pop français des années 60

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  • #9025  | PERMALINK

    otis
    Moderator

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 22,560

    keine sorge, das wird nichts schwieriges. die franzosen hatten in den 60s eben auch gute musik und die deutschen auch (leider interessierts zu wenige hier)
    aber die gallier sollen jetzt nen thread bekommen, weil ich auf tipp von freund doug mir die beiden atomic café sampler geholt habe, welche überaus formidabel zu werden scheinen.

    ich war eigentlich nur auf der suche nach dem bardotschen gainsbourg-stück harley davidson (dachte ich hätte sie noch auf single!!! :-o )

    freunde der 60s sollten daran nicht vorbeigehen. in den selbigen haben wir damal schon noch ein bisschen mehr gehört als nur beatles und stones und who und small faces. ich stand damals z.b. (das weiß der viellesende forumianer :D ) wie heute wieder auch auf francoise hardy. dann noch auf michel polnareff. auf einiges von der vartan, dem halliday, tja, auch der france gall (poupee de cire poupee…) …

    tuts euch mal an, zumindest die atomic no1- vielleicht kommt man dann auf den geschmack.

    gainsbourghs melodie nelson haben ja wohl alle mittlerweile geordert. (hat jetzt lieferzeit! oder wart ihr das nicht?)

    --

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    #1197969  | PERMALINK

    dougsahm
    Moderator

    Registriert seit: 26.08.2002

    Beiträge: 17,853

    … das muss von den mir bekannten Sachen dann aber auch noch im unmittelbaren Zusammenhang genannt werden:

    Ich hoffe, dass niemand vergleichbare Kompis aus Italien oder Spanien findet. :lol: Sonst wirds teuer.

    Aus Österreich solls ja eine kleine Reihe geben, die aber stärker Richtung Jazz geht: The Big Lulu, Vol. 1 bis 3 glaube ich.

    Ich würde als CDR gerne Österreich gegen Frankreich tauschen ..

    --

    #1197971  | PERMALINK

    otis
    Moderator

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 22,560

    echt tolle resonanz hier!!

    nachdem ich bei der guten francoise hardy mittlerweile bis auf 2 oder 3 7″s komplett bin, zumindest was die vogue sachen anbelangt, giere ich derzeit nach den kleinen scheiben der sylvie vartan. wieder wunderschöne cover. (erfreuen ein altes männerherz!!) wieder ein unendlcih scheinendes sammelgebiet.
    leider gibt es kaum scans im netz, dann wüsstest ihr, was ich meine. die musik ist größtenteils außerdem vom allerfeinsten. ein bisschen weniger chanson als bei der hardy, etwas mehr beat!

    --

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    #1197973  | PERMALINK

    dr-nihil

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 15,357

    die franzosen hatten in den 60s eben auch gute musik und die deutschen auch (leider interessierts zu wenige hier)

    Doch mich interessierts, hab aber keine Ahnung davon!
    Vor allem würde mich auch die „gute Musik“ in den 60ern in Deutschland interessieren. Wenn du dazu auch ein Thread aufmachen könntest…(dann könnte ich zwar auch nix dazu sagen, aber wäre erfreut und vielleicht irgendwann ein bisschen wissender…), würde mich freuen!

    --

    #1197975  | PERMALINK

    aimee
    Moderator

    Registriert seit: 12.07.2002

    Beiträge: 6,563

    Ich kenne auch zuwenig, um was dazu sagen zu können.

    (und auf Klugscheißereien bezüglich des Threadtitels kannst Du vermutlich verzichten, otis? ;-)

    --

    #1197977  | PERMALINK

    dr-nihil

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 15,357


    (und auf Klugscheißereien bezüglich des Threadtitels kannst Du vermutlich verzichten, otis? ;-)

    Genau! Denn nämlich spanisch verstehen hier die wenigsten! :D

    --

    #1197979  | PERMALINK

    otis
    Moderator

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 22,560


    (und auf Klugscheißereien bezüglich des Threadtitels kannst Du vermutlich verzichten, otis? ;-)

    sowas ist ja eigentlich noch gemeiner als direkte korrektur, aimee. :D aber schon korrigiert. oder gibts noch mehr? selbst als nur althumanistisch geprägter mensch glaube ich den fehler gefunden zu haben. das schwänzchen gibts nicht bei mir! :D
    (btw: gruß aus saarbrücken!)

    ja, nihil, wir werden uns mal der 60s insgesamt annehmen. aber es sind nur wenige hier, die sich wirklich in der ganzen bandbreite interessieren.

    muss mir bessere threadtitel einfallen lassen, damit sie auch nach monaten wieder auffindbar sind.

    --

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    #1197981  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    doch, das ist schon interessant, otis!!

    --

    #1197983  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    doch, das ist schon interessant, otis!!

    mich interessierts auch…. Leider kann ich meine Francoise Hardy CD nicht mehr finden… (aber mein Vater hat noch alte Platten, ich muss mal suchen gehen….)

    --

    #1197985  | PERMALINK

    aimee
    Moderator

    Registriert seit: 12.07.2002

    Beiträge: 6,563

    Sorry Otis, wollte nicht gemein sein. :-) Hätte ja sein können, dass es Dir egal ist.

    ..aber schon korrigiert. oder gibts noch mehr? selbst als nur althumanistisch geprägter mensch glaube ich den fehler gefunden zu haben. das schwänzchen gibts nicht bei mir! :D

    Windows-Zubehör-Systemprogramme-Zeichentabelle. (So viel Zeit muss sein, finde ich.) ;-)

    Naja, und „music“ ist auch nicht französisch, sondern englisch. Aber „Pop musique“ wäre grammatikalisch falsch, müsste dann „Musique pop“ lauten. Oder einfach „Pop français des années 60“, das wäre die eleganteste Lösung.

    (btw: gruß aus saarbrücken!)

    ..danke! Müsste ich auch mal wieder hin..

    --

    #1197987  | PERMALINK

    dougsahm
    Moderator

    Registriert seit: 26.08.2002

    Beiträge: 17,853

    Auch 40 Jahre später gibt es einen zeitnahen Sampler im gleichen Geiste. Habe ich seit heute

    Aber die 60er waren schon packender, weil rhythmischer und beatiger und exzentrischer.

    Bei Le Pop geht manches stärker Richtung Chanson – aber nur Richtung.
    Gut ist er allemal.

    --

    #1197989  | PERMALINK

    loplop

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 1,949

    Wunderschöne Hits hat Jaques Dutronc produziert, wie Les Playboys und Paris S’Eveille-und vor allem witzige, wie Les Cactus und Et Moi, et moi-kann jedem eine Compilation empfehlen. Bin aber nicht ganz sicher, ob sie aus den 60ern oder 70ern kommen. Gainsbourg-schade, daß er nicht singen konnte, seine Reggea Album mag ich besonders, da spielen auch Mitglieder von Bob Marleys Band mit (sogar die I-Threes, wenn ich mich nicht irre). Die Melody ist auch schön, höre sie aber nicht oft. Aus den 60ern kenne ich nur noch Brel, der ist aber wohl nicht Pop.

    --

    #1197991  | PERMALINK

    dominick-birdsey
    Birdcore

    Registriert seit: 23.12.2002

    Beiträge: 14,847

    Auch wenn ich ihn noch nicht gehört habe! Aber weil dougsahm bereits den ersten Sampler oben gepostet hat, soll der zweite nicht unerwähnt bleiben.

    --

    #1197993  | PERMALINK

    dougsahm
    Moderator

    Registriert seit: 26.08.2002

    Beiträge: 17,853

    Das gesamte Werk von Stereo Total atmet diesen Geist mit ihrer wunderbaren französischen Frontfrau Francoise Cactus. Ist zwar aus der jetztzeit und dann auch noch aus Berlin.

    Gesang abwechselnd deutsch, französisch, englisch. Aber immer charmant.

    Ja das muss hier rein. Habs den Zusammenhang wochenlang übersehen. Wichtig.

    --

    #1197995  | PERMALINK

    dougsahm
    Moderator

    Registriert seit: 26.08.2002

    Beiträge: 17,853

    So, nun habe ich nochmal die „Werbeschrift“ ihrer Agentur rausgesucht. Sind schöne und korrekte Vergleiche drin.

    Innerhalb von sechs Jahren, fünf Alben und dreiundsechzig Stücken (die fünfzehn Stücke von
    „Musique automatique“ mitgerechnet) hat das Berliner Duo STEREO TOTAL ein buntes und
    reizvolles Universum kreiert. Zwischen essentiellem Punkrock und hypem easy listening stets
    oszillierend, glänzen die Stücke sehr kurz (meistens nicht länger als drei Minuten), mit der
    Intensität einer plötzlichen Blendung. Am Anfang dieses sich immer ausdehnenden musikalischen
    Universums (freuen wir uns!): eine Frau, ein Mann und eine unerschöpfliche, sprudelnde Fantasie.
    Françoise Cactus, unter dem Namen Van Hove im Burgund geboren und Wahlberlinerin seit so
    etwas wie einer Generation, Schriftstellerin, lokale Diva, die – unter anderem – als Schlagzeugerin
    und Sängerin der Lolitas schon in den achtziger Jahren auftrat, sowie Brezel Göring, ein
    unerklärlicher Mix zwischen hyperspeedem „Grand Duduche“ und elegantem, diskretem Crooner
    mit sanfter Stimme und lebhaftem Rhythmus, und der, über seinem Synthesizer gebeugt, glücklich
    wie ein kleiner Junge, an den halluzinierten Erfinder Géo Trouvetout erinnert.
    Um STEREO TOTALs junge Geschichte zusammenzufassen, die mit der Single „allo j’écoute“
    ihren Anfang nahm, zählen wir auf, was ihre musikalische Kunst charakterisiert: eine
    minimalistische Produktion, im positiven Sinne, das heißt ein home-made-trash-Garagensound,
    gekreuzt mit Underground, sowohl glaubwürdig als dilettantisch, ironisch als wirksam, pop als …
    politisch. Eine unermüdliche schöpferische Energie, als ob es nie genug wäre, „Ach! Aber Sie
    haben dieses noch nicht gehört!“, und schwupp! es geht wieder los, kaum hatte man die Zeit
    aufzuatmen. Ein genialer Sinn fürs Komponieren sowie fürs Covern, aus welcher Quelle auch
    immer, verbunden mit einer übermäßigen Liebe zum französischen Chanson (mit einem Faible,
    einer offensichtlichen Verehrung für den Meister Gainsbourg). Das Geheimnis von Wörtern, aus
    der französisch-deutschen / männlich-weiblichen Zweisprachigkeit entstanden, in denen sich
    wonnig Akzente vermischen – immer exotischer bei jeder neuen Schallplatte (japanisch, türkisch,
    spanisch, englisch …). Und schließlich eine zugespitzte und überraschende Sensibilität für
    elektronische Effekte, ein aufregender Beat, ein Geschenk der Popmusik und ihre immerwährenden
    Geschichten: Zwischen „Dactylo rock“ und „Get down tonight“ (1995), „Supergirl“ und
    „Grand prix Eurovision“ (1997), „Touche-moi“ und „Party anticonformiste“ (1998), „Die Krise“ und
    „Milky Boy bourgeois“ (1999), um nur einige Titel aus der Vergangenheit zu zitieren.
    Mit ihrem neuen Album „Musique automatique“ ändern STEREO TOTAL nichts an ihren guten
    Gewohnheiten, und es ist sehr gut so. Wer erst auf den Geschmack gekommen ist, will sofort
    wieder davon. (Dass es sich hier um die Beichte eines Fans handelt, werden Sie, lieber Leser,
    schon gemerkt haben.) Die unerwartete Vereinigung zweier Traditionen – des französischen
    Chanson und der deutschen Elektronik (nicht nur Kraftwerk, sondern auch die neue deutsche
    Welle der achtziger Jahre und das Ausströmen des electrogroove, der in zahlreichen Berliner
    Klubs in den zehn letzten Jahren aufblühte – von Le Hammond Inferno bis Chili Gonzales) macht
    sich wieder einmal großartig, bezaubert und sollte Frankreichs Ohren betören, während die Platte
    von den Fans ungeduldig erwartet wird, ob in Japan, USA, Finnland oder auch anderswo, überall
    also, wo STEREO TOTAL auf der Bühne Furore machten.
    Eher an Nico als an Dion, an Birkin als an Paradis, an Ringier als an Gall erinnernd ist Françoise
    Cactus‘ Stimme sowohl Lolita-artig (bei „adieu adieu“) und verzaubernd („l’amour à 3“) als
    angenehm rau und … rebellisch (bei „für immer 16“). Und wenn ihre reizende französische
    Aussprache der deutschen Texte beim deutschen Publikum geliebt wird, macht ihre französische
    Sammlung von poetischen oder spielerischen, pathetischen oder frechen, anarchistischen oder
    leichten Texten aus ihr die unbekannteste Komponistin und Sängerin des französischen
    Chanson, und es wäre höchste Zeit, sie zu entdecken. So zerbrechlich wie unwiderstehlich vor
    ihrem winzigen Schlagzeug auf der Bühne hämmert sie die Stücke aneinander in einem
    verteufelten Rhythmus, innerhalb einiger Sekunden von einer romantischen Ballade (Nein! hör
    nicht zu, es ist ein trauriges Lied!) zu einem reinen, einfachen Rock, der mehr als eine(n) hüpfen
    lässt, übergehend – mit Brezel Göring an ihrer Seite, der als unermüdlicher Komplize und perfekter
    Entertainer Gas gibt, die Finger auf den Knöpfen seiner Maschine oder auf den Saiten seiner
    rechteckigen Gitarre.
    Wagen wir also eine passende sprachliche Neubildung und erkennen wir mit einem Schauder von
    seltsamem Glück, dass das, was STEREO TOTAL spielt, wahre Aduleszenz-Musik ist. (von aduler:
    vergöttern und adolescence: Adoleszenz, Jugendalter). „Musique automatique“, unruhig in ihren
    gebastelten Ursprüngen, erotisch durch ihre „chansons d’a“, als sie „adieu adieu“ flüstert,
    oberirdisch durch die Anmut des Roboters „Ypsilon“, brennend, um auf „ma radio“ gesendet zu
    werden, bevor sie „liebe zu dritt“ macht („es ist kommunistisch“, so wie es die Single sagt, und
    also viel besser als kommerziell). Sowieso, während sie über die Unmöglichkeit singen, etwas
    anderes als „kleptomane“ zu sein, haben STEREO TOTAL keine Angst, „le diable“ am Schwanz
    zu packen (in einer Coverversion von B.B., die Robbie Williams vor Neid erblassen lassen würde.)
    Perfekt für einen sommerlichen Ausflug auf der „nationale 7“ (mit einem Gruß beim Vorbeifahren
    an die Hardcore-Version der Honeymoon Killers), oder für eine Runde auf der Tanzpiste („wir
    tanzen im 4-eck“ (nach einem Werk der Tödlichen Doris – einem Trio aus Star-Performern, das u.a.
    auf der Documenta 1987 spielte) sind die Melodien und Texte von STEREO TOTAL so, dass sie
    zwischen Frühlingsputz und Chill-out eines Nightclubbers, dem Croissant von gestern und der
    tristen U-Bahn gute Laune versprühen. (Und auch das: Sie lieben Reime!)

    --

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