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AutorBeiträge
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nail75Oh, übersehen! Ich fand ja Kid A bereits ausreichend sperrig, ich brauchte nicht noch mehr.
„Kid A“ und „Amnesiac“ sind zwei unterschiedliche Alben. Ich hätte beinahe geschrieben „zwei völlig unterschiedliche“, aber ich will ja nicht provozieren. Die Songs beider Alben wurden sozusagen gleichzeitig aufgenommen, also während derselben Aufnahmesessions. Das ist richtig, aber das ist auch schon so ziemlich alles. Ich fand „Kid A“ nie sperrig. Ich fand sie sogar ziemlich eingängig. „Amnesiac“ ist da eher etwas schwieriger – damit muss man sich schon ein wenig beschäftigen, wenn man mitreden will. Beide Alben sind große Klasse. Zu sagen, ich kenne das eine, also brauche ich das andere nicht, ist dagegen großer Quark. Damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich habe kein Problem damit, wenn jemand sagt, ihm gefalle das eine weniger gut als das andere. Wohl aber, wenn immer behauptet wird, das zweite sei nur ein Abklatsch des ersten. Ein Abklatsch entsteht dann, wenn man ein erfolgreiches Album beim nächsten Mal zu kopieren versucht, um den Erfolg zu wiederholen.
Nochmal zur Erinnerung und wie in Stein gemeißelt:
Pablo Honey ***
The Bends ***1/2
OK Computer *****
Kid A *****
Amnesiac *****
Hail To The Thief ****1/2
In Rainbows *****--
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Werbungnail75Das mit Pablo Honey verbuche ich mal unter „unerklärliche Leidenschaften“, denn das Album taugt wirklich nicht viel.
Da widerspreche ich vehement. PH ist das einzige ihrer Alben, auf dem Thom Yorke nicht so sehr jammert. Außerdem sind die Gitarrensongs allesamt knackig!
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Krimis, Thriller und Urban Fantasy - weitere Infos unter www.soeren-prescher.defictionmasterDa widerspreche ich vehement.
Und ich mit!
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Is this my life? Or am I just breathing underwater?Kid A*****
Amnesiac****Kid A, hat diese gewisse Atmosphäre, eine furchteinflößende Aura,… „Everything in it´s right Place“ auf diesem Album, während Amnesiac wirklich gute Songs hat aber nicht so eine Stimmung wie Kid A auf Albumlänge (wie ein roter Faden) transportieren kann. Mit den anderen Alben habe ich mich nicht richtig auseinander gesetzt, habe nie einen Zugang zu diesen erlangt, und werde sie daher auch nicht bewerten (vielleicht klickt es ja irgendwann bei mir auch einmal).
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Rheinbogen“Kid A“ und „Amnesiac“ sind zwei unterschiedliche Alben. Ich hätte beinahe geschrieben „zwei völlig unterschiedliche“, aber ich will ja nicht provozieren. Die Songs beider Alben wurden sozusagen gleichzeitig aufgenommen, also während derselben Aufnahmesessions. Das ist richtig, aber das ist auch schon so ziemlich alles. Ich fand „Kid A“ nie sperrig. Ich fand sie sogar ziemlich eingängig. „Amnesiac“ ist da eher etwas schwieriger – damit muss man sich schon ein wenig beschäftigen, wenn man mitreden will. Beide Alben sind große Klasse. Zu sagen, ich kenne das eine, also brauche ich das andere nicht, ist dagegen großer Quark. Damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich habe kein Problem damit, wenn jemand sagt, ihm gefalle das eine weniger gut als das andere. Wohl aber, wenn immer behauptet wird, das zweite sei nur ein Abklatsch des ersten. Ein Abklatsch entsteht dann, wenn man ein erfolgreiches Album beim nächsten Mal zu kopieren versucht, um den Erfolg zu wiederholen.
Amnesiac ist eine Sammlung von Kid A-Outtakes und insofern ein Abklatsch, eine verblasste Kopie des Originals. Im Gegensatz zu Kid A besitzt Amnesiac keinen Flow, es funktioniert einfach nicht als Album. Pyramid Song, Knives Out und Life In A Glasshouse sind fantastisch, daneben gibt es halbgare Experimente (Pulk/Pull Revolving Doors, Hunting Bears) und typische Outtakes, die wie Kid A klingen, nur schlechter (Dollars And Cents, You And Whose Army). Mehr als ***1/2 kann ich dafür nicht vergeben. Ob man das braucht, muss jeder selbst entscheiden. Ich brauche es, weil einige Lieder toll sind.
Meine Besternung der Radiohead-Alben:
Pablo Honey **1/2
The Bends ****1/2 (2.)
OK Computer *****
Kid A ****
Amnesiac ***1/2
Hail To The Thief ***1/2
In Rainbows ****1/2 (3.)--
Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum..
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nail75Amnesiac ist eine Sammlung von Kid A-Outtakes und insofern ein Abklatsch, eine verblasste Kopie des Originals.
Woher willst du wissen, dass es „Outtakes“ sind? Ob man ihm nun glaubt oder nicht, Thom Yorke jedenfalls erklärt das ganz anders. Man hätte ja auch ein Doppelalbum daraus machen können (wobei z.B. „Life In A Glasshouse“ einen anderen Entstehungszeitpunkt hat), aber Yorke zufolge macht die Aufteilung Sinn.
nail75Im Gegensatz zu Kid A besitzt Amnesiac keinen Flow, es funktioniert einfach nicht als Album.
Ein stark strapaziertes Argument, das ich überhaupt nicht teile,. Das Album hört sich am Stück ganz und gar hervorragend an. Sicher ist „Kid A“ schon fast eine Art Konzeptalbum. Da hätten aber eine ganze Menge Stücke von „Amnesiac“ auch hineingepasst. Ich vermute ja viel eher, dass man das Material deshalb aufgeteilt hat, weil man damit zwei Veröffentlichungszeitpunkte hatte. Marketingtechnisch war das vielleicht klug, aber ein Doppelalbum hätte uns die ganzen Diskussionen erspart
nail75Pyramid Song, Knives Out und Life In A Glasshouse sind fantastisch, daneben gibt es halbgare Experimente (Pulk/Pull Revolving Doors, Hunting Bears) und typische Outtakes, die wie Kid A klingen, nur schlechter (Dollars And Cents, You And Whose Army).
Entschuldigung, aber das ist nun wirklich sehr willkürlich. Warum „Knives Out“ fantastisch sein soll, „Dollars And Cents“ aber eine schlechte Kopie von was auch immer, ist doch gänzlich unschlüssig. „You And Whose Army“ ist anders als irgendwas auf „Kid A“, und das trifft auch auf „Packt Like Sardines“ oder „Like Spinning Plates“ zu, und so könnte man immer weiter machen. Radiohead haben in dieser Zeit ein ganzes Sammelsurium genialer Songstrukturen eingespielt und daraus, warum auch immer, zwei Alben gemacht, die beide völlig unverzichtbar sind, es sei denn (und das ist ja nicht zu beanstanden) man mag diese Art von Musik nicht.
nail75Mehr als ***1/2 kann ich dafür nicht vergeben. Ob man das braucht, muss jeder selbst entscheiden. Ich brauche es, weil einige Lieder toll sind.
Meine Besternung der Radiohead-Alben:
Pablo Honey **1/2
The Bends ****1/2 (2.)
OK Computer *****
Kid A ****
Amnesiac ***1/2
Hail To The Thief ***1/2
In Rainbows ****1/2 (3.)Ok, ich denke, da liegt der Hase im Pfeffer. Wenn man für „The Bends“ mehr gibt als für „Kid A“, liegen die Präferenzen offenbar anderswo als bei mir. Dann ist es nachvollziehbar, wenn „Amnesiac“ sogar noch weiter abfällt, während es bei mir manchmal sogar höher im Kurs steht (je nach Laune). „The Bends“ ist für mich eine nette Platte mit ein paar ziemlich guten Nummern und einigen eher, hmm, nicht unbedingt belanglosen, aber doch auch nicht wirklich bemerkenswerten. „High And Dry“, „Fake Plastic Trees“…. na ja, mit dieser Art Musik haben sie mich jedenfalls nicht überzeugt. Aber bitte: Jedem das Seine!
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Shut up, I'm thinking...Es macht mich stutzig, dass die Größe von „Kid A“ in Fragen Ästhetik und Zeitlosigkeit hier noch so ungenügend geklärt und ausdefiniert zu sein scheint.
Wenn dieses Album nicht die zeitgemäße und sehr moderne Antwort auf z.B. „Dark side of the moon“ ist, was ist es dann?
Natürlich wurden gnadenlos Grenzen überschritten. Klar, dass man den künstlerischen Rundumschlag begangen hat. Aber nach alledem, was die menschlichen Hörgewohnheiten inzwischen so heimgesucht bis verseucht hat (ich höre lieber 50x hintereinander Kid A als einmal 5 Minuten Formatradio – aber das mag ein jeder halten wie er mag…) kann das doch nicht die Grenze an Erträglichkeit neu definiert haben…Wollte jemand nochmal dasselbe Album, das er eh schon zuhause hat, nur mit nem netten neuen Cover vom Coldplay Designerteam?! KO Computer?
Wer sich auf Radiohead einläßt, der kauft nicht einfach eine CD. Er wird Teil einer gewissen Geisteshaltung, und das war von Beginn an der Fall; auch wenn es noch nicht vollständig ausformuliert war.
Wenn man sowohl die grobe Tendenz in sich verspürt, allzu wertend mit dem Werk der Gruppe umzugehen, als auch das Gesamte auseinanderklamüsern zu wollen, dann hat man, meines Erachtens, nicht ganz erfasst, worum es bei der ganzen Sache überhaupt geht.Sicher geht es hier um Sterne, um Transparenz und Hilfestellung. Sicher darf neben dem „Götterkult“ auch noch ein bißchen subjektives Empfinden vorherrschen. Aber ich gebe nochmals zu bedenken: Diese Gruppe macht nicht „einfach irgendetwas“. Sie wirken vielleicht kryptisch, aber sind „cleverer“ und reflektierter als fast das gesamte Business zusammen.
Die Jungs wissen was sie da tun.Und ich finde es geradezu grotesk, in der heutigen Zeit des Maximal-Crossovers und seines allzu stilvollen Scheiterns an allen Ecken und in jeglicher Form, ausgerechnet Radiohead in einer Disziplin schelten zu wollen, in der sie erfolgreich den Gegenbeweis antreten; sich das Gesäß abarbeiteten um Relevanz zu schaffen. Eine Relevanz, die dann hier von ein paar Gelegenheits-insidern mit den Füßen getreten wird.
Radiohead graben in den verrücktesten Untiefen der Vergangenheit um sinnvolle Brücken zu schlagen. Kein Stil ist ihnen heilig und sie suchen sich nur das Beste vom Besten in Sachen Anreiz. Und sie sind mit ihrer Kreativität völlig im Jetzt. Anstatt hier große Reden zu schwingen sollte man ihnen dafür dankbar sein, dass sie einem nicht auch noch das ewig Wiedergekäute vorsetzen. Aber das scheint einigen Fachleuten hier wohl weder zu genügen als auch in seiner Ganzheit aufzugehen… Ich finde das echt dezent blasphemisch, was ich so dazu lese. Als würden Blinde über Farben diskutieren…
Wir reden hier zwar über Alben, aber wir reden auch von einem Gesamtkunstwerk. Radiohead stellen Bezüge zur gesamten Musikgeschichte her, und ich finde es müßig darüber zu diskutieren, wenn man nur einen Teilaspekt davon kennt und vorallem verinnerlicht hat. Bei aller Liebe zu den gegebenen Diskussionen möchte ich das nur mal erwähnt haben…Diese Band kann einem Alles geben, aber sie verlangt dafür auch ein wenig unvoreingenommene Offenheit und Vertrauen.
Aber es ist natürlich auch wichtig, was jeder Einzelne dazu denkt. Solche Diskusssionen können zuletzt ja nur weiterbringen. Jeden von uns…
…und jetzt ist noch nicht einmal ein Wort zu Amnesiac gesprochen…
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edit
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volle kanne toshey, die (musik-)welt (von radiohead) ist bunt und granatenstark.
für mich war „paranoid android“ der große einstieg in die
musikalische welt von radiohead. die cd’s vorher fand ich zwar ganz nett, aber seelisch und musikalisch getroffen wurde ich mit „ok computer“.
„kid a“ bietet mir mit „everything in it’s right place“ und vor allem mit „idioteque“
das intensivste radiohead-hörerlebnis (wobei ich das duett von thom york mit björk jetzt hier nicht weiter erwähnen will).
fazit: bands wie radiohead, die sich nicht scheuen zu entwickeln, entwickeln
sich manchmal in einer geheimnissvollen art parallel zu meinem musikgeschmack.
das war mit den neubauten so, mit notwist und eben auch mit radiohead.ups, sorry..not case sensitive.
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Toshey…ich höre lieber 50x hintereinander Kid A als einmal 5 Minuten Formatradio…
…Er wird Teil einer gewissen Geisteshaltung…
…“Götterkult“…
…Die Jungs wissen was sie da tun…
…nur das Beste vom Besten in Sachen Anreiz… …Als würden Blinde über Farben diskutieren…
…zur gesamten Musikgeschichte her…
…kann einem Alles geben…Der lustigste Beitrag, den ich in über 4 Jahren hier gelesen habe.
Glückwunsch!--
I will hold the tea bag.PatrikTrollDer lustigste Beitrag, den ich in über 4 Jahren hier gelesen habe.
Glückwunsch!Jeder sogut er kann, nicht wahr?
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Pablo Honey **½
The Bends ***½
OK Computer ***½
Kid A ***
Amnesiac **½
Hail To The Thief **½
In Rainbows ***½--
The Bends ***½
OK Computer ***½
Kid A ***
In Rainbows ***--
Pablo Honey ***1/2 (3)
The bends **** (2)
Ok computer ****1/2
Kid A *** (5)
Amnesiac ** (6)
In rainbows ***1/2 (4)--
Jetzt schon 62 Jahre Rock 'n' Roll -
Schlagwörter: Radiohead
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