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gypsy-tail-wind
Meine Spätmusik gestern – hervorragend:
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Nasheet Waits ist ein deutlich grösserer Anziehungspunkt als Tom Rainey, aber dieser funktioniert im Hersch Trio erstaunlich gut. War ja noch andere Zeit, 1997, ich bin jedenfalls sehr positiv überrascht!Die hatte ich mir eigentlich auch vorgenommen – es „herscht“ hier zuletzt ja ganz ordentlich ;) – doch lag bei mir in den letzten Tagen der Fokus woanders, deshalb liegt die CD auf der nicht allzu langen Bank. Viel zu lange nicht gehört.
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soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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redbeansandrice
dietmar_
gypsy-tail-wind
redbeansandrice
gypsy-tail-windDachte schon, dass Cohen (former Glenn Sideman!) korrekt ist … wär halt so ein Fall, wo man ordentlich was bezahlen würde, aber wenn’s dann nur zwei Stücke mit Ortega wären eben doch eher nicht.
war durch die Arbeit vorhin etwas abgelenkt, aber der erste Eindruck war sehr stark, primaer wegen Ortega… muss das die Tage nochmal vertiefen…
Mal schauen, wer das nächste auf Discogs auftauchende Exemplar schnappt
– eigentlich Du, bei Ortega lasse ich gern den Vortritt, schätze zwei Hat-CDs zwar sehr (die dritte eig. auch), aber sooo oft höre ich sie dann doch nicht. Ist aber eh ein Musiker, bei dem ich mal etwas vertiefter hören müsste, was ich da habe – viel ist das nicht.Ortega flog gestern noch als letztes aus dem in Vorbereitung liegenden BFT – mit On Evidence, das Album mag ich sehr. Vielleicht hätte ich ihn doch drin lassen sollen? ;)
… gewidment ist das Album Walter Benton, und das find ich ganz logisch …. .
Vorgemerkt für später …. :

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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)klar, die Idee die richtigen Brasilianer einzufliegen gab es bei Getz, Joe Pass spielt auch sehr schoen Akustikgitarre aber Luis Bonfa war er nicht… aber die gleiche Baustelle war es schon… und bei Samba vs Bossa bin ich kein Experte, aber mein Bauchgefuehl sagt schon, dass das hier die Leichtigkeit von Bossa hat – jetzt muesste man zum Vergleich einiges hoeren, Shank mit Laurindo Almeida aus den 50ern, mehr von Shank, mehr von Clare Fischer (dem ich schon auch einen Teil der Pionierrolle geben wuerd)
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.soulpope
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gypsy-tail-wind
redbeansandrice
gypsy-tail-windDachte schon, dass Cohen (former Glenn Sideman!) korrekt ist … wär halt so ein Fall, wo man ordentlich was bezahlen würde, aber wenn’s dann nur zwei Stücke mit Ortega wären eben doch eher nicht.
war durch die Arbeit vorhin etwas abgelenkt, aber der erste Eindruck war sehr stark, primaer wegen Ortega… muss das die Tage nochmal vertiefen…
Mal schauen, wer das nächste auf Discogs auftauchende Exemplar schnappt
– eigentlich Du, bei Ortega lasse ich gern den Vortritt, schätze zwei Hat-CDs zwar sehr (die dritte eig. auch), aber sooo oft höre ich sie dann doch nicht. Ist aber eh ein Musiker, bei dem ich mal etwas vertiefter hören müsste, was ich da habe – viel ist das nicht.
Ortega flog gestern noch als letztes aus dem in Vorbereitung liegenden BFT – mit On Evidence, das Album mag ich sehr. Vielleicht hätte ich ihn doch drin lassen sollen? ;)
… gewidment ist das Album Walter Benton, und das find ich ganz logisch …. .
Vorgemerkt für später …. :
den Impuls hatte ich vorhin auch, aber weiss noch nicht genau, wie es reinpasst ;)
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Bud Shank – Latin Contrastsdas muesste jetzt logischerweise vor Bossa Nova sein, 1959, eine kleine Besetzung mit Laurindo Almeida (g), Gary Peacock (b) und Chuck Flores (dr)… manche Stuecke klingen schon ein bisschen nach Bossa, aber anderes ist auch deutlich zickiger… und was auffaellt ist, dass die Soli noch nicht so gut in die ganze Latin Sache integriert sind, in dem Stueck hier hat man zB nach gut 40 Sekunden einen relativ harten Bruch und danach ist einfach Jazz… was fuer sich genommen kein Problem ist Shank/Peacock/Flores ist ja eine prima Jazzband, Almeida setzt fuer die Minute aus
zuletzt geändert von redbeansandrice--
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Meine Spätmusik gestern – hervorragend:
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Nasheet Waits ist ein deutlich grösserer Anziehungspunkt als Tom Rainey, aber dieser funktioniert im Hersch Trio erstaunlich gut. War ja noch andere Zeit, 1997, ich bin jedenfalls sehr positiv überrascht!Die hatte ich mir eigentlich auch vorgenommen – es „herscht“ hier zuletzt ja ganz ordentlich ;) – doch lag bei mir in den letzten Tagen der Fokus woanders, deshalb liegt die CD auf der nicht allzu langen Bank. Viel zu lange nicht gehört.
die hatte damals bei mir überhaupt nicht gezündet – wie viele aufnahmen herschs, mit dem ich es immer wieder versucht habe (große sympathie natürlich, aber auch tolle bands, so wie hier, waits & gress eigentlich für mich todsicher). die solo-rezitals jetzt finde ich sehr schön, auch unmittelbar einleuchtend in den zugängen. vielleicht war ich bisher einfach noch nicht reif für ihn. bzw. das ist ganz sicher so.
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redbeansandrice
Bud Shank – Latin Contrasts
das muesste jetzt logischerweise vor Bossa Nova sein, 1959, eine kleine Besetzung mit Laurindo Almeida (g), Gary Peacock (b) und Chuck Flores (dr)… manche Stuecke klingen schon ein bisschen nach Bossa, aber anderes ist auch deutlich zickiger… und was auffaellt ist, dass die Soli noch nicht so gut in die ganze Latin Sache integriert sind, in dem Stueck hier hat man zB nach gut 40 Sekunden einen relativ harten Bruch und danach ist einfach Jazz… was fuer sich genommen kein Problem ist Shank/Peacock/Flores ist ja eine prima Jazzband, Almeida setzt fuer die Minute ausso habe ich die shank/almeida-sachen auch im ohr, dass nach dem latin-thema eigentlich jazz gespielt wird. und dieser switch ist ja auch immer sehr schön und effektvoll.
bei almeida höre ich eigentlich nie bossa, eher den klassischen hintergrund. er hat ja auch brasilien schon als teenager, in den 40ern (?), verlassen. also eine sehr abgehangene, durch europäische konzerthäuser und hollywood gefilterte idee von „latin“, die auch nochmal viel breiter als brasilianisch ist. aber das so aus der erinnerung gesprochen.
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soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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vorgarten
redbeansandrice Bud Shank – Latin Contrasts das muesste jetzt logischerweise vor Bossa Nova sein, 1959, eine kleine Besetzung mit Laurindo Almeida (g), Gary Peacock (b) und Chuck Flores (dr)… manche Stuecke klingen schon ein bisschen nach Bossa, aber anderes ist auch deutlich zickiger… und was auffaellt ist, dass die Soli noch nicht so gut in die ganze Latin Sache integriert sind, in dem Stueck hier hat man zB nach gut 40 Sekunden einen relativ harten Bruch und danach ist einfach Jazz… was fuer sich genommen kein Problem ist Shank/Peacock/Flores ist ja eine prima Jazzband, Almeida setzt fuer die Minute aus
…. bei almeida höre ich eigentlich nie bossa, eher den klassischen hintergrund …. durch europäische konzerthäuser und hollywood gefilterte idee von „latin“, die auch nochmal viel breiter als brasilianisch ist. aber das so aus der erinnerung gesprochen.
Ja ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)vorgarten
so habe ich die shank/almeida-sachen auch im ohr, dass nach dem latin-thema eigentlich jazz gespielt wird. und dieser switch ist ja auch immer sehr schön und effektvoll.
bei almeida höre ich eigentlich nie bossa, eher den klassischen hintergrund. er hat ja auch brasilien schon als teenager, in den 40ern (?), verlassen. also eine sehr abgehangene, durch europäische konzerthäuser und hollywood gefilterte idee von „latin“, die auch nochmal viel breiter als brasilianisch ist. aber das so aus der erinnerung gesprochen.ja, das macht alles Sinn… Villa Lobos comes to mind… breiter als brasilianisch aber halt auch nicht karibisch wie die Mehrheit des damaligen Latin Jazz… ich bin mittlerweile in der Geschichte sechs Jahre weiter gegangen, ins Jahr 1965:
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Clare Fischer – So Danço Sambadas klingt ein bisschen wie das Bossa Album, das Bill Evans nie gemacht hat (?). Vom rhythmischen Backing her hat es schon ein bisschen die Leichtigkeit von Bossa, aber der Leader oben drueber traut sich auch, mal was komplizierteres zu spielen, nicht so gefaellig wie die Saxophonisten auf ihren Bossa Alben… ist ein Quartett, das es so auch bei Revelation haette geben koennen, Fischer und Dennis Budimir haben ja einiges fuer Revelation aufgenommen, dazu gibt es Bobby West am Bass (wohl eine Studiogroesse, aber auch zB auf der einen Ortega Revelation/Hat CD), Colin Bailey drums (auch das eine Studiogroesse, hat spaeter auch mit Fischer fuer Revelation aufgenommen). Und eine der Kompositionen, Ornithardy, ist auch dem Ornithologen und spaeteren Gruender von Revelation William Hardy gewidmet…
ist eigentlich mehr was fuer spaet abends, aber das Album macht einen sehr starken ersten Eindruck….
edit: Hardy hat auch hier ziemlich interessante Line Notes geschrieben, sagt dass Jazz Bossa Nova mit Shank/Fischer losging, sagt ein nettes Wort ueber Getz und Gilberto (und ein paar schlechte ueber nicht naeher benannte andere Musiker) und sagt dann quasi, dass das hier der Schritt zurueck zur Ernsthaftigkeit ist
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Irgendwie fallen mir jetzt ein …. The L.A. Four …. and mor(e) ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)Da hab ich das hier – hübsch:
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Und dazu passt, was ich grad las: Brendel hätte mal gesagt, dass das südkalifornische Publikum – wohl wegen des Smogs – so viel huste, wie sonst kein ihm bekanntes …
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #170: Aktuelles von Jazzmusikerinnen – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba@redbeans: das hier von 1955 (rec. 1954) ist ja Pionieralbum:
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Aber ja, eben gerade weil da was ganz anderes passiert, als in New York (wo Leute wie die Pozoso, Bauza, Tito Puente massgeblich waren), viel entspannter, ganz anderer Charakter. Dass das schon so halb „Kunstmusik“ ist, verbindet sie letztlich ja auch mit sowas wie „Jazz Samba“ von Getz. Wie das mit der Ernsthaftigkeit ist, wage ich aber nicht zu beantworten (tendiere da eher – wohl ganz nach dem Klischee – zu mehr Ernst im Osten, wo Getz ja trotz allem zu verorten ist).
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #170: Aktuelles von Jazzmusikerinnen – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbaredbeansandricedas Bossa Album, das Bill Evans nie gemacht hat (?).
ja, das ist eine ganz verrückte leerstelle. man denkt – bossa nova (die ja eben gar nicht leicht ist) und bill evans, das muss doch passen! und mit schwedischer folklore oder sowas hatte er ja auch keine berührungsängste. aber das einizge brasilianische stück, das ganz spät in sein portfolio gefunden hat, ist auch bei den letzten village-vanguard-aufnahmen, war „minha“ von himes/guerra, un das ist ja eine schnulze und könnte auch von piazzolla sein:
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Findest Du? Hatte irgendwie gar nie den Gedanken, dass das zu Evans gepasst hätte … frag mich nicht, warum genau – vielleicht rhythmisch? Aber irgendwie auch von den ganzen Einflüssen/Sensibilitäten her – von Debussy zu Bossa finde ich den Weg z.B. auch sehr weit.
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nein, wegen der klarheit und präzision. almeida später, mit john lewis und den drei anderen modernisten (connie kay auch der perfekteste bossa-nova-drummer außerhalb brasiliens!), da hat der gitarrist dann bossa gelernt und es fließt alles perfekt zusammen, eleganz und präzision. hätte evans auch hinbekommen, hätte er gewollt.
und umgekehrt: ich könnte mir vorstellen, dass gilberto in den 50ern bill evans sehr gerne zugehört hat. aber das ist total spekulativ.
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Schlagwörter: Ich höre gerade... Jazz, Tagebuch
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