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AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
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sparch
während das verhasste Debüt keine Beachtung fand.Kenne nur die Alben ab It’s My Life. Ist denn das Debüt so schlimm? Meint verhasst die Sichtweise von Hollis? Hat er sich mal entsprechend geäußert?
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WerbungHal CrovesImmaculate Fools – Dumb Poet (1987)
Freut mich, dass „Dumb Poet“ hier gewürdigt wird. Von der Band liest im Forum sonst nicht viel. Wahrscheinlich zu glatt oder gefällig. Ich habe sie seit Erscheinen, noch als Vinyl, was das Cover noch besser wirken lässt, und sie findet nicht oft, aber doch regelmäßig den Weg auf den Plattenteller – mit einem gleichbleibend positiven Hörerlebnis. Bei mir kommt DP auf ****, die folgende „Anothers Man’s World“ fand ich noch einen Tick stärker.
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„Weniger, aber besser.“ D. RamsMcGeadyKenne nur die Alben ab It’s My Life. Ist denn das Debüt so schlimm? Meint verhasst die Sichtweise von Hollis? Hat er sich mal entsprechend geäußert?
Wenn ich mich recht erinnere, mag Hollis selbst das Album nicht so sehr. Ich selbst kenne es auch nicht.
Ich habe das Inhaltsverzeichnis mal aktualisiert.
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Wann kommt Horst Lichter mit dem Händlerkärtchen und knallt mich ab?sparchIch habe das Inhaltsverzeichnis mal aktualisiert.
Ausgezeichnet, vielen Dank!
SokratesBei mir kommt DP auf ****, die folgende „Anothers Man’s World“ fand ich noch einen Tick stärker.
Danke für den Tip, hab sie mir gerade bestellt, bin sehr gespannt.
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"Edle, freie Unbefangenheit bei Allem. ... Alle übrigen Vollkommenheiten sind der Schmuck unsrer Natur; sie aber ist der der Vollkommenheiten selbst. ... Sie ist mehr als Leichtigkeit, sie geht bis zur Kühnheit: sie setzt Ungezwungenheit voraus und fügt Vollkommenheit hinzu. Ohne sie ist alle Schönheit todt, alle Grazie ungeschickt: sie ist überschwenglich, geht über Tapferkeit, über Klugheit, über Vorsicht, ja über Majestät." (Baltasar Gracián) =>mehr<=Dire Straits – Communiqué (1979)
Das „schwierige zweite Album“ wird wohl deshalb so genannt, weil Autorenbands damit zu beweisen haben, ob ihre Ideen für mehr als ein Strohfeuer reichen. Bei Dire Straits zeigte sich schnell: der kann was – Mark Knopfler nämlich, der Alleinherrscher aus Glasgow, der seine Band sogar noch mehr dominierte als Jim Morrison die Doors, weil er nicht nur wie jener sämtliche Songs schrieb und sang, sondern zudem auch noch die Leadgitarre spielte, und zwar auf eine Weise, die sehr autoritativ verdeutlichte, dass zukünftig wohl in sämtlichen Büchern und Lexika über Leadgitarristen von diesem etwas onkelhaften Stirnbandträger die Rede würde sein müssen.
Entsprechend riesig war die Vorfreude und Erwartung des Publikums nach dem grandiosen, um nicht zu sagen epochalen Debütalbum, welches hier eigens zu besprechen sich irgendwie erübrigen würde – ungefähr so wie es läppisch wäre, heute noch eine Rezension zu Melvilles Moby Dick zu schreiben. Communiqué also ist ein fraglos schönes, atmosphärisch dichtes Album, das Zweifel an der Nachhaltigkeit des Erfolgs von Dire Straits sehr schnell zerstreuen konnte. Songs wie „Once Upon a Time in the West“ und „Lady Writer“ sind auch hervorragend gealtert, lassen sich noch nach 34 Jahren mit großem Genuss hören und überzeugen sowohl durch Ausdrucksstärke als auch durch kompositorische Qualität.
Und doch zeigt sich bereits an dieser Platte eine ungute Tendenz, die sich bei den folgenden Alben verfestigen sollte: eine gewisse Neigung zur Bräsigkeit nämlich, die sich insbesondere bei „Angel of Mercy“ und „Portobello Belle“ zeigt – und ganz bildlich auf dem Inlay-Bandfoto (identisch mit dem hier), das eindeutig ein sehr herzhaftes Facepalm wert ist. So viel Uncoolness muss man sich erst mal trauen, könnte man schmunzelnd sagen, und zwar erst recht im Jahr 1979, das ja mit Joy Division einer Band den Durchbruch brachte, die Dire Straits als ziemlich lächerlich dastehen lassen musste. Aber ganz so ist es dann doch nicht gekommen, denn dazu war die Band einfach zu gut; sie hatte nämlich neben einem begabten Rhythmusgitarristen und einem sehr soliden Basser mit Pick Withers einen ganz außerordentlichen Drummer, der den Sound der Band entscheidend zu prägen imstande war – und zwar ganz klar zu ihrem Vorteil.
So bleibt von Communiqué insgesamt ein durchaus positiver Eindruck, schon weil es mit einem angenehm düsteren „Follow Me Home“ endet: ein bisschen tropischer Sonnenuntergang, ein bisschen Gewitterwolke, ein bisschen Londoner Regentag. Ein solches Album verdient in jeder Hinsicht eine wohlwollende Behandlung.
Tracklist:
1 Once Upon a Time in the West 5:18
2 News 4:16
3 Where Do You Think You’re Going? 3:48
4 Communiqué 5:45
5 Lady Writer 3:42
6 Angel of Mercy 4:32
7 Portobello Belle 4:27
8 Single-Handed Sailor 4:45
9 Follow Me Home 4:25***1/2
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"Edle, freie Unbefangenheit bei Allem. ... Alle übrigen Vollkommenheiten sind der Schmuck unsrer Natur; sie aber ist der der Vollkommenheiten selbst. ... Sie ist mehr als Leichtigkeit, sie geht bis zur Kühnheit: sie setzt Ungezwungenheit voraus und fügt Vollkommenheit hinzu. Ohne sie ist alle Schönheit todt, alle Grazie ungeschickt: sie ist überschwenglich, geht über Tapferkeit, über Klugheit, über Vorsicht, ja über Majestät." (Baltasar Gracián) =>mehr<=sparchWenn ich mich recht erinnere, mag Hollis selbst das Album nicht so sehr. Ich selbst kenne es auch nicht.
Das klingt schlüssig. Was er einige Jahre später gemacht, war so ziemlich das genaue Gegenteil.
Allerdings leidet es schon auch sehr unter der lieblosen Produktion. „It´s My Life“ hat die stärkeren Songs, klingt aber vor allem auch viel besser.--
Ab sofort stelle ich im ctte-Thread meine Top 25 Jahresalben für 2024 vor. Beginnend bei Platz 25 kommen jeden Tag so zwei bis drei Titel dazu. Jeder ist eingeladen sich auch aktiv zu beteiligen.Hal CrovesImmaculate Fools – Dumb Poet (1987)
Es gibt Platten, für deren schiere Existenz man dankbar sein muss. …..
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Wegen dieser tollen Huldigung erinnerte ich mich diese LP mal einsortiert zu haben. Gestern wiedergehört. Wirklich ein feines Hörerlebnis.
Thx für die Anregung!
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http://www.radiostonefm.de/ Wenn es um Menschenleben geht, ist es zweitrangig, dass der Dax einbricht und das Bruttoinlandsprodukt schrumpft.Hal CrovesImmaculate Fools – Dumb Poet (1987)
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WOW, vielleicht sollte ich es auch noch mal hören. Es kam für mich eigentlich nie annähernd an das tolle „Another Man’s World“ ran. Ich werde es mal wieder raussuchen.
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"Man kann nicht verhindern, dass man verletzt wird, aber man kann mitbestimmen von wem. Was berührt, das bleibt!McGeadyKenne nur die Alben ab It’s My Life. Ist denn das Debüt so schlimm? Meint verhasst die Sichtweise von Hollis? Hat er sich mal entsprechend geäußert?
Was heißt schlimm, schlimm ist es nicht. Es ist aber wirklich der komplette Gegensatz zu dem, was die Band später ausmachen sollte, und was man auch ab dem zweiten Album schon deutlich hört. Es ist halt typisch Früh-80er Synthie-Pop, hat aber mit „Talk Talk“ oder „Another Word“ durchaus kleine Hits drauf (warum fehlt da eigentlich „My Foolish Friend“?). Es wäre ohne Hollis‘ Stimme aber sicher nicht als ein Album von Talk Talk zu identifizieren.
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"Man kann nicht verhindern, dass man verletzt wird, aber man kann mitbestimmen von wem. Was berührt, das bleibt!TheMagneticFieldWOW, vielleicht sollte ich es auch noch mal hören. Es kam für mich eigentlich nie annähernd an das tolle „Another Man’s World“ ran. Ich werde es mal wieder raussuchen.
Die wirklich guten Alben der Band kamen doch nach „Dumb poet“ und „Another man’s world“.
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there's room at the top they are telling you still but first you must learn how to smile as you killpipe-bowlDie wirklich guten Alben der Band kamen doch nach „Dumb poet“ und „Another man’s world“.
Findest Du? Ich habe noch „Toy Shop“ von 92, und da waren mir einige Songs zu ausgewalzt und damit länglich.
Ende der 80er dazu verloren die Fools auch ihren Vertrag bei A&M und kamen als Direktsigning zur spanischen Columbia, wenn ich es recht in Erinnerung habe, weil die Band dort im Verhältnis recht erfolgreich war.
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„Weniger, aber besser.“ D. RamsBei mir liegen sowohl „Toy shop“ als auch „Woodhouse“ aus 1995 und ihr finales Album „Kiss and punch“ von 1996 vor den beiden genannten Frühwerken.
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there's room at the top they are telling you still but first you must learn how to smile as you kill
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 0
TheMagneticFieldWas heißt schlimm, schlimm ist es nicht. Es ist aber wirklich der komplette Gegensatz zu dem, was die Band später ausmachen sollte, und was man auch ab dem zweiten Album schon deutlich hört. Es ist halt typisch Früh-80er Synthie-Pop, hat aber mit „Talk Talk“ oder „Another Word“ durchaus kleine Hits drauf (warum fehlt da eigentlich „My Foolish Friend“?). Es wäre ohne Hollis‘ Stimme aber sicher nicht als ein Album von Talk Talk zu identifizieren.
Danke Dir (und auch sparch) für die Ausführungen. Früher oder später werde ich diese Lücke schließen, mir aber erstmal das Live-Album zulegen.
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pipe-bowlBei mir liegen sowohl „Toy shop“ als auch „Woodhouse“ aus 1995 und ihr finales Album „Kiss and punch“ von 1996 vor den beiden genannten Frühwerken.
Und was gefällt Dir an den späten Platten besser?
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„Weniger, aber besser.“ D. RamsSokratesUnd was gefällt Dir an den späten Platten besser?
Du kannst vielleicht Fragen stellen, wo ich das alles doch auch länger nicht mehr gehört habe und mal einfach meine alten Bewertungen bemüht habe. Insgesamt sind die Abweichungen aber auch nicht völlig extrem: „Dumb poet“ und „Another man’s world“ bei ***1/2, die nachfolgenden Alben bei teils knappen ****. Ich sollte vielleicht mal einen Immaculate Fools-Tag einlegen, da bis auf das Debut „Hearts of fortune“ alles hier im Regal steht.
Aus dem Gedächtnis: „Toy shop“ förderte deutlich mehr Härte zu Tage als die beiden Vorgänger ohne dabei die ursprünglichen Qualitäten zu verleugnen, was aus meiner Sicht der Band und dem Album insgesamt guttat. „Woodhouse“ war dann der überraschende und komplette Gegenentwurf dazu. In Spanien komplett akustisch aufgenommene folkig-fröhliche Musik. Schön. Und dann nochmal die Kehrtwende ums Ganze hin zu „Kiss and punch“, das als logischer und noch etwas konsequenterer Nachfolger von „Toy shop“ durchgegangen wäre. Schade, das Kevin Weatherill danach meinte, der Weg der Band sei zu Ende.
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there's room at the top they are telling you still but first you must learn how to smile as you kill -
Schlagwörter: User Reviews
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