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soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
Beiträge: 56,940
vorgarten bin da nicht ganz bei dir, fürchte ich. aber hier wurde ich wieder wach:
ann burton, am i blue? (1981) burton back home, alles ist gleichzeitig unformeller und doch tatsächlich arrangiert, burton zeigt mehr facetten, hört sich für mich sehr inspiriert an. und dann taucht da noch bob malach in seiner ganzen 27-jahre-dicke-hose-supertechniker-attitüde auf, weil ihm vielleicht jemand gesagt hat, dass er auf seinem fleißkärtchen noch „sängerin begleiten“ abkreuzen muss… zwei lieblingssongs hier, „i’ll be around“ und „i get along without you very well“, es geht bei beiden nicht in die tiefe, aber passt schon. dramatisch dagegen „i wished on the moon“, das ja eigentlich ein sehr leichtfüßiges liebeslied ist. ich mag, dass burton hier wieder teil einer band ist, nicht sängerin mit begleitung. und das war jetzt die letzte runde, ich muss ja auch noch andere tipps abarbeiten
Ganz scheen, bei der Begleitung wäre aber für mich partiell „weniger mehr“ ….
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angstmusik für mich. natürlich viele lieblingssongs hier, mit einigen überschneidungen zu ann burton, auch stilistisch – müsste eigentlich ein wichtiger einfluss gewesen sein, alles aus der sonorität der stimme heraus zu erarbeiten, rhythmisch präzise, nur auf den text bezogen? es ist halt eine sehr spezifische männliche stimme hier, und manchmal finde ich sie auch gar nicht so präzise wie es immer behauptet wird. aber: ein themenalbum, das nicht eintönig ist.
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Interessant – für mich sind ja die Versionen hier meistens definitiv – darunter auch ein paar Songs, die Du als Lieblingssongs bezeichnest (besonders Hoagy Carmichaels „I Get Along Without You Very Well“ und der der Titelsong, aber auch „Glad to Be Unhappy“ oder „I See Your Face Before Me“, das ich zuerst von Coltrane kannte).
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #165: 9.9., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbaA propos Tipps abarbeiten: Keely Smith! Das finde ich vom noch ganz frischen ersten Eindruck wahnsinnig toll! Zu Sinatra passt’s auch grad (sie scheint mit ihm damals eine Affäre gehabt zu haben, das Album kam auf seinem Reprise-Label heraus, einer der beiden – überflüssigen/die Stimmung störenden CD-Bonustracks ist ein Duett mit ihm), obwohl ich sie bisher sonst nur mit Louis Prima kenne, was ja eine vollkommen andere Ecke ist. Das ist tatsächlich ein total intimes Album mit äusserst reduzierter Begleitung, einer hervorragenden Song-Auswahl … und die Stimme – ich hab keine Ahnung, was sie macht, ob sie ständig leicht daneben intoniert oder was das genau ist, jedenfalls zieht sie das einfach durch – und es ist quasi alles permanent auf der Kippe und dennoch perfekt.
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #165: 9.9., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbagypsy-tail-windInteressant – für mich sind ja die Versionen hier meistens definitiv – darunter auch ein paar Songs, die Du als Lieblingssongs bezeichnest (besonders Hoagy Carmichaels „I Get Along Without You Very Well“ und der der Titelsong, aber auch „Glad to Be Unhappy“ oder „I See Your Face Before Me“, das ich zuerst von Coltrane kannte).
definitv sind die versionen für mich nicht bzw. was meinst du damit? hier ist ja erst mal auffällig, dass das keine jazzversionen sind. aber das framing als herzschmerzballaden ist oft auch nur eine von mehreren möglichen lesarten.
das keely-smith-album hatte ich nach deinem post heute morgen sofort angetestet, konnte mich deiner euphorie aber nicht anschließen. wie immer ist es schwer zu sagen warum, mir fehlte da emotional was.
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Ich schrieb ja „für mich definitiv“ – also einfach die Lieblingsversionen dieser Songs und/oder diejenigen, die ich immer mithören, wenn ich die gleichen Songs von anderswo höre.
Das Smith angeht, ich versteh das wie gesagt auch nicht so ganz – ist aber wenn sich mein Eindruck bei den folgenden paar Hörgängen nicht wesentlich verändert, zusammen mit Alice Darr („I Only Know How to Cry: Music for Lovers and Losers“) bis dahin die grösste Entdeckung für mich.
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #165: 9.9., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbagypsy-tail-windIch schrieb ja „für mich definitiv“ – also einfach die Lieblingsversionen dieser Songs und/oder diejenigen, die ich immer mithören, wenn ich die gleichen Songs von anderswo höre.
Das Smith angeht, ich versteh das wie gesagt auch nicht so ganz – ist aber wenn sich mein Eindruck bei den folgenden paar Hörgängen nicht wesentlich verändert, zusammen mit Alice Darr („I Only Know How to Cry: Music for Lovers and Losers“) bis dahin die grösste Entdeckung für mich.danke, kommt auf die liste
deine definition für „definitive version“ finde ich anschaulich, was man immer mithört… ich wüsste das bei mir gar nicht, wahrscheinlich weil ich am anfang so viele vokaljazzsampler gehört habe, da haben sich immer andere an die erste stelle gesetzt (bei „i get along without you“ z.b. chet baker).--
Bei mir ist das eigentlich eher schwierig … weil ich anfangs nur punktuell Jazz mit Gesang hörte. „Get Along“ kannte ich dann von Sinatra, bevor ich die Baker-Version kennenlernte – und kam mit letzterer anfangs überhaupt nicht klar. Ich hatte von Baker schon recht viel, bevor ich mich irgendwann dann doch auf den Gesang des jungen Chet einlassen mochte (die gelegentlichen Gesangseinlagen vom alten Baker mochte ich immer schon). Ich lernte fast alles in instrumentalen Versionen erstmals kennen, allenfalls auch so, dass ich die Lyrics suchte – aber erstmal einfach, um sie zu lesen/zu kennen (ich hab auch öfter welche in mein Real Book reingeschrieben damals … eben die Idee, dass der Text bekannt sein muss, um den Song zu spielen).
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #165: 9.9., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbaHania Rani- on giacometti
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Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!frank sinatra, count basie, quincy jones, sinatra at the sands (1966)
ok, das ist wirklich super. wer hatte das nochmal empfohlen? las vegas, trinker-witze, karriereselbstbespiegelung, stand-up, aber die musik dazwischen – wow. was er da rausholt aus der stimme, z.b. auf „shadow of your smile“, ist wirklich komplex. so richtig habe ich mich damit nie auseinandergesetzt, hier verstehe ich was.
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soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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vorgarten
frank sinatra, count basie, quincy jones, sinatra at the sands (1966) ok, das ist wirklich super. wer hatte das nochmal empfohlen? las vegas, trinker-witze, karriereselbstbespiegelung, stand-up, aber die musik dazwischen – wow. was er da rausholt aus der stimme, z.b. auf „shadow of your smile“, ist wirklich komplex. so richtig habe ich mich damit nie auseinandergesetzt, hier verstehe ich was.
Meinerseits sehr geschätzt, geliebt eher nicht ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)soulpope
vorgarten
frank sinatra, count basie, quincy jones, sinatra at the sands (1966) ok, das ist wirklich super. wer hatte das nochmal empfohlen? las vegas, trinker-witze, karriereselbstbespiegelung, stand-up, aber die musik dazwischen – wow. was er da rausholt aus der stimme, z.b. auf „shadow of your smile“, ist wirklich komplex. so richtig habe ich mich damit nie auseinandergesetzt, hier verstehe ich was.
Meinerseits sehr geschätzt, geliebt eher nicht ….
ah, du warst das. schreibst ein album in deine liste der „liebsten vokaljazzalben“, das du gar nicht liebst…
hier jetzt mal was anderes –
don byron, more music for six musicians, you are #6 (2001)
ich habe gestern, gegen all meine woken und pc-gewohnheiten, „hatari“ von howard hawks gesehen und erinnerte mich beim mancini-soundtrack an byrons version des „hatari“-themas, das dieses album eröffnet. das war eines von 2 latin-alben byrons, aus einer m-base-perspektive heraus aufgenommen, aber auch sehr ernsthaft eingetaucht. schluchzende klarinette über vertrackten rhythmen und komplexen bläser-arrangements, funktioniert hier noch toller als auf dem ersten album (MUSIC FOR SIX MUSICIANS), obwohl da graham haynes dabei war… sehr beeindruckend auf beiden der pianist edsel gomez – ich habe die band mit ihm live gesehen, eins der tollsten konzerte überhaupt, sie hörten einfach nicht mehr auf zu spielen (heißt: das ging an einem normalen abend so ca. 5 stunden), es war wie ein labor, bei dem zufällig noch publikum anwesend war.
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„Sinatra at the Sands“ ist hier seit 25 Jahren in der erweiterten Favoritenliste … aber ob ich es hier mal erwähnt habe, weiss ich gar nicht.
Höre grad ein Stück aus dem neuen Album von Billy Childs, das ich aufgrund dieses ersten Eindrucks sehr gerne haben möchte:
“The End of Innocence,” a melancholy paean to lost childhood. With an extraordinary all-star quartet consisting of Billy Childs composer and pianist, trumpeter and composer Ambrose Akinmusire, bassist Scott Colley and drummer Brian Blade.
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #165: 9.9., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbaKyle Shephard-after the night, the day will surely come
Piano solo, auf Matsuli Music in einer Auflage von 500 Alben in 2021 erschienen, eine herrliche Platte…..
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Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!
soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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soulpope
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frank sinatra, count basie, quincy jones, sinatra at the sands (1966) ok, das ist wirklich super. wer hatte das nochmal empfohlen? las vegas, trinker-witze, karriereselbstbespiegelung, stand-up, aber die musik dazwischen – wow. was er da rausholt aus der stimme, z.b. auf „shadow of your smile“, ist wirklich komplex. so richtig habe ich mich damit nie auseinandergesetzt, hier verstehe ich was.
Meinerseits sehr geschätzt, geliebt eher nicht ….
ah, du warst das. schreibst ein album in deine liste der „liebsten vokaljazzalben“, das du gar nicht liebst…
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Ich schrieb eine kursorische Liste von „Schatzerln“ …. manche geliebt, andere sehr geschätzt 😎🤓 ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin) -
Schlagwörter: Ich höre gerade... Jazz
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