Ich höre gerade … Jazz!

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  • #12000773  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"

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    lotterlotta

    soulpope Ich habe eine durchaus ambivalente Relation zu Nina Simone …. jedoch nie war sie mir näher als auf dieser Scheibe ….

    …ich glaube ja, dass hier dieses eine Stück alles nach oben reisst, das Album ist klasse, ich liebe es, da aber die wenigsten diese Scheibe zu allererst im Original gehört haben, befürchte ich eine Überbewertung und eine Unterschätzung anderer Alben die geschlossener und dichter in der Qualität sind, z.B. Forbidden fruit und I put a spell on you, sings the blues und pastel blues…..sorry hier sind es wenige Tracks die eine überragende Scheibe vorgaukeln, klar ist das *****-Niveau, die anderen sind zumindest imo besser!

    Es ist wie gesagt (m)eine persönliche Wahl bzw Festlegung, hat wenig mit dem angesprochenen Track aber viel mit ihrem Klavierspiel zu tun …

    --

      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
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    #12000821  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Ich war gestern wie bei Carmen McRae auf Kapp – das ist wahnsinnig gut! Vielleicht ist es wirklich (wie ich irgendwo las) so, dass sie hier eine neue Reife erreicht hatte? Zwei Balladenalben und eins mit Swingern (Ernie Wilkins).

    Und jetzt rasch was von einem, der heute Geburtstag feiert – den 97.:

    --

    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #165: Johnny Dyani (1945–1986) - 9.9., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba
    #12000861  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    Jos van Heuverzwijn – My Prayer und Liebestraum Bossa Nova

    zufaellig fiel mir die Tage die zweite Haelfte der Leader-Diskografie des Saxophonisten Jos van Heuverzwijn in die Haende, zwei Singles fuer Imperial von 1962 bzw 1963, die eine steht auf discogs, die etwas interessantere mit einer Bossa Nova Version von Lizsts Liebestraum (und Nevins Narcissus als B Seite, zweimal leichte Klassik) nicht… musste natuerlich mit, nachdem ich vor ein paar Jahren schon die erste Haelfte gekauft hatte… Heute kennt man van Heuverzwijn vor allem als Fussnote in Sonny Rollins Diskografie – wer war der Mann, dessen Saxophon Rollins nach dessen Tod unbedingt kaufen wollte? Leider kann man aus den vorhandenen Platten kaum erahnen, wie gut van Heuverzwijn wohl gewesen sein mag, wenn er richtig Jazz spielte… Immerhin kann man ihn im Liebestraum Bossa Nova mal Saxophon hoeren (statt an Klarinette, Vibraphon, Trompete, Altsaxophon wie auf den anderen Aufnahmen), wenn auch nur fuer ein paar Takte. Am naechsten an das Bild, das Rollins gehabt haben mag, kommt wohl mit diesem Video

    vermutlich aus dem Oktober 1962… Eine kleine Chronologiem schwer zu sagen, ob van Heuverzwijn die (um Welten bessere) Version von Ike Quebec kannte… so kam ich jedenfalls gestern auf Quebec:
    – Am 5. Oktober 1962 nimmt Ike Quebec fuer Blue Note seine Bossa Nova Version von Liszts Liebestraum auf.
    – Am 16. Januar 1963 stirbt Ike Quebec im Alter von 44 Jahren.
    – Am 26. oder 27. Januar 1963 trifft Sonny Rollins in Den Haag den Tenoristen Jos van Heuverzwijn, leiht sich im Rahmen einer Jam Session dessen Buescher-Saxophon und beschliesst es irgendwann zu kaufen. Der Ankauf findet einige Jahre spaeter statt und fuehrt unter anderem zu den Aufnahmen, die wir heute als „Sonny Rollins in Holland“ kennen.
    – Am 8. Februar 1963 nimmt Jos van Heuverzwijn fuer Imperial seine Bossa Nova Version von Liszts Liebestraum auf.
    – Am 30. Juli 1963 stirbt Jos van Heuverzwijn im Alter von 34 Jahren.

    --

    .
    #12001077  | PERMALINK

    lotterlotta
    Schaffnerlos

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    soulpope

    lotterlotta

    soulpope Ich habe eine durchaus ambivalente Relation zu Nina Simone …. jedoch nie war sie mir näher als auf dieser Scheibe ….

    …ich glaube ja, dass hier dieses eine Stück alles nach oben reisst, das Album ist klasse, ich liebe es, da aber die wenigsten diese Scheibe zu allererst im Original gehört haben, befürchte ich eine Überbewertung und eine Unterschätzung anderer Alben die geschlossener und dichter in der Qualität sind, z.B. Forbidden fruit und I put a spell on you, sings the blues und pastel blues…..sorry hier sind es wenige Tracks die eine überragende Scheibe vorgaukeln, klar ist das *****-Niveau, die anderen sind zumindest imo besser!

    Es ist wie gesagt (m)eine persönliche Wahl bzw Festlegung, hat wenig mit dem angesprochenen Track aber viel mit ihrem Klavierspiel zu tun …

    auch bei mir ist es eine persönliche Wahl, und ich will deine Meinung dazu ja auch nicht tadeln, mir kamen halt nur diese Gedanken dazu. Für so manch jüngeren war diese Scheibe auf CD mit der Langfassung von „My Baby just cares for me“ sicher der Einstieg in den 80ern …..

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    Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!  
    #12001079  | PERMALINK

    lotterlotta
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    Doppel LP aus 2003…

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    Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!  
    #12001121  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Erste Begegnung mit den beiden Volumen, die Ella Fitzgeralds Auftritt am 11. Juli 1968 im Chautauqua Institution Amphitheatre dokumentieren. Klanglich nicht ganz 1A, aber musikalisch sehr toll. Begleitet wird sie von Tee Carson (p), Keter Betts (b) und dem manchmal etwas arg (und arg-monoton) draufhauenden Joe Harris.

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    #12001141  | PERMALINK

    soulpope
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    lotterlotta

    soulpope

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    soulpope Ich habe eine durchaus ambivalente Relation zu Nina Simone …. jedoch nie war sie mir näher als auf dieser Scheibe ….

    …ich glaube ja, dass hier dieses eine Stück alles nach oben reisst, das Album ist klasse, ich liebe es, da aber die wenigsten diese Scheibe zu allererst im Original gehört haben, befürchte ich eine Überbewertung und eine Unterschätzung anderer Alben die geschlossener und dichter in der Qualität sind, z.B. Forbidden fruit und I put a spell on you, sings the blues und pastel blues…..sorry hier sind es wenige Tracks die eine überragende Scheibe vorgaukeln, klar ist das *****-Niveau, die anderen sind zumindest imo besser!

    Es ist wie gesagt (m)eine persönliche Wahl bzw Festlegung, hat wenig mit dem angesprochenen Track aber viel mit ihrem Klavierspiel zu tun …

    auch bei mir ist es eine persönliche Wahl, und ich will deine Meinung dazu ja auch nicht tadeln, mir kamen halt nur diese Gedanken dazu. Für so manch jüngeren war diese Scheibe auf CD mit der Langfassung von „My Baby just cares for me“ sicher der Einstieg in den 80ern…..

    Da hast Du sicherlich Recht ….

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #12001173  | PERMALINK

    soulpope
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    Kip Hanrahan „Coup De Tete“ (American Clave)              1981 …. nicht ohne Hintergedanken ….

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #12001181  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Kip Hanrahan „Coup De Tete“ (American Clave) 1981 …. nicht ohne Hintergedanken ….

    :good:

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    #12001331  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Ich war gestern wieder bei Chris Connor … ungefähr da angesetzt (Nr. 1 und 2), wo ich Ende Januar angekommen war und dann (Nr. 3) weitergemacht … seltsam irgendwie: ich mag sie ja wirklich wahnsinnig gerne, aber dieses eine Album, das ich über alles schätze, gibt es bei ihr zumindest in der langen Reihe feiner Atlantic-Scheiben irgendwie gar nicht. Das erste ist jazziger als die beiden folgenden (u.a. mit Joe Wilder, Al Cohn, Lucky Thompson), im mittleren gibt es Flöte und Bassklarinette (u.a. von Bobby Jaspar) und sowas, im dritten dann eine grosse Band mit Streichern (arr. Ralph Sharon) – und ich glaub ich mag von den dreien das letzte am besten, was viel mit dem Repertoire zu tun hat, nicht zuletzt dem Titelstück:

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    #12002125  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    „Sings Ballads of the Sad Café“ (lief gerade nochmal, richtig laut) leidet in meiner CD-Version (WPCR 27395 aus Japan) leider schon arg unterm seltsamen Stereo-Mix (oder dem Mix überhaupt) – das geht oft sehr schön los, mit Klavier, sparsam instrumentiert, dann fährt irgendwann die grosse Band ein, der Effekt ist schon super, aber Connors Stimme ersäuft die halbe Zeit darin, weil eben die Balance irgendwie nicht stimmt.

    Die nächste Runde ist aber ganz nah dran am Highlight – und eins der ersten ihrer Alben, das ich kannte:

    Von „Chris in Person“ habe ich kein Japan-Reissue (die kamen so um 2013 herum und von einigen gab’s da auch „Made in Europe“-Versionen, die aber aussahen, als kämen sie aus Japan) sondern einen Collectables-Twofer, auf dem noch „Chris Connor Sings George Gershwin“ drauf ist, eine sehr kurze Kurzfassung (nicht mal eine halbe Stunde) vom „Gershwin Almanac“ (kein Plan, warum Collectables das für reissue-würdig hielt). Live im Village Vanguard hat Connor eine klasse kleine Band hinter sich. Den Pianisten Bill Rubinstein kenne ich nicht, aber Kenny Burrell, Eddie de Haas und Lex Humphries sind natürlich vertraut und liefern. Es gibt nach einem kurzen Intro dreizehn Stücke, die meisten auch um die drei Minuten kurz, aber Connor wirkt zugleich engagierter und entspannter, weicher und druckvoller. Sie singt nicht nur Balladen, sondern eine ganze Menge (mittel-)schneller Nummern, darunter nicht zuletzt Ray Charles‘ „Hallelujah I Love Him So“ und Horace Silvers „Señor Blues“.

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    #12002803  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Chris Connor – Witchcraft | Richard Wess hat hier für verschiedene grosse Besetzungen arrangiert – mal gibt es knallige Big Band, mal zarte Streicher … das ist ganz nah dran am Lieblingsalbum, und einen grossartigen Alec Wilder-Song gibt es obendrein auch noch. Wess kann ich bisher überhaupt nicht einordnen, aber was er hier für Connor macht, ist wirklich super – bis in die Details (ein Triangel, ein paar Töne vom Xylophon …)

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    #12002845  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Oscar Brown Jr. – Sin & Soul | Mich stört hier wirklich gar nichts – finde das auch heute wieder grossartig. Die folgenden Columbia-Alben kenne ich noch nicht, aber das möchte ich die nächsten Wochen/Monate gelegentlich mal ändern.

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    #12002853  | PERMALINK

    soulpope
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    gypsy-tail-wind Chris Connor – Witchcraft | Richard Wess hat hier für verschiedene grosse Besetzungen arrangiert – mal gibt es knallige Big Band, mal zarte Streicher … das ist ganz nah dran am Lieblingsalbum, und einen grossartigen Alec Wilder-Song gibt es obendrein auch noch. Wess kann ich bisher überhaupt nicht einordnen, aber was er hier für Connor macht, ist wirklich super – bis in die Details (ein Triangel, ein paar Töne vom Xylophon …)

    Scheenes Album …. Chris Connor kann auch Uptempo, aber ihr Forte sind Balladen wie zB hier „When Sunny Gets Blue“ ….

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #12003017  | PERMALINK

    soulpope
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    Musikalisches Abendbrot …. :

    Hier wär ma ja eher bei „late winter“, aber der eingeheizte Kachelofen ermöglicht einen Genuss der Kühle diese Musik …. btw und ein kleiner Bordaux spielt ja auch noch mit ;-) ….

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