Mikkos 7" Faves

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  • #3430797  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

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    MikkoWas Du damit sagen willst, verstehe ich ehrlich gesagt nicht, NiteOwl.

    kurz gesagt interessiert es mich eher, wie du die 60er erlebt hast, als wie candy die 60er in den 90ern nachgeholt hat. Da die Single laut otis (und ich stimme da ja zu) ein dem Zeitgeist sehr verbundenes Medium ist…

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    #3430799  | PERMALINK

    mikko
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    Moderator / Juontaja

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    Ja, NiteOwl, das habe ich schon verstanden. Nur, was soll dann dies:

    Alles andere wäre doch mehr ein „Lieblingslieder aus den 60ern, die zufällig auch als Single erschienen sind“-Thread, oder…?

    Mich stört daran vor allem die zufällig auch als Single erschienen sind. Ich glaube, wenn Candy oder ein anderer jüngerer Singles Fan hier Lieblingssingles vorstellen, dann selbstverständlich solche, die er auch als Vinylsingle im Original (oder wenigstens als Replica) besitzt.
    Mich interessiert eine andere, jüngere Sicht auf alte Platten schon auch.

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    Twang-Bang-Wah-Wah-Zoing! - Die nächste Guitars Galore Rundfunk Übertragung ist am Donnerstag, 19. September 2019 von 20-21 Uhr auf der Berliner UKW Frequenz 91,0 Mhz, im Berliner Kabel 92,6 Mhz oder als Livestream über www.alex-berlin.de mit neuen Schallplatten und Konzert Tipps! - Die nächste Guitars Galore Sendung auf radio stone.fm ist am Dienstag, 17. September 2019 von 20 - 21 Uhr mit US Garage & Psychedelic Sounds der Sixties!
    #3430801  | PERMALINK

    weilstein

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    Beiträge: 11,096

    NiteOwlkurz gesagt interessiert es mich eher, wie du die 60er erlebt hast, als wie candy die 60er in den 90ern nachgeholt hat. Da die Single laut otis (und ich stimme da ja zu) ein dem Zeitgeist sehr verbundenes Medium ist…

    Verstehe was Du meinst, sehe ich im Prinzip auch so. Finde es aber ebenso interessant was für eine Wirkung z.B. We Love You auf jemanden hat, der sie zum jetzigen Zeitpunkt das erste Mal hört.

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    #3430803  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    MikkoIch glaube, wenn Candy oder ein anderer jüngerer Singles Fan hier Lieblingssingles vorstellen, dann selbstverständlich solche, die er auch als Vinylsingle im Original (oder wenigstens als Replica) besitzt.

    Ja natürlich, aber wenn Candy jetzt „Strawberry Fields“ vorstellt, dann vermutlich nicht, weil ihn zu 100% die Single erschlagen hat, sondern weil er das für einen tollen Beatles Song hält, von dem er die Single besitzt. Das ist zwangsweise eine etwas andere Herangehensweise, finde ich.

    @weilstein: ja, stimmt natürlich auch, aber…

    (und jetzt ist gut, kleinlich genug für heute gewesen…)

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    #3430805  | PERMALINK

    candycolouredclown
    Moderator

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 19,000

    NiteOwlJa natürlich, aber wenn Candy jetzt „Strawberry Fields“ vorstellt, dann vermutlich nicht, weil ihn zu 100% die Single erschlagen hat, sondern weil er das für einen tollen Beatles Song hält, von dem er die Single besitzt. Das ist zwangsweise eine etwas andere Herangehensweise, finde ich.

    Also ich halte die Doppel A-Seite „Starwberry Fields Forever“/“Penny Lane“ für so ziemlich das Schwächste, was die Beatles hervorgebracht haben.

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    Flow like a harpoon daily and nightly
    #3430807  | PERMALINK

    mikko
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    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

    Beiträge: 34,409

    candycolouredclownAlso ich halte die Doppel A-Seite „Starwberry Fields Forever“/“Penny Lane“ für so ziemlich das Schwächste, was die Beatles hervorgebracht haben.

    Vorsichtig, junger Freund, Du schreibst Dich hier sonst um Kopf und Kragen. ;)

    @NiteOwl
    Deine letzte Bemerkung wirft die Frage auf, wie wir neue Musik kennenlernen und in welchem Format wir die Songs, die wir klasse finden, dann erwerben.
    Ich glaube was das Kennenlernen betrifft hat sich in den letzten 50 Jahren nicht so wahnsinnig viel verändert. Es ist immer noch eine Mischung aus Radiohören, Fachpresse Lesen, in der Disco oder im Konzert Hören und Empfehlungen von Freunden etc.
    Was das Erwerben betrifft, so hat sich das für mich auch nicht grundlegend geändert. Und hier in diesem Thread bzw. Unterforum geht es ja sowieso nur um Vinyl und Singles.

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    #3430809  | PERMALINK

    atom
    Moderator

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    Beiträge: 17,501

    Klasse Mikko, dass du nun auch deinen Singles Thread hast.

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    read it in a book or write it in a letter
    #3430811  | PERMALINK

    mikko
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    Moderator / Juontaja

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    Beiträge: 34,409


    The Rolling Stones – Let’s Spend The Night Together / Ruby Tuesday (Decca, 1967)

    Meine erste Stones Single. Ich muss sagen, mein Interesse an Beatmusik kam sehr plötzlich im Frühjahr 1967. Das hing wohl auch mit dem Beginn der täglichen SF-Beat Sendung im März 67 zusammen. Vorher gab es im Berliner Radio nur die „Schlager der Woche“ im RIAS und so eine ähnliche Sendung beim SFB. Doch das war alles noch recht betulich und sehr durchsetzt mit deutschem Schlager. Die tägliche Stunde SF-Beat war die erste Sendung, die ausschließlich englische und amerikanische Beatmusik spielte. Hin und wieder auch mal ne deutsche Band. Aber Beat musste es schon sein. Ausserdem war die Präsentation mit Jingles, Trailern und auf-die-Intros-Quatschen absolut neu im hiesigen Radio. Die Macher der Sendung – obwohl gewiss selbst keine Jugendlichen mehr und auch nicht unbedingt Beat Fans – wussten ganz gut, wie man Teenager anspricht und sie auch ernst nimmt. Es gab da zwar schon lange die Sender der Besatzungsmächte, AFN und BFBS. Meine erste Fremdsprache war jedoch Latein, und so verstand ich die Sprecher dort kaum und fand sie darum anfangs wenig attraktiv. Das änderte sich erst mählich im Verlauf der Jahre 67 und 68. Diese lange Vorrede soll deutlich machen, warum ich mich plötzlich so sehr für diese Musik interessierte. Davor befand ich mich – auch mangels älterer Geschwister oder Freunde – im Zustand unschuldiger Beatmusik Abstinenz. Lediglich von den Beatles hatte ich mal gehört. Auch von Drafi und Manuela. Aber das ist ein anderes Kapitel. Die Stones waren also absolut neu für mich. Dafür aber um so aufregender! „Let’s Spend The Night Together!” – Dass damit nicht allein ein gemütliches Beisammensein bei Limonade oder Tee gemeint war, ahnte sogar ich, der ich gerade meine ersten Erfahrungen mit „Peter Pim & Billy Ball“ sammelte. Und „Ruby Tuesday“ kam meiner Vorliebe für eher gefühlvolle, melodische Beatsongs sehr entgegen. Diese Stelle am Anfang, wo Mick so ziemlich tief geht mit der Stimme, dazu die fast altmodische Flöte, da überkommt mich noch heute ein wohliger Schauer. Und wenn dann das Schlagzeug einsetzt und das Tempo unmerklich anzieht, prickelt es überall auf meiner Haut. Für mich ist diese Single eine Doppel-A-Seite.


    The Move – I Can Hear The Grass Grow / Wave The Flag And Stop The Train (Deram, 1967)

    Auch im SF-Beat zum ersten Mal gehört. Dieser Song und diese Single haben wesentlich dazu beigetragen, dass ich eine so große Vorliebe für psychedelische Beatmusik, für Freakbeat (wie das erst viel viel später genannt wurde) entwickelt habe. Dieser Bass betonte Rhythmus, die kleinen Breaks und Tempowechsel, die elektrische Gitarre abwechselnd rifflastig wie später im Power Pop oder so kleine freakige Figuren spielend, nicht wirklich Soli. Dazu die Gesangsmelodie, eingängig wie bei einem Kinderlied und fast gleichzeitig leicht entrückt im Zwischenteil, wenn Hall und Echo die Extravaganz des Songs noch verstärken. Diese Single ist ein Juwel der Popmusik! Absolut großartig und fast perfekt. Die Flipside ist ähnlich kinderliedartig strukturiert. Allerdings weniger zwingend eingängig und nicht so unwiderstehlich. Dies war die zweite Single der Move aus Birmingham, die ganz bewusst angetreten waren, um im Popgeschäft Erfolg zu haben. Mit Tolkien, Elfen und Psychedelia als alternativer Lebensform oder gar Bewusstseinserweiterung hatten sie nichts im Sinn. Roy Wood sagte mal in einem Interview, diese Texte habe er im Prinzip schon Jahre zuvor in der Schule geschrieben. Nette kleine relativ sinnfreie Kindergedichte. Nicht zuletzt die von ihrem Manager Tony Secunda angezettelten Aufsehen erregenden Live und TV Auftritte, bei denen Autos, Fernsehgeräte und Anderes zertrümmert wurde, verschafften der Band ständig Schlagzeilen. Darüber sollte man jedoch nicht vergessen, dass The Move eine hervorragende Live Band waren und ihre Platten zu den besseren gehören, die in jener Zeit in England erschienen. Und auf diese folgten noch etliche sehr erfolgreiche Singles, die zum großen Teil noch heute hörenswert sind.


    The Herd – From The Underworld / Sweet William (Hansa, 1967)

    Was habe ich diese Single geliebt! Stundenlang saß ich vor unserem alten Röhrenradio im Wohnzimmer, setzte den Tonarm des „Musikus 105“ von Telefunken mit seinen 8 Pond Auflagegewicht immer wieder in die Startrille der Platte, und lauschte ergriffen. Dann veränderte ich die Geschwindigkeit am Plattenspieler bis runter zu 16 UpM, nur um genau zu hören, was die da sangen. Und auch um zu erkennen, welche Instrumente da involviert sind. Ich wollte den Song, die Aufnahme bis ins kleinste Detail verstehen, nachvollziehen. Dass dies bei 45 UpM erfolgreicher gelingt, merkte ich allerdings schnell. Die Geschichte vom Hades und der ewigen Verbannung in die Unterwelt war mir aus dem Geschichtsunterricht der siebten Klasse geläufig. Diese musikalische Umsetzung durch The Herd gefiel mir aber viel besser als der relativ trockene Schulunterricht. Wieder war es der Bass, der mich besonders gefangen nahm. Und natürlich auch die gesamte theatralische Produktion mit dieser Kirchenorgel, den Glocken am Anfang, dem einbrechenden Fuzzgitarrenriff, dem bombastischen Schlagzeug und den überirdischen (oder sollte ich sagen unterirdischen?) Bläsern und Streichern. Eine absolut großartige Popsingle! Dass dies eine Studioproduktion war, die sich so live kaum umsetzen ließ, wusste ich damals natürlich nicht. Die B-Seite der Single zeigte aber, was diese Band eigentlich konnte und wollte. Ein grooviges, jazziges Stückchen R&B aus der Feder von Andy Bown und Peter Frampton mit ungeheurem Drive gespielt. Klasse! Als Song nicht besonders spektakulär, aber sei’s drum. Die A-Seite dagegen wurde geschrieben von Ken Howard und Alan Blaikley (gleichzeitig auch Manager der Band), die schon etliche Hits für The Honeycombs, The Tremeloes, Dave Dee & Co. etc. verfasst hatten. Schön ist übrigens auch das Video (nannte man damals natürlich nicht so) zu „From The Underworld“, das mit relativ simplen Effekten (Negativ, Solarisation) den Charakter der Musik unterstreicht. Die Band hatte noch einige Hits (u.a. das sehr gute „Paradise Lost“ mit Jazz Anklängen), löste sich aber bereits Ende 68 auf. Frampton gründete mit Steve Marriott Humble Pie, und was später aus ihm wurde ist wohl allgemein bekannt. Andy Bown spielte eine Zeitlang bei Status Quo.

    Obschon diese drei Singles große Hits waren, dürfte eine deutsche Pressung in „mint“ mit Bildhülle nicht so ganz preiswert sein. So um die 20 bis 30 Euro wird man ausgeben müssen, denke ich. The Herd sind wahrscheinlich auch etwas günstiger zu haben.

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    #3430813  | PERMALINK

    mikko
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    Moderator / Juontaja

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    Nirvana – Smells Like Teen Spirit / Even In His Youth (Geffen, 1991)

    Von 1987 bis 1992 hatte ich zusammen mit einem Partner einen Plattenladen, eine Vinylwarenhandlung, in Berlin Schöneberg. Das Programm umfasste viel Second Hand Ware aber auch neue, hauptsächlich direkt importierte, Singles und LPs aus USA, Australien und Skandinavien. Natürlich gehörte Ende der 80er auch das Labelprogramm von Sub Pop zu unserem Repertoire. Die erste Nirvana LP hatte mich noch nicht sonderlich beeindruckt. Dem ganzen Grunge Kram stand ich ziemlich skeptisch gegenüber. Zu viel Lärm, zu wenig Melodie. Die Attitüde dahinter fand ich zwar ok, aber die Musik gefiel mir nicht. Cool fand ich allerdings, dass Nirvana Shocking Blue coverten. Wie auch immer. Ich kümmerte mich nicht besonders um diese ganze Szene. Überhaupt, warum nannte sich diese Band Nirvana? Wussten die nicht, dass es eine PsychPop Combo in England gab Ende der 60er, die so hieß? Ziemlich blöd. – Aber dann sah ich Nirvana live im Spätsommer 91 – und war beeindruckt. Die erste Single aus dem ersten Major Album der Band lief immer öfter im Radio. Was passierte da eigentlich? – Rock’n’Roll, richtiger bodenständiger schweisstriefender Rock’n’Roll war plötzlich wieder Mainstream. Ich dachte, ich glaub’s nicht! Eine Band, die aus dem, was Hüsker Dü oder Black Flag oder Dinosaur Jr. oder die Dead Kennedys vorgemacht hatten, ihre Inspiration bezog, so eine Band war auf einmal in aller Munde und vor allem in aller Ohren. Und dieser Song ist gut! Purer Pop! Aber mit jeder Menge Adrenalin. Nicht Tetosteron, so einfach ist es nicht. Kurt Cobain verstand es unglaublich gut, Gefühl und Härte, Pop und Rock zu verbinden und mit wohl dosierter Dynamik zu präsentieren. Klar, die Produktion von Butch Vig hat einen nicht unwesentlichen Anteil am Gelingen dieses Experiments. Aber es ist die Summe von allem, die diese Aufnahme, diese Single so großartig macht. Das kraftvolle, absolut exakte Schlagzeugspiel von Dave Grohl, der Bass von Krist Novoselic und natürlich Kurts Stimme, sein Gesang, der traumwandlerisch zwischen Verletzung und Klage, zwischen Resignation und Aggression pendelt. „It’s better to burn out than to fade away“ – auf keinen anderen Rockmusiker trifft das besser zu.


    Oasis – Don’t Look Back In Anger / Step Out (Creation, 1995)

    Anfangs hat diese Band längst nicht so viel Eindruck gemacht auf mich, wie auf viele andere. Zu großmäulig und zu arrogant schienen mir die Brüder. Nun, inzwischen ist auch das alles schon wieder Geschichte. Oasis gibt es noch, und „Lyla“ sowie das Album „Don’t Believe The Truth“ knüpfen an gute Zeiten an. Doch die Zeiten überschwänglicher Euphorie sind für mich jedenfalls vorbei. Aus meiner anfänglichen Skepsis wurde damals recht schnell Begeisterung. Fast alle Singles der ersten beiden Jahre sind ziemlich großartig. Großmäuligkeit hin, Arroganz her, Noel schreibt klasse Songs, die er auch noch gescheit arrangiert, und Liam versteht es unnachahmlich, diese Songs zu singen. Dabei gelingt das Kunststück, neue aufregende Musik zu produzieren, indem man sich bei den Besten aus der Vergangenheit bedient. Ob Beatles oder Stones, sie holen sich von beiden was sie brauchen. Aber was ist es eigentlich, das mich so fasziniert? Woher kommt die Gänsehaut beim Hören dieser Platten? – Ich glaube es ist diese Mischung aus wunderbaren Melodien, so ein wenig melancholisch oder richtig hymnisch wie hier, dann dieser fließende Sound, und die vielen verschiedenen Gitarren. Bei „Step Out“ ist es dann ja schon eine Wall Of Sound. Ich hätte wie gesagt fast jede Single wählen können. Und es kommen sicher noch zwei oder drei irgendwann. Aber diese hier ist meine liebste Oasis Single schon seit geraumer Zeit. Wohl weil sie am besten mein Gefühl, mein Herz anspricht.


    Cosmic Rough Riders – Baby, You’re So Free / Nothing To Lose (Poptones, 2001)

    Der perfekte Sunshine Pop Song! Die Hymne des Summer Of Love im California des Jahres 1967, die es damals gar nicht gegeben hat. Die Gitarren jingeln und jangeln, und ein altmodischer Synthi oder vielleicht sogar ein Theremin liefert ein paar kosmische Klänge dazu. Die Melodie ist herzallerliebst, die Harmony Vocals famos! Und die Lyrics erzählen eine nette Geschichte von dem idealtypischen Hippiemädchen, das es so wohl nur in der Phantasie romantischer junger (oder auch älterer) Männer gibt. Auf der Rückseite der Single eine etwas melancholischere und folkigere Variante der gleichen Geschichte. Auch hübsch, aber nicht so magisch wie „Baby You’re So Free“. Die Cosmic Rough Riders stammen aus Glasgow. Gegründet 1998 als Quartett mit den Hauptsongschreibern Stephen Fleming (guitar, voc) und Daniel Wylie (guitar, voc) sowie Mark Brown (drums) und James Clifford (bass). Zwei LPs veröffentlichten sie quasi selbst bis zum Jahr 2000. Alan McGee wird auf die Band aufmerksam und nimmt sie für sein neues Label Poptones unter Vertrag. Ende 2000 erscheint „Enjoy The Melodic Sunshine“, eigentlich eine Compilation der beiden vorangegangenen LPs. „Baby, You’re So Free“ ist die erste Single aus diesem Album. Die nächste Single „Revolution (In The Summertime)“ erreicht die britischen Top 40 im Sommer 2001. Auch in Deutschland unternimmt die Band eine Clubtour. In Berlin kommen allerdings nur ca. 20 Zuschauer im Herbst des Jahres. Anfang 2002 verlässt Wylie die Band, um sich einer Solo Karriere zu widmen. Seit 2003 sind die Cosmic Rough Riders als Trio unterwegs, neuerdings auch in den USA. Ein weiteres Album „Too Close To See Far“ erschien im Sommer 2003.

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    #3430815  | PERMALINK

    mikko
    Moderator
    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

    Beiträge: 34,409

    01. The Beatles – Strawberry Fields Forever

    02. Wah! Heat – Better Scream

    03. The Move – I Can Hear The Grass Grow

    04. The Rolling Stones – Let’s Spend The Night Together

    05. Nirvana – Smells Like Teen Spirit

    06. The Monkees – I’m A Believer

    07. Oasis – Don’t Look Back In Anger

    08. Echo and the Bunnymen – The Pictures On My Wall

    09. Cosmic Rough Riders – Baby, You’re So Free

    10. The Herd – From he Underworld

    11. The Teardrop Explodes – Treason

    12. Herman’s Hermits – No Milk Today

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    #3430817  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
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    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 69,513

    Deine Begeisterung für „From the underworld“ kann ich verstehen, ein irrer Song. Auch die anderen aus Deiner Auswahl mag ich sehr (das von The Move kenn ich leider nicht). Die Kommentare zu Nirvana und Oasis finde ich treffend.

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    #3430819  | PERMALINK

    weilstein

    Registriert seit: 10.10.2002

    Beiträge: 11,096

    Schön, Mikko.
    Allerdings, Smells Like Teen Spirit vor Don’t Look Back In Anger ? Allein das an die Fabs mahnende Sleeve von Oasis ist schöner als der Song dieser anderen Band… :cool:

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    #3430821  | PERMALINK

    prodigal-son

    Registriert seit: 26.12.2002

    Beiträge: 10,590

    Wieder ganz toll Mikko. Eine Erinnerung weckst Du bei mir. Du schreibst zu Ruby Tuesday: „Diese Stelle am Anfang, wo Mick so ziemlich tief geht mit der Stimme…“ Das war für mch immer enorm wichtig. Denn: Als 16jähriger musste ich gleichaltrigen Damen ständig klarmachen, dass das das Original des Songs ist. Und nicht die damals von mir verdammte Version von Melanie. Um den Unterschied zwischen großartig und bescheiden zu demonstrieren, spielte ich immer das Ende der ersten Zeile vor. Wer danach noch das Hippiehafte der Melanie gut fand, hatte bei mir verloren.

    --

    If you try acting sad, you'll only make me glad.  
    #3430823  | PERMALINK

    weilstein

    Registriert seit: 10.10.2002

    Beiträge: 11,096

    Sebastian Frank Als 16jähriger musste ich gleichaltrigen Damen ständig klarmachen, dass das das Original des Songs ist. Und nicht die damals von mir verdammte Version von Melanie.

    Die Version dieser Kuh gehört bis heute verdammt! Sattel Dein Pferd, Partner.

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    #3430825  | PERMALINK

    prodigal-son

    Registriert seit: 26.12.2002

    Beiträge: 10,590

    weilsteinSattel Dein Pferd, Partner.

    Heute erledigt. Und eben noch eine Knarre mit eingepackt. Vielleicht kommen wir ja an der entsprechenden Weide vorbei.

    Sorry, back to the 7″.

    --

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