024) – 21.1., 22:00; #160: 11.2., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba -
Schlagwörter: Ich höre gerade..., It's about the melody stupid, Jazz, Tagebuch
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