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soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
Beiträge: 56,509
Apropos Standards …. :
Und guad is …. zumindest für mich am Feierabend ….
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Werbungvorgartendarüber musste ich jetzt nochmal nachdenken. das album ist schwer zu greifen, so kategorien wie virtuosität (gypsy), emotionalität (thelonica) oder kontrolliertheit (ich) müsste man jetzt stark differenzieren (ich finde ja z.b., dass auch billie holiday bei aller emotionalität immer äußerst kontrolliert interpretiert, das widerspricht sich nicht, hat mich aber am anfang sehr verwirrt).
Interessant ist ja auch, dass er sich um die technische Seite gekümmert hat. Da sollte nicht vergessen werden, für wen er das aufgenommen hat und warum eigentlich. Daher gleichen sich auch Emotionalität und Kontrolle manchmal wieder aus. Das ist doch genau das, was Musiker_innen oft beherschen. Das ist in der Tat kein Widerspruch und hast du ja auch erkannt. Findest du bei z.B Joni Mitchell in ähnlicher Weise auch. Ich denke, das hat viel mit Erfahrung, Lernen und Kreativität zu tun, oft auch mit Verarbeitung und vielleicht Kraft schöpfen.
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ja…
das ist in der tat ein superschönes album, auf dem lloyd ziemlich viele nuancen zeigt. aber alle sind hier wahnsinnig gut, ich finde es ja immer noch verrückt, dass die kontinuierlich zusammengearbeitet haben. gut, diese lücke geschlossen zu haben
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könniginnenklasse, was den kontrollierten songvortrag mit emotionaler wirkung angeht.
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soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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vorgarten
könniginnenklasse, was den kontrollierten songvortrag mit emotionaler wirkung angeht.
Ja …. aber Fr. Washington konnte – siehe „Dinah Jams“ – auch ganz anders ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)soulpope
vorgarten
könniginnenklasse, was den kontrollierten songvortrag mit emotionaler wirkung angeht.
Ja …. aber Fr. Washington konnte – siehe „Dinah Jams“ – auch ganz anders ….
sie taucht hier relativ selten auf – aber ich habe heute wieder festgestellt, wie einzigartig sie ist. nach DINAH JAMS werde ich mal ausschau halten.
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soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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soulpope
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könniginnenklasse, was den kontrollierten songvortrag mit emotionaler wirkung angeht.
Ja …. aber Fr. Washington konnte – siehe „Dinah Jams“ – auch ganz anders ….
sie taucht hier relativ selten auf – aber ich habe heute wieder festgestellt, wie einzigartig sie ist. nach DINAH JAMS werde ich mal ausschau halten.
Bei „Jams“ natürlich eine instrumentale All-Star Cast, welche andere Ausrichtungen bewirkt ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)Vorhin zum ersten Mal Melvin Van Peebles‘ „Ain’t Supposed to Die a Natural Death“ angehört – und gerade gelesen, dass er gestorben ist
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #164: Neuheiten aus dem Archiv, 10.6., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba
soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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Melvin Van Peebles (1932 – 2021) R.I.P ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)Zum 95. Geburtstag
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Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...vorgarten
soulpope
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könniginnenklasse, was den kontrollierten songvortrag mit emotionaler wirkung angeht.
Ja …. aber Fr. Washington konnte – siehe „Dinah Jams“ – auch ganz anders ….
sie taucht hier relativ selten auf – aber ich habe heute wieder festgestellt, wie einzigartig sie ist. nach DINAH JAMS werde ich mal ausschau halten.
Sehr tolle Platte einer fantastischen Künstlerin. „Dinah Jams“ ist auch toll, ebenso „After Hours With Miss D.“
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Love goes on anyway!kathisiSehr tolle Platte einer fantastischen Künstlerin. „Dinah Jams“ ist auch toll, ebenso „After Hours With Miss D.“
danke für den tipp @kathisi, das scheint tatsächlich die top3 aller washington-alben zu sein. DINAH JAMS habe ich natürlich, fiel mir dann ein, als teil der clifford-brown-emarcy-box. höre ich später mal rein.
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keith jarrett trio, after the fall
comeback des trios mit cfs-wackelkandidat jarrett, november 1998, „nach dem sturz“, kleiner geht es nicht. aber wie er den weg schildert, war es kein spaziergang: studioproben, die ersten dieses trios überhaupt, rückfall beim abendessen, später nochmal versucht, dann ein „scary experiment“: das neue performance-hall-center in new jersey, nur 1 stunde von jarretts haus entfernt. vor ort war dann alles bestens, bis auf einen fehlenden toningenieur, aber das soundboard-tape war dann so gut, dass das alles 20 jahre später (2018) bei ecm erscheinen konnte.
beim ersten set hört man die unsicherheiten schon. „the masquerade is over“ in einer eher flachen buw. leichten lesart, ohne das bittersüße des trio-debüts, jarrett reduziert sich nach dem intro auf einfache motive mit wenig einsatz der linken hand. sehr hübsch, sogar mit ein paar zitaten (a tisket a tasket), sehr unüblich. dann das erste bebop-stück (das war abgesprochen, weil bebop-spielen für jarrett weniger anstrengend schien, nun gut), „scrapple from the apple“. bei „old folks“ dann zum ersten mal magie, weil jarrett störrisch motive über den beat hinaus verschiebt und darin eine kleine extase findet. auf „autumn leaves“ dann das freispielen, mit vielen frischen ideen, einem direkten extemporier-vorschlag von peacock am ende des solos, dann geht es auf einen freien kollektiven kurztripp, der zwar ein bisschen gebremst erscheint, aber dennoch eine wirklich tolle version des standards dahinstellt.
nach der pause ist alles gelöst, „bouncin with bud“, „doxy“, cowards „i’ll see you again“, klappt alles toll, lauter gute ideen von dejohnette und peacock, man hört den spaß dabei. am ende wird es fast albern, relativ kurze versionen, u.a. von „santa claus is coming to town“ (mitte november) mit funk-anleihen. als zugaben coltranes „moment’s notice“ und das unvermeidbare „when i fall in love“.
die krankengeschichte ist damit noch nicht völlig vorbei, ecm wartete bis zum paris-auftritt mitte 1999, um das trio aufzunehmen, dazu dann später.
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keith jarrett trio, whisper not
juli 1999 in paris, das publikum feiert sich vor allem selbst, also dass es da ist, hin und wieder ein paar songs erkennt und schon in die jeweils letzten klänge hineinapplaudieren darf, bevor sie verklingen. das gibt dem vortrag insgesamt etwas gehetztes und nummer-haftes, zumal das trio hier niemals die strukturen der kompositionen verlässt und alles insgesamt zwischen 5 und 10 minuten pro song hält (nur cole porter nach der pause darf ein bisschen länger gehen).
but. fröhlich und glücklich klingen sie hier, schieben sich durchs original-material jenseits der tin pan alley, von den 14 songs sind 10 für jazzbands geschrieben: ellington & strayhorn, monk, powell (2x), shearing, brown, gillespie und golson. da ist viel schönes dabei, ein schwebendes und dann zupackendes „chelsea bridge“ zum beispiel, ein piano-outro zu „prelude to a kiss“, aber dann, schließlich, ahmad-jamal-revier: „poinciana“ in vollster sophistication, jede idee von jarrett dazu ist großartig, ein standards-trio-höhepunkt, der natürlich in paris auch nicht verklingen darf. insofern: ein live-dokument, wie es das vom trio bisher nicht gab, eine party.
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Danke für die beiden schönen Jarrett-Posts! „Whisper Not“ fand ich damals wunderbar, auch wegen dem Repertoire … dass Bebop-spielen für ihn damals weniger anstrengend gewesen sei, las ich auch irgendwo – mit leichter Verwunderung, aber das sind wohl individuelle Dinge, die kaum erklärbar sind.
Bin jetzt hier:
Anouar Brahem – Thimar | Das stand damals schon im CD-Regal meiner Eltern, ich hab das Album entsprechend nicht gekauft, weil ich es anhören konnte, wenn ich wollte … kam dann erst vor ein paar Jahren, ich glaube im Schlepptau von „Blue Maqams“, auch bei mir in die Sammlung. Finde es schon sehr schön, aber „Blue Maqams“ ist bisher schon das eine Album, das ich als Brahems stärkstes einschätze. Doch es bleiben noch fünf weitere Alben bis dahin, die ich grossteils noch gar nicht kenne. Auch Brahem ein Musiker, den ich im Rahmen der ECM-Umfrage hier endlich mal etwas umfangreicher anhöre.
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #164: Neuheiten aus dem Archiv, 10.6., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba -
Schlagwörter: Ich höre gerade... Jazz
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