Startseite › Foren › Kulturgut › Das musikalische Philosophicum › Musik im Wandel der Zeit: Wie Musik sich verändert › Antwort auf: Musik im Wandel der Zeit: Wie Musik sich verändert
pheebee
friedrich
Ich glaube, das Bangemachen vor KI-generierter Musik kann man sich sparen.Bangemachen schon. Maßnahmen gegen Missbrauch zu ergreifen, sollte hingegen nicht vergessen werden. Nachrichten über KI generierte Musik mit z.B. rassistischen Inhalten gingen ja unlängst durch alle Medien und da sollte schon Wachsamkeit herrschen.
Um Musik mit rassistischen Texten zu machen, braucht man keine KI. Das schafft eine Rechtsrockband sogar ohne natürliche Intelligenz.
stormy-mondayJim Morrison sieht die Zukunft:
Jim Morrison – The Future of Music
Morrison famously said, *“I can envision one person with a lot of machines, tapes, electronic setups, singing or speaking and using a lot of machines.”* At the time, this idea seemed far-fetched. Rock ‘n’ roll was dominated by raw guitar riffs, pounding drums, and soulful vocals. The thought of a single artist commanding a stage armed with only electronic equipment felt like science fiction. However, Morrison’s foresight eerily mirrors today’s music landscape.
Und ist ja schon ein paar Jahre später eingetroffen. Wann ist das erste Kraftwerk-Album veröffentlicht worden? Nimmt man Autobahn als offizielles Debut, 1975. Genaugenommen wurde Jim Morrison sogar hier schon rechts überholt. Im Grunde aber sehr scharfsinnig und weitblickend von Jim Morrison.
Ich hatte vor einigen Tagen spaßeshalber bei Suno einen Prompt eingegeben, um ein Musikstück zu generieren. Ich kann kein Instrument spielen, habe kaum musikalische Grundkenntnisse, aber das ist überhaupt nicht nötig. Ein paar Worte genügen und Suno spuckt dir in Sekundenschnelle was aus. Das mag nicht besonders originell sein, aber klang technisch perfekt gemacht und gar nicht mal übel.
Als ich heute tagsüber nebenbei etwas Radio (Radio Eins vom rbb) hörte, dachte ich: Die gängige Popmusik in diesem Tagesbegleitprogramm – nicht zu langweilig, aber auch nicht zu herausfordernd, nicht außergewöhnlich, aber auch nicht banal, ganz gefällig aber nicht begeisternd – könnte in großen Teilen ohne weiteres von der KI generiert werden. Man würde da überhaupt keinen Unterschied hören. Ich frage mich: Wenn KI die übliche Gebrauchs-Popmusik schwupp-di-wupp generieren kann, wie wird sich das eigentlich auf von Menschen gemachte Musik auswirken? Für den Durchschnittspop werden Menschen (oder zumindest Musiker) ja nicht mehr gebraucht. Was machen Musiker, wenn sie sich davon unterscheiden wollen?
--
Das RS-Forum droht, vom Netz zu gehen. Registriert euch bei StoneFM !