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„Sings Ballads of the Sad Café“ (lief gerade nochmal, richtig laut) leidet in meiner CD-Version (WPCR 27395 aus Japan) leider schon arg unterm seltsamen Stereo-Mix (oder dem Mix überhaupt) – das geht oft sehr schön los, mit Klavier, sparsam instrumentiert, dann fährt irgendwann die grosse Band ein, der Effekt ist schon super, aber Connors Stimme ersäuft die halbe Zeit darin, weil eben die Balance irgendwie nicht stimmt.
Die nächste Runde ist aber ganz nah dran am Highlight – und eins der ersten ihrer Alben, das ich kannte:
Von „Chris in Person“ habe ich kein Japan-Reissue (die kamen so um 2013 herum und von einigen gab’s da auch „Made in Europe“-Versionen, die aber aussahen, als kämen sie aus Japan) sondern einen Collectables-Twofer, auf dem noch „Chris Connor Sings George Gershwin“ drauf ist, eine sehr kurze Kurzfassung (nicht mal eine halbe Stunde) vom „Gershwin Almanac“ (kein Plan, warum Collectables das für reissue-würdig hielt). Live im Village Vanguard hat Connor eine klasse kleine Band hinter sich. Den Pianisten Bill Rubinstein kenne ich nicht, aber Kenny Burrell, Eddie de Haas und Lex Humphries sind natürlich vertraut und liefern. Es gibt nach einem kurzen Intro dreizehn Stücke, die meisten auch um die drei Minuten kurz, aber Connor wirkt zugleich engagierter und entspannter, weicher und druckvoller. Sie singt nicht nur Balladen, sondern eine ganze Menge (mittel-)schneller Nummern, darunter nicht zuletzt Ray Charles‘ „Hallelujah I Love Him So“ und Horace Silvers „Señor Blues“.
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #165: Johnny Dyani (1945–1986) - 9.9., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba