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@vorgarten Hast Du auch noch das Enja-Album mit Werner zur Hand? Ich werde mit den beiden überhaupt nicht warm, hab sie aber auch beide seit einer Ewigkeit nicht mehr angehört.
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #162: Neuentdeckungen aus dem Katalog von CTI Records, 8.4., 22:00; # 163: 13.5., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbaHighlights von Rolling-Stone.deVideo: Tagesthemen berichtet 1994 über den Tod von Kurt Cobain
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gypsy-tail-windHast Du auch noch das Enja-Album mit Werner zur Hand? Ich werde mit den beiden überhaupt nicht warm, hab sie aber auch beide seit einer Ewigkeit nicht mehr angehört.
ja natürlich, ich liebe das. da ist ja die definitive „heiße“ version von „mama rose“ drauf (unter den offiziellen, sonst würde ich die aus warschau mit kessler bevorzugen).
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soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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vorgarten
soulpope
vorgarten
eine von zwei alben aus 1981, hier mit der neuen jungen band. virtuoses umfeld, shepp selbst ungewohnt fragil. eingespielt in toronto für sackville (später von hat wiederveröffentlicht), gab es eigentlich seit impulse ein einziges us-label, das ihn aufgenommen hat?
Wenn Du seinen Gastauftritte bei Kahil El’Zabar’s Ritual Trio Ende der 90er auf Delmark aussen vor lässt dann eher nicht …. glaub ich zumindest …. P.S Nachdem Du Dich nur kurz zu diesem Album äusserst frage ich bezüglich eines konkreteren Verdiktes nach …..
schwierig, ich mag die band gerne, auch werner. aber shepps schwerfälligkeit hier ist eigenartig, sehr auratisch natürlich, aber krass gegenüber den virtuosen aufnahmen aus dem vorjahr. und dann spielt er hier ausgerechnet „giant steps“… ne, das hat schon alles hand und fuß, aber vom material her mir nicht aufregend genug. was sagst du?
Jedenfalls danke für Dein Feedback …. auch für mich fällt eine eindeutige Zuordnung schwer und ebenso die Beantwortung der Frage, ob Shepp sich von der Welle der ausgezeichneten Rhythmiker bloss mittragen lässt oder den eher zurückgenommenen Ansatz bewusst wählte …. eine Scheibe, bei welcher ich wiederholt an das Aussortieren dachte und diese dann doch behielt …..
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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vorgarten
gypsy-tail-windHast Du auch noch das Enja-Album mit Werner zur Hand? Ich werde mit den beiden überhaupt nicht warm, hab sie aber auch beide seit einer Ewigkeit nicht mehr angehört.
ja natürlich, ich liebe das. da ist ja die definitive „heiße“ version von „mama rose“ drauf (unter den offiziellen, sonst würde ich die aus warschau mit kessler bevorzugen).
Ich meine „gypsy“ monierte diese Scheibe ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)und was genau funktioniert hier nicht? shepp spielt abwechselnd schief sopran (logisch beim oberthema), schief flöte und ein schönes klavierintro, die band ist eigentlich gut (charles eubanks, debriano, betsch und trompeter charles mcghee, außerdem eine passable sängerin auf zwei stücken), das konzept vielleicht ein wenig arg archivarisch (archievarisch). vielleicht gab’s keinen monitor oder ansatzprobleme. definitiv hätten ein paar ideen zu den arrangements gut getan.
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Ja, gibt es da mehrere? „Mama Rose“ ist da jedenfalls drauf … wusste nicht, dass die Version bzw. das Album als irgendwas „gilt“, ich dachte eher, das Album gelte so ziemlich wohin man blickt als Mittelmass. Aber jetzt bin ich natürlich neugierig!
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vorgarten
gypsy-tail-windHast Du auch noch das Enja-Album mit Werner zur Hand? Ich werde mit den beiden überhaupt nicht warm, hab sie aber auch beide seit einer Ewigkeit nicht mehr angehört.
ja natürlich, ich liebe das. da ist ja die definitive „heiße“ version von „mama rose“ drauf (unter den offiziellen, sonst würde ich die aus warschau mit kessler bevorzugen).
Ich meine „gypsy“ monierte diese Scheibe ….ich weiß, auf die bezog ich mich… ?
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gypsy-tail-wind … wusste nicht, dass die Version bzw. das Album als irgendwas „gilt“, ich dachte eher, das Album gelte so ziemlich wohin man blickt als Mittelmass. Aber jetzt bin ich natürlich neugierig!
nur auf allmusic, weil yanow jedesmal automatisch beissreflexe bekommt, wenn er shepp sopransax spielen hört… und was für einen stellenwert „mama rose“ bei shepp hat, hatte er auch nicht recherchiert, darf man also nicht zu ernst nehmen. soweit ich weiß, hat das album mehrere preise erhalten damals, aber das muss ja auch nichts heißen.
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soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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vorgarten
soulpope
vorgarten
gypsy-tail-windHast Du auch noch das Enja-Album mit Werner zur Hand? Ich werde mit den beiden überhaupt nicht warm, hab sie aber auch beide seit einer Ewigkeit nicht mehr angehört.
ja natürlich, ich liebe das. da ist ja die definitive „heiße“ version von „mama rose“ drauf (unter den offiziellen, sonst würde ich die aus warschau mit kessler bevorzugen).
Ich meine „gypsy“ monierte diese Scheibe ….
ich weiß, auf die bezog ich mich… ?
Asoh ok …. hab das mit Steeplechase verwechselt, my bad ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)vorgarten
und was genau funktioniert hier nicht?Das Coverdesign?
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #162: Neuentdeckungen aus dem Katalog von CTI Records, 8.4., 22:00; # 163: 13.5., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbavorgarten
eine entspannte form von voodoo. gérard terronès holt die sängerin, von der man seit 7 jahren nichts mehr gehört hat, nach paris, und lädt shepp dazu ein. die rythm section findet sie selbst in einer kellerbar, hilton ruiz, jack gregg und freddie waits begleiten dort gerade marion brown. der trompeter roy burrowes ist mit sun ra in der stadt, er tauchte auch schon auf früheren alben von shepp auf. am anfang ein ansatzweise lockeres „sophisticated lady“, wie um die band vorzustellen, jeder spielt eine kleine schöne miniatur, lincoln singt text – und danach sind die mikrofone falsch eingestellt, denn mit stevie wonders „golden lady“ passiert plötzlich dramatisches: eine spannung wird aufgebaut, die sich immer wieder in kleinen aussetzern entlädt, lincoln klatscht, brüllt, treibt die band zum schnellerspielen an, damit sie noch riskanter verschleppen kann. shepps ton kippt. 10 minuten drama. alle sind übersteuert. und frei. drei songs von lincoln über das loslassen und wegfliegen, mit harter stimme und stockendem atem. zwischendurch verliert sich hilton ruiz in den harmonien von michel legrand, und ebenso filigran und abgedämpft umspielt burrows die anderen stimmen, die sich frei im raum bewegen. und wenn am ende an den käfigen gerüttelt wird („birds are made to fly away!“), abbey lincoln tierstimmen imitiert, dass man es mit der angst zu tun bekommt, und die mikrofone explodieren, kommt das hohepriesterinnenamt zum abschluss. ich warte noch auf die original-lp mit den session-fotos. von der deutschen lizenzausgabe, mit kritzelmalerei von peter kowald, haben die künstler*innen nicht profitiert, wie ich erfahren habe. abbey lincoln musste sich noch 10 jahre gedulden, um zu ihrem recht zu kommen. später im jahr traten shepp und lincoln noch zwei mal zusammen auf (den haag und nancy).
heute das erste Mal gehört – großartig!
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gypsy-tail-wind
vorgarten
und was genau funktioniert hier nicht?Das Coverdesign?
ja, furchtbar.
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blueberryheute das erste Mal gehört – großartig!
das freut mich sehr!
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synthiefläche, pitchbending, kitsch. dann plötzlich ein vertracktes elektronisches bass-ostinato, dann ein rauchiges tenorsax, das vom ersten moment an genau im rythmus sitzt. jedesmal will ich wieder nach 5 sekunden die stopptaste drücken und 5 sekunden später bin ich bereits gefangen. dann erklärt professor shepp, dass es jetzt persönlich wird, es gehe um den kampf und die revolution undsoweiter, aber eigentlich gehe es jetzt um ihn als jungen mann und noch eigentlicher um seine großmutter. und dann tuckert der synthie los und dann krächzt da ein sopransax drüber und dann kommt ein rap/soulgesang über wave-pop-loops. und jetzt merkt man auch, dass shepp eigentlich nie nur sein ding durchzieht, sondern tatsächlich kommuniziert. und dann kommen die fetten akkorde, die sphären und zeichentrick-raumschiffe und in all dieses fiepende getöse haucht und schreit herr shepp sein zutiefst persönliches gedicht über das ländliche florida und bananenpudding, über lumumba und den vietcong. das ist vielleicht das coolste stück jazz in den 80ern. und irgendwie bleibt das so, was auch immer van’t hof da aus seinen maschinen herausholt, shepp hört den rythmus und setzt sich drauf. es war wahrscheinlich gar nicht so verkehrt, dass er nie nur zuhause rum saß, sondern immer unterwegs war und dort auf merkwürdige menschen traf, die ihm seltsame angebote machten. sowas wie das hier kann man sich vorher nicht ausdenken.
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Schlagwörter: Ich höre gerade..., It's about the melody stupid, Jazz, Tagebuch
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