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Gestern im Kino die letzte von drei Vorstellungen der Premiere von The Chronology of Water (USA/LV 2025) in der Schweiz. Kirsten Stewarts Regiedebüt ist ein grossartiger Bilderreigen, der auch ohne Worte hervorragend funktionieren würde (aber im Gegensatz zu Forts verdrehtem Moralstücklein hab ich mir das hier nicht wünschen müssen). Imogen Poots in der Hauptrolle – jener der Schriftstellerin Lidia Yuknavitch, auf deren gleichnamigem Memoir von 2011 der Film beruht – ist grossartig. Stewart erzählt – wohl in Anlehnung an das Buch – in „flashes“, in zunächst überhaupt nicht chronologisch aneinandergereihten Bildern aus der Erinnerung, kurzen Szenen, Überblendungen. Umgesetzt ist das alles sehr toll mit überbelichteten Bildern, natürlich Aufnahmen im Wasser … die Metaphorik mag etwas abgedroschen sein (Jim Belushi als Ken Kesey spricht es später mal aus: „Fuck metaphors!“), aber sie trägt den Film, und sie gehört nun mal zur Geschichte von Yuknavitch, die als Teenager Ambitionen als Schwimmerin hatte. Das alles ist eng verwoben und mit der Zeit wird der Film chronologischer bzw. setzen sich die Puzzlesteine – Missbrauch durch den Vater, eine alkoholkranke Mutter, die allem nur abwesend zuschaut, die ältere Schwester als grosses Vorbild, die dem allem dann entflieht (Thora Birch, ebenfalls toll), die „geerbte“ Suchtkrankheit … – zusammen und es entsteht eine Geschichte. In dieser Geschichte beginnt Yuknavitch auch, das Buch zu schreiben, auf dem der Film wiederum beruht. Richard Brody hat über den Film geschrieben, was er da aber gegen Ende als Schwächen darstellt, kann ich nicht unbedingt nachvollziehen bzw. habe ich gerade schon ziemlich anders beschrieben (ohne Brodys Kritik, die ich vor ein paar Wochen schon gelesen hatte, noch präsent zu haben).
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