Musik im Wandel der Zeit: Wie Musik sich verändert

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  • #10678475  | PERMALINK

    pheebee
    den ganzen Tag unter Wasser und Spaß dabei

    Registriert seit: 20.09.2011

    Beiträge: 14,916

    choosefruitBei mir ist es umgekehrt… Dank Spotify entdecke ich so viel Hörenswertes, wie schon lange nicht mehr. Natürlich besteht die Gefahr zur Beliebigkeit, da das Angebot nahezu grenzenlos ist, doch mit einer vernünftigen Herangehensweise, leidet der Wert der Musik nicht.

    So sehe ich das auch. Ich als Nutzer habe es ja selbst in der Hand, wie viel und was ich mir näher anhöre und dann ggfls. auch auf Tonträger ins Haus hole.

    bullitt

    pheebeeGrenzenlose Individualität als gefühlte Beliebigkeit? …Die da gebotene Individualität inspiriert mich ziemlich. Das ist fast schon so gefährlich wie Youtube, wo eher Gefahr droht sich zu verzetteln, wenn man von einem Videoclip zum nächsten zappt und irgendwann vielleicht seine eigene Klickgeschwindigkeit nicht mehr kontrollieren kann.

    Genau, das führt aber doch zwangsläufig dazu, dass man sich mit sehr viel mehr Musik sehr viel weniger intensiv auseinandersetzt.

    Auch wenn diese Möglichkeit natürlich besteht, sehe ich eine zwangsläufige Entwicklung da aber wirklich nicht.
    So pauschal kann ich deiner Schlussfolgerung nicht folgen. S.o.

    --

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    #10678481  | PERMALINK

    reimarius

    Registriert seit: 11.03.2006

    Beiträge: 5,420

    Durch das große Angebot an Musik u.a. über Spotify kann ich aus Menge an Alben, mir die heraussuchen, die mir wichtig sind und diese dann auch entsprechend oft hören. Ich gehe immer noch davon aus, dass es kein Wettrennen geben wird, wer die meiste Musik hört. Der Weinliebhaber kippt doch auch nicht seinen edlen Tropfen in einem Zug runter. – Tolle Platten werde ich in begrenzter Zahl als CD oder LP später erwerben.

    --

    http://www.laut.fm/freakquency Radio Freakquency spielt Rockmusik nicht nur der 60-70er auch Alternative, Americana, Roots-, Blues-, Progressive- und Psychedelic Rock bis HEUTE. 47 Jahre Sammler- und DJ Leidenschaft bestimmen das Programm (über 7500 Musikstücke). Happy listening.
    #10686177  | PERMALINK

    pfingstluemmel
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    Registriert seit: 14.09.2018

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    Mit 823 verkauften Downloads an die Spitze der Charts

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    #10686339  | PERMALINK

    sokrates
    Bound By Beauty

    Registriert seit: 18.01.2003

    Beiträge: 14,910

    pfingstluemmelMit 823 verkauften Downloads an die Spitze der Charts

    Aber dafür 83 Millionen Streams, wenn Du noch einen Satz weiterliest. Falsche Eindrücke zu erwecken sollten wir Relotius überlassen.

    --

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    #10686367  | PERMALINK

    dustcrawling
    braucht kein hashtag

    Registriert seit: 15.03.2013

    Beiträge: 156

    sokrates

    Aber dafür 83 Millionen Streams, wenn Du noch einen Satz weiterliest…

    Was wäre das in Dollar oder Euro, wenn ich mal fragen darf?

    zuletzt geändert von dustcrawling

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    #10687125  | PERMALINK

    choosefruit
    RWACK'N'RWALL

    Registriert seit: 23.05.2015

    Beiträge: 5,674

    Dennoch zeigt der Link eklatant die Entwicklung der Hörgewohnheit. Und dann stellt sich mir die Frage, ob Musik oder Kunst allgemein dadurch entwertet wird, wenn der Besitz keine Rolle mehr spielt?

    --

    #10687133  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    für Kunst allgemein trifft das sicher zu, diese ganzen entwerteten Einzelstücke, bei denen es nur um Besitz geht…

    --

    #10687181  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
    -

    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 67,804

    choosefruitUnd dann stellt sich mir die Frage, ob Musik oder Kunst allgemein dadurch entwertet wird, wenn der Besitz keine Rolle mehr spielt?

    War Musik allgemein wertlos, als sie noch nicht in Form von physischen Tonträgern reproduziert und besessen werden konnte?

    --

    #10687193  | PERMALINK

    rockart

    Registriert seit: 01.04.2013

    Beiträge: 4,049

    herr-rossi

    choosefruitUnd dann stellt sich mir die Frage, ob Musik oder Kunst allgemein dadurch entwertet wird, wenn der Besitz keine Rolle mehr spielt?

    War Musik allgemein wertlos, als sie noch nicht in Form von physischen Tonträgern reproduziert und besessen werden konnte?

    Eher sogar das Gegenteil vermutlich.

    --

    Das Wachstum des Universums kann man sich vorstellen wie einen Hefeteig mit Rosinen, der sich ausdehnt. Der Abstand aller Rosinen im Teig wächst, und zwar umso schneller, je weiter die Rosinen voneinander entfernt sind. So verhält es sich auch mit den Galaxien im Weltall - je größer ihr Abstand, desto schneller entfernen sie sich voneinander.
    #10687201  | PERMALINK

    bullitt

    Registriert seit: 06.01.2003

    Beiträge: 19,228

    herr-rossi

    choosefruitUnd dann stellt sich mir die Frage, ob Musik oder Kunst allgemein dadurch entwertet wird, wenn der Besitz keine Rolle mehr spielt?

    War Musik allgemein wertlos, als sie noch nicht in Form von physischen Tonträgern reproduziert und besessen werden konnte?

    Zumindest wurde Musik und deren Schöpfer erst ab da in besonderem Maße überhöht. Mit der Entkopplung von Tonträgern wurde diesbezüglich wieder der Rückwärtsgang eingelegt.

    --

    #10687213  | PERMALINK

    pheebee
    den ganzen Tag unter Wasser und Spaß dabei

    Registriert seit: 20.09.2011

    Beiträge: 14,916

    bullitt

    herr-rossi

    choosefruitUnd dann stellt sich mir die Frage, ob Musik oder Kunst allgemein dadurch entwertet wird, wenn der Besitz keine Rolle mehr spielt?

    War Musik allgemein wertlos, als sie noch nicht in Form von physischen Tonträgern reproduziert und besessen werden konnte?

    Zumindest wurde Musik und deren Schöpfer erst ab da in besonderem Maße überhöht. Mit der Entkopplung von Tonträgern wurde diesbezüglich wieder der Rückwärtsgang eingelegt.

    Ich sehe da einen wesentlichen Unterschied.
    Eine Mozartaufführung im 18. Jhdt war einmalig und ortsgebunden, man musste dort sein wo es stattfand. Welchen evtl. höheren Wert die Nichtreproduzierbarkeit hatte, kann man wahrscheinlich nicht einschätzen. Eine heutige Wiedergabe ohne Tonträger ist genau so reproduzierbar wie ein Tonträger, nur eben ohne Plastik in der Hand und evtl. begrenzt, so lange, bis mglw. auch ein Steam mal abgeschaltet wird.

    --

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    #10687219  | PERMALINK

    go1
    Gang of One

    Registriert seit: 03.11.2004

    Beiträge: 4,127

    pheebee

    bullitt

    herr-rossi

    choosefruitUnd dann stellt sich mir die Frage, ob Musik oder Kunst allgemein dadurch entwertet wird, wenn der Besitz keine Rolle mehr spielt?

    War Musik allgemein wertlos, als sie noch nicht in Form von physischen Tonträgern reproduziert und besessen werden konnte?

    Zumindest wurde Musik und deren Schöpfer erst ab da in besonderem Maße überhöht. Mit der Entkopplung von Tonträgern wurde diesbezüglich wieder der Rückwärtsgang eingelegt.

    Ich sehe da einen wesentlichen Unterschied.
    Eine Mozartaufführung im 18. Jhdt war einmalig und ortsgebunden, man musste dort sein wo es stattfand. Welchen evtl. höheren Wert die Nichtreproduzierbarkeit hatte, kann man wahrscheinlich nicht einschätzen. Eine heutige Wiedergabe ohne Tonträger ist genau so reproduzierbar wie ein Tonträger, nur eben ohne Plastik in der Hand und evtl. begrenzt, so lange, bis mglw. auch ein Stream mal abgeschaltet wird.

    Ja. Es ist auch nicht so, dass die „Überhöhung“ mit der Reproduzierbarkeit gekommen wäre. Der Geniekult kam im 18. Jahrhundert auf, mit dem Aufstieg des Bürgertums, und der Popstar wurde im 19. Jahrhundert erfunden, in Gestalt von Paganini und Liszt, lange vor dem Phonographen. Damals gab es nur die Musik, die man selbst gespielt hat, oder die von jenen Musikern gespielt wurde, die gerade vor Ort waren; heute kann man sich mit einem Fingerschnippen die Wiener Philharmoniker in die eigene Wohnung zaubern, und das immer wieder. Ich weiß nicht, wieso das die Musik entwerten sollte – es sei denn, die technischen Möglichkeiten werden dafür genutzt, alle und jeden andauernd mit Musik zu berieseln. Dann ist aber die Berieselung der Grund für die Entwertung und nicht die Art, wie sie technisch umgesetzt wird, mit oder ohne Tonträger.

    Wobei ich persönlich Tonträger ja mag, mit cover art und lyric sheet und so. Die Alben und Singles, die ich besitze, haben etwas mehr Präsenz in meinem Leben als die Millionen von Aufnahmen, die ich mir theoretisch bei meinem Streaming-Dienst anhören könnte. Das ist aber etwas anderes als die Wertschätzung der Musik, die ich gerade höre.

    --

    To Hell with Poverty
    #10687237  | PERMALINK

    pheebee
    den ganzen Tag unter Wasser und Spaß dabei

    Registriert seit: 20.09.2011

    Beiträge: 14,916

    go1
    Wobei ich persönlich Tonträger ja mag, mit cover art und lyric sheet und so. Die Alben und Singles, die ich besitze, haben etwas mehr Präsenz in meinem Leben als die Millionen von Aufnahmen, die ich mir theoretisch bei meinem Streaming-Dienst anhören könnte. Das ist aber etwas anderes als die Wertschätzung der Musik, die ich gerade höre.

    Das empfinde ich ebenfalls so. Meine Schallplatten und CDs nehmen auch eine andere Bedeutung in meinem Leben ein, weil ihr Erwerb, ihr Teilen mit anderen, ihr wiederholtes Wiederhören mit Erinnerungen verbunden ist und ggfls. mit bestimmten Situationen in Beziehung stehen kann. Bei meinen Kindern nimmt die Rolle z.B. eine Playliste genauso ein, die neben ihren (relativ wenigen) CDs, die sie besitzen aber gleichrangig existieren.

    Allerdings hat just mein jüngstes Kind mich gefragt, ob man evtl. einen Plattennspieler im Zimmer installieren könnte, das kürzlich renoviert und teilw. umgebaut wurde und in den letzten Tagen mit s/w Postern (West Side Story, Elvis u. Dylan) ohne mein Zutun verziert worden ist. Da würde natürlich auch eine vintagemässige kleine Anlage mit Plattenspieler dazu passen. Ich sehe daran, dass auch bei Jugendlichen von heute nicht ausschließlich in Silikon-Dimensionen gedacht wird und Musik nicht grundsätzlich als wertloser Konsumartikel gesehen wird, der anschließend dem Verfall überlassen wird.

    --

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    #10687253  | PERMALINK

    pfingstluemmel
    Darknet Influencer

    Registriert seit: 14.09.2018

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    sokrates

    pfingstluemmelMit 823 verkauften Downloads an die Spitze der Charts

    Aber dafür 83 Millionen Streams, wenn Du noch einen Satz weiterliest. Falsche Eindrücke zu erwecken sollten wir Relotius überlassen.

    Ich hätte vielleicht dazu schreiben sollen, worum es mir geht: Hier wird ja nicht mal mehr von Schallplatten und CDs gesprochen, es sind einzig und alleine digital copies und Streams. Damit dürfte dieses Jahrzehnt das letzte der physischen Tonträger sein. Oder zumindest das letzte, als diese noch irgendeinen Einfluss hatten.

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    #10687255  | PERMALINK

    pfingstluemmel
    Darknet Influencer

    Registriert seit: 14.09.2018

    Beiträge: 645

    pheebeeMeine Schallplatten und CDs nehmen auch eine andere Bedeutung in meinem Leben ein

    Das trifft bei mir ebenfalls zu. Wie andere an einem Fotoalbum oder in ihrem Tagebuch ihr Leben nachvollziehen können, kann ich das anhand meiner Plattensammlung. Ein begehbares Gedächtnis, mit vielen bunten Bildern und zum Anfassen. (Ganz abgesehen von den Klängen…)

    --

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