ECM Records

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  • #56249  | PERMALINK

    nail75

    Registriert seit: 16.10.2006

    Beiträge: 42,408

    Für ein unabhängiges Label ist es fast eine Ewigkeit: Dieses Jahr feiert das Münchner ECM-Label seinen 40. Geburtstag.

    ECM ist die Abkürzung für „Edition Of Contemporary Music“ und dementsprechend umfasst das Programm des Labels Jazz genauso wie moderne und klassiche Musik (ECM New Series).

    Das Label würdigt sich selbst auf folgender Homepage:
    http://www.ecm40.de/

    Das Enjoy Jazz Festival veranstaltet ein „Festival im Festival“, das sich ganz ECM widmet. Vom 22. – 25. Oktober finden im Mannheimer Schloss zahlreiche Konzerte und andere Veranstaltungen statt:
    http://www.enjoyjazz.de/content/e3/e3615/index_ger.html

    Außerdem gibt es im Moment bei Amazon oder Zweitausendeins einige Veröffentlichungen des Labels zu verbilligten Preisen (ca. 9 Euro). Das betrifft u.a. Veröffentlichungen von Keith Jarrett, Jan Garbarek, Arvo Pärt, Nils Peter Molvaer, Tomasz Stanko, Anouar Brahem u.a.

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    Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.
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    #7265571  | PERMALINK

    atom
    Moderator

    Registriert seit: 10.09.2003

    Beiträge: 17,811

    nail75Außerdem gibt es im Moment bei Amazon oder Zweitausendeins einige Veröffentlichungen des Labels zu verbilligten Preisen (ca. 9 Euro). Das betrifft u.a. Veröffentlichungen von Keith Jarrett, Jan Garbarek, Arvo Pärt, Nils Peter Molvaer, Tomasz Stanko, Anouar Brahem u.a.

    Das betrifft nicht nur Zweitausendeins und den Online-Versand mit A sondern auch den gesamten Fachhandel.

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    Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...
    #7265573  | PERMALINK

    nail75

    Registriert seit: 16.10.2006

    Beiträge: 42,408

    Danke für den Hinweis, ist mir nur an diesen beiden Stellen aufgefallen. Ich habe mir endlich mal „Changeless“ von Keith Jarrett besorgt und wie vieles, was er mit dem „Standards Trio“ aufgenommen hat, ist es exzellent. Gleiches gilt für „Thimar“ von Brahem (mit John Surman & Dave Holland).

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    #7265575  | PERMALINK

    extrabreit

    Registriert seit: 21.07.2009

    Beiträge: 601

    Fuer mich der legitime Nachfolger von Blue Note. Die Musik ist einzigartig und gut, die (photo-)graphische Gestaltung der Cover kuenstlerisch wertvoll!

    So wird ein Album zum Gesamtkunstwerk.

    Extra

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    Vinyljunkie
    #7265577  | PERMALINK

    _____

    Registriert seit: 16.02.2007

    Beiträge: 1,643

    …habe auch schon fast 10 von den „Pappkumpanen“ angeschafft. Schöne Auswahl haben die da getroffen. Kauft euch aber gleich einen Schwung von diesen „Fleece-innenhüllen“ dazu sonst gibts sofort ne High end Kratzer-orgie.
    Die muss man zwar nochmal ein wenig mit der Schere zusammenstutzen, aber dann passen sie da rein.

    Was mich an ECM sehr ärgert ist die Tatsache, das man es dort nicht für nötig hält, den Klassiker „Odyssey“ von Terje Rypdal als Doppel CD wiederzuveröffentlichen.
    Es gibt sie als Einzel CD gekürzt um ein Stück von ca. 24 Minuten , das (und das schlägt dem Fass den Boden aus) auch noch tatsächlich „Rolling Stone“ heißt – kein Gag!

    Odyssey ist daneben ein Meisterwerk, das in der gleichen Klasse wie „Bitches brew“ oder „In a silent way“ von Miles spielt. Ein absolutes Muss!

    Tut mir bitte alle einen Gefallen und -es mir gleich: Schreibt Emails an ECM mit der Bitte um eine korrekte Wiederveröffentlichung… Meine letzten 2 wurden dezent ignoriert… Da muß wohl richtig Druck gemacht werden… ;-)

    Gruß

    --

    #7265579  | PERMALINK

    extrabreit

    Registriert seit: 21.07.2009

    Beiträge: 601

    Gute Idee: Los geht’s!

    --

    Vinyljunkie
    #7265581  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

    Beiträge: 7,574

    hab die letzten Wochen auch mal verstärkt ECM gehört (wo hier alle so begeistert waren, grad von den Sachen, gegen die ich auch weniger Vorurteile hatte… ;-) ) abgesehen davon, dass ich anfange mich der Tomasz Stanko Begeisterung anzuschließen, dachte ich, ich stell mal zwei zur Diskussion, die sich ziemlich positiv abgehoben haben…

    1) James Newton – Axum

    wenn ich vorher gewusst hätte, dass das hier ein Querflöte Solo Album ist, hätte ich vielleicht nicht reingehört… viele übereinanderaufgenommene Spuren Flöte, sehr „pastoral“, nichts von diesem rhythmischen Geflöte, dass man vielleicht erwarten würde (an sich kann eine Flöte Trommeln ja ganz gut ersetzen); tolle puristische Musik mit viel Autorität (also: wenn man das so hört, könnte man meinen Soloquerflötenalben wären das normalste der Welt), natürlich nichts was man immer hören kann, aber enorm geschmackvoll (:-)) und atmosphärisch stark… (Anspieltip: das Titelstück)

    2) Arild Andersen – Live At Belleville

    wie kingberzerk die Tage schon im Jarrett Thread bemerkte, nicht auf allen ECM Alben ist der Saxophonist Garbarek… und das ist gut so, Andersens neuestes Album hat ein Trio mit Tommy Smith am Saxophon, Paolo Vinaccia am Schlagzeug, und Andersen am Bass (und „Liveelektronik“, ein Geräusch im dritten Stück das vage an Rainer Brüninghaus erinnert, zum Glück nicht mehr)… Smith gefiel mir vom ersten Eindruck her sehr sehr gut, weniger näselnd/weinerlich als Garbarek, direktere Coltrane Anleihen, mehr tiefe Töne… inzwischen bin ich mir nicht mehr so sicher ob er mich nicht teilweise langweilt… nichtsdestotrotz, ein sehr schönes Album, Andersen ist offensichtlich ein prima Bassist, perkussiver als ich gedacht hätte, die Musik wird nie langweilig (höchstens gelegentlich ein bißchen aufdringlich melodisch), auf eine gute Art folkloristisch ohne seicht zu werden… offensichtlich ist mein Eindruck noch nicht ganz gefestigt… reinhören lohnt definitiv, ich mag die ersten beiden Stücke am liebsten…

    Links zum reinhören in den Überschriften…

    und jetzt grad hör ich das Andersen/Garbarek/Vesala Trio Album „Triptykon“, und da klingt Garbarek absolut respektabel und besser als ich ihn so kenne… würd aber trotzdem behaupten, dass live at belleville da mithalten kann…

    --

    .
    #7265583  | PERMALINK

    lotterlotta

    Registriert seit: 09.04.2005

    Beiträge: 1,827

    war gestern bei einem der musikalisch beeindruckendsten ecm-künstler in mannheim im konzert: Anouar Brahem, zu tiefst berührend, genial.
    daher hier meine aktuelle ecm-empfehlung:

    Anouar Brahem-the astounding eyes of rita-
    -thimar-
    -khomsa-

    --

    Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt
    #7265585  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

    Beiträge: 7,574

    neuer Eintrag in meiner noch immer überschaubaren Liste der wirklich großartigen ECM Alben:

    Paul Motian Trio – Le voyage

    Trio mit Charles Brackeen (Sopran- und Tenorsaxophon) und Jean-Francois Jenny-Clark (Bass)… schon klar ein ECM Album mit viel Raum etc, aber ein wunderbar zupackender Bassist und ein wirklich interessanter Saxophonist (tiefgründigeres Statement vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt); auch ein super Cover…

    --

    .
    #7265587  | PERMALINK

    dogear

    Registriert seit: 24.02.2008

    Beiträge: 1,208

    Charles Lloyd nicht vergessen!

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    Der Rock ist ein Gebrauchswert (Karl Marx)
    #7265589  | PERMALINK

    nail75

    Registriert seit: 16.10.2006

    Beiträge: 42,408

    redbeansandriceneuer Eintrag in meiner noch immer überschaubaren Liste der wirklich großartigen ECM Alben:

    Paul Motian Trio – Le voyage

    Das Cover finde ich entsetzlich! :lol:

    Ich kenne das Album nicht, es hört sich aber interessant an. Kennst Du eigentlich „Tribute“ ein etwas früheres Motian-Album für ECM und ebenfalls sehr gut. Die Aufnahmen mit Frisell und Lovano gefallen mir übrigens sehr gut, vieles davon erschienen auf JMT/Winter & Winter.

    Wo wir beim Thema sind in der neuesten Ausgabe nennt MOJO die besten ECM-Alben:

    1. Keith Jarrett – The Köln Concert
    2. Arvo Pärt – Alina
    3. Jan Garbarek – Witchi-Tai-To
    4. Kenny Wheeler – Music For Large And Small Ensembles
    5. David Holland – Conference Of The Birds
    6. Valentin Silvestrov – Silent Songs
    7. Anouar Brahem – Le Pas Du Chat Noir
    8. Christian Wallumrod – A Year From Easter
    9. Barre Phillips – Mountainscapes
    10. David Torn – Prezens

    2,6,8 und 10 kenne ich nicht. Das Köln Konzert ist unvermeidlich vorne, sehr gut ist auf jeden Fall das Garbarek-Album (****1/2), das noch einen ganz anderen Garabrek zeigt. Conference ist ein echter Klassiker, Le Pas sehr zu empfehlen. Von Wheeler hätte ich ein anderes Album gewählt, vermutlich Angel Song. Mountainscapes suche ich schon seit längerem auf Platte, das würde mich wirklich mal interessieren.

    --

    Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.
    #7265591  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    nail75
    Wo wir beim Thema sind in der neuesten Ausgabe nennt MOJO die besten ECM-Alben:

    1. Keith Jarrett – The Köln Concert
    2. Arvo Pärt – Alina
    3. Jan Garbarek – Witchi-Tai-To
    4. Kenny Wheeler – Music For Large And Small Ensembles
    5. David Holland – Conference Of The Birds
    6. Valentin Silvestrov – Silent Songs
    7. Anouar Brahem – Le Pas Du Chat Noir
    8. Christian Wallumrod – A Year From Easter
    9. Barre Phillips – Mountainscapes
    10. David Torn – Prezens

    Pärt ganz oben, aber kein Steve Reich?

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    #7265593  | PERMALINK

    atom
    Moderator

    Registriert seit: 10.09.2003

    Beiträge: 17,811

    Ich würde ECM New Series Veröffentlichungen generell gesondert betrachten.

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    Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...
    #7265595  | PERMALINK

    lotterlotta

    Registriert seit: 09.04.2005

    Beiträge: 1,827

    atomIch würde ECM New Series Veröffentlichungen generell gesondert betrachten.

    ja, da hier sonst aufnahmen miteinander verglichen werden, die man nicht miteinander vergleichen sollte/kann.

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    Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt
    #7265597  | PERMALINK

    _____

    Registriert seit: 16.02.2007

    Beiträge: 1,643

    Richtig, dennoch stellt „Alina“ von Pärt eine Ausnahme dar und hat mit seinem klassischen Stil recht wenig zu tun. Manche Zeitgenossen vergleichen, dieses wunderschöne, kontemplative Album mit den Ambient-werken von Brian Eno. Der Vergleich ist sicher gerechtfertigt. Sehr hohe Empfehlungsstufe!

    Warum wird bloß Terje Rypdal´s „Odyssee“ so sträflich vernachlässigt? Es ist quasi die europäische Ausgabe von „Bitches´s Brew“ und man mag sogar darüber streiten, welches Werk, ungeachtet seiner tatsächlichen Popularität, das gelungenere ist. (Gewagte Behauptung, aber ihr könnt es selbst überprüfen.)

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