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Martial Solal, Niels-Henning Ørsted Pedersen, Daniel Humair – Suite for Trio | Ein grossartiges Album! Am 27. und 28. Februar 1978 nahmen die drei in Villingen im MPS-Studio auf und das Ergebnis hat höchstens den Fehler, dass etwas etwas kurz geraten ist … LP-Länge halt, aber da würde ich echt gerne weiterhören! Solal hat das Material der ersten Plattenseite komponiert – „Coming Yesterday“, „No Delay“ und das Titelstück, auf der zweiten Seite gibt es „‚S Wonderful“, „Cherokee“ und „Here’s That Rainy Day“. Natürlich ist das alles ziemlich virtuos, aber das Trio ist unglaublich gut abgestimmt, reagiert blitzschnell und nichts von dem, was hier zu hören ist, klingt wie Selbstzweck, jeder Faden wird aufgegriffen, jeder Köder geschnappt, alles weitergesponnen – und das Netz hat Lücken, die Musik hat Pausen, kann atmen. Das klingt wie kein anderes mir bekanntes Klaviertrio.
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbaHighlights von Rolling-Stone.deDie besten Hardrock-Alben aller Zeiten: Guns N‘ Roses – „Appetite For Destruction“
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The Progressive Don Friedman | Und ich lande wieder, wo ich gestern spät bzw. heute früh angefangen habe: bei Don Friedman auf Progressive. Mit Frank Luther und Billy Hart im März 1978 im Downtown Studio in New York. Der Titel ist angesichts der frühen Alben von Friedman nicht ganz beim Wort zu nehmen, spielt ja gewiss auch auf das Label an – aber über „Jazz Dancing“ geht das schon hinaus, das Material ist trotz des Einstiegs mit „Au Privave“ und des später zu hörenden „Billie’s Bounce“ viel breiter: es gibt gute Versionen von Klassikern („Stella By Starlight“, „I Love You“, „What Are You Doing for the Rest of Your Live“, „I Remember You“, „All the Things You Are“) und ein paar etwas modernere Jazz-Tunes mit Monks „Straight, No Chaser“ und Coltranes „Moment’s Notice“. Friedmans Spiel hat Drive und in den Standards auch eine grosse Eleganz und einen tollen Fluss, sein Ton hat auch etwas vom altmodischen Glow von Teddy Wilson, wirkt aber agiler, schlanker als der der Klassiker aus Detroit. Gas Album gefällt mir auch dank des neuen Drummers ein ganzes Stück besser als „Jazz Dancing“. Der einzige Wunsch, der nicht erfüllt wird: dass nicht mehr Stücke so viel Raum kriegen wie der tolle Closer, die siebenminütige Version von „All the Things You Are“.
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Hank Jones – Compassion | Das verlegte „Bluesette“ ist bisher nicht wieder aufgetaucht, „Compassion“ ist also gerade die Schlussrunde in Sachen Black and Blue – und sicher ein Highlight. Hank Jones mit George Duvivier und Alan Dawson am 17. Juli 1978 in Brignoles im Studio Miraval. Das Material ist nicht so klassisch, wie man erwarten würde: nach „A Foggy Day“ gibt’s zwischen Jones‘ „Angel Face“ und „Hank’s Blues“ noch Dawsons „Alan’s Allies“ und auf der zweiten Seite Lehars „Yours Is My Heart Alone“ und dann zwei Stücke von Milt Jackson, das Titelstück und „Come to Me“. Auf der CD folgen noch Alternate Takes von „A Foggy Day“, dem Lehár-Song, „Come to Me“ und „Alan’s Allies“. Eleganz ist hier nur ein Faktor unter vielen, das ist zupackend, vielseitig, manchmal sehr bewegt und recht weit auch vom meisten, was Jones zwanzig Jahre davor gemacht hat – das Stück von Dawson dürfte jedenfalls zu den ungewöhnlichsten in seiner Diskographie gehören.
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soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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gypsy-tail-wind
Hank Jones – Compassion | Das verlegte „Bluesette“ ist bisher nicht wieder aufgetaucht, „Compassion“ ist also gerade die Schlussrunde in Sachen Black and Blue – und sicher ein Highlight. Hank Jones mit George Duvivier und Alan Dawson am 17. Juli 1978 in Brignoles im Studio Miraval. Das Material ist nicht so klassisch, wie man erwarten würde: nach „A Foggy Day“ gibt’s zwischen Jones‘ „Angel Face“ und „Hank’s Blues“ noch Dawsons „Alan’s Allies“ und auf der zweiten Seite Lehars „Yours Is My Heart Alone“ und dann zwei Stücke von Milt Jackson, das Titelstück und „Come to Me“. Auf der CD folgen noch Alternate Takes von „A Foggy Day“, dem Lehár-Song, „Come to Me“ und „Alan’s Allies“. Eleganz ist hier nur ein Faktor unter vielen, das ist zupackend, vielseitig, manchmal sehr bewegt und recht weit auch vom meisten, was Jones zwanzig Jahre davor gemacht hat – das Stück von Dawson dürfte jedenfalls zu den ungewöhnlichsten in seiner Diskographie gehören.Die spät70er Piano Trio von Hank Jones sind gleichzeitig Testament des beeinflussenden, ja auf den zweiten Blick subtil dominanten Spiels von George Duvivier – nach dem Motto „es könnte immer noch eine Note mehr sein“ …. ein wahrer Meister seiner Kunst ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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Hank Jones Trio „Bluesette“ (Black and Blue) 1979 …. „der“ George Duvivier aka quod erat demonstrandum ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
The Don Friedman Trio – Invitation | Eine Compilation mit Musik (oder ein Mugshot mit Musik?), die Don Friedman am 30. August 1978 für Progressive (Gus Statiras) im Downtown Sound Studio in New York mit George Mraz und Ronnie Bedford machte. Die Verwirrung hatte ich schon mal aufzuschlüsseln versucht:
gypsy-tail-wind
… verwirrende Ausgaben übrigens, ich habe „The Progressive Don Friedman Trio„, „The Don Friedman Trio“ und die US-Compilation „Invitation„, auf der Stücke der Alben „The Don Friedman Trio“ und „The Way We Were“ sowie Alternates zu finden sind, beide LPs und die Outtakes von einer einzigen Session; die erste „The Don Friedman Trio“ ist dabei eine andere LP als die zweite: die erste erschien 1979 in Japan und ist mit Luther/Hart, die zweite dann mit George Mraz/Ronnie Bedford und erst 1981 herausgekommen, damals natürlich auch nur in Japan … ich hab gebraucht, bis ich das gecheckt habe, was nicht einfacher wurde dadurch, dass „The Way We Were“ bei Discogs bei den Friedman-Einträgen nicht angezeigt wird … und seltsam dabei ist, dass auf „Invitation“ zwar ganze sieben Alternate Takes zu finden sind, aber dafür von den 20 Master Takes nur deren acht – es fehlten also eh diverse Stücke und sieben anderen gibt es andere Takes als auf den beiden japanischen LPs.)Hier geht es jetzt um die gefettete Compilation, die 1993 herauskam. Die zwei Original-LPs sind wohl wieder nur in Japan erschienen:


Von der linken LP stammen die ersten zwei Stücke, „You Stepped Out of a Dream“ und „Gone with the Wind“, später noch „Invitation“, „I Can’t Get Started with You“ und „What Is This Thing Called Love“, fünf weitere Stücke fehlen. Von der rechten LP stammen „Little Boat“, „You Got to My Head“ und „It Could Happen to You“ und ganze sieben weitere Stücke fehlen – dafür kriegen wir hier noch vier Alternate Takes, die es anderswo nicht gibt 8von „Little Boat“, „It Could Happen to You“, „Invitation“ und „What Is This Thing Called Love“). Echt seltsame Idee, zu der Statiras sich in seinen Liner Notes natürlich nicht äussert … lieber berichtet er über einen Abend, an dem er mit Friedman durch Greenwich Village zog, von Club zu Club tingelte, und überall hätten die Musiker ihn gebeten mit ihnen zu spielen: „It was enlightening to listen to this genius of the keyboard move chameleon-like from jazz style to jazz style, challenged but never defeated. This exciting, creative improvisor was and still is absolutely incredible. Don plays with acute sensibility and his uncanny insight guides him to quickly perceive where his musical companions are coming from and going. When I had the opportunity to record Don, those traits made choosing compatible musicians easy.“
Statiras gesellte ihm im August 1978 wie gesagt George Mraz und Ronnie Bedford bei, einen Lieblingsbassisten und einen sehr kreativen Drummer. Das Material habe Friedman ausgewählt – den etwas dünnen, manchmal fast scheppernden Klang seines Klaviers vermutlich nicht … ich kenne nur die CD und weiss nicht, ob LPs besser klingen, vermute aber eher, dass das Problem wirklich an der Aufnahme an sich liegt. Musikalisch ist das trotzdem sehr schön, Mraz manchmal etwas aufdringlich (und auch nicht besonders gut aufgenommen – Treble rausdrehen hilft ein klein wenig), aber das sind feine Interpretationen von – mehrheitlich – wohlbekannten Standards, nicht zuletzt der Forumsfavorit, der dem Album den Namen gibt … und dann ist da „Little Boat“ von der Musik für den Film „Black Orpheus“. Ein Highlight ist die fast neunminütige Ballade „You Go to My Head“, der Alternate Take ist hier eineinhalb Minuten kürzer. Die Länger der Stücke lässt vermuten, dass die 20 Master nicht annähernd auf einer CD Platz gefunden hätten (die hier ist mit 13 Stücken schon 70 Minuten lang) und das vielleicht die Erklärung für die seltsame Idee hinter der CD ist, man die vier „previously unreleased anyhwere“ Alternate Takes damals auch als Verkaufsargument sah? Jedenfalls hat man quasi eine LP mit Material der beiden japanischen LP zusammengestellt und dann noch sowas wie 27 Minuten Alternate Takes beigegeben.
Wo ich jetzt fast mit meinen Friedman-Alben durch bin (zwei mit grösseren Besetzungen überspringe ich ebenso wie die drei frühen mit Attila Zoller, das zweite „The Don Friedman Trio“ steht gleich noch an) frage ich mich aber – leider: Hat er nach den steilen Anfängen nie das richtig rundum gelungene Album hingekriegt, zumindest nicht im Trio (solo erinnere ich das ACT-Album von 2005 als hervorragend)? Ethan Iverson schlägt „My Favorite Things“ von 2003 mit George Mraz und Lewis Nash vor bzw. greift Ted Pankens Empfehlung dafür auf. Vielleicht gebe ich dem mal noch eine Chance. Bis dahin bleibt Friedman ein Faszinosum: ein Pianist mit wunderbarem Touch und einer grossen Gabe, immensem Können … das ich auf seinen eigenen Alben übrigens überhaupt nicht chamäleonartig empfinde sondern sehr klar. Vielleicht eine Art moderne, offenere und in gewisser Hinsicht noch poetischere Fortschreibung der Detroiter Trias (Harris, Jones, Flanagan) … und ich höre irgendwie eine Verwandtschaft zu Steve Kuhn, nicht nur wegen der Anfänge im Schatten/Schlepptau von Bill Evans. Von Kuhn habe ich noch vieles auf dem Stapel, der blühte ja auch in den Neunzigern nochmal richtig auf bzw. kriegte endlich ganz viele Gelegenheiten, Platten aufzunehmen. Bei Friedman ist der späte Katalog auf viele Label verstreut, die meist nicht leicht zu finden sind – und die ich schlecht einschätzen kann …
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The Don Friedman Trio | Ein paar Tage später, am 11. September 1978, war Friedman schon wieder im Downtown Studio für Statiras und Progressive, wieder mit Frank Luther und Billy Hart und zum Glück auch mit deutlich besserem Sound (ich hab das Japan-Reissue von 2016). Ein reines Standards-Programm, das mit „Where Are You“ los geht, mit längerem, sehr schönen Piano-Intro. Das ist bis dahin, mal abgesehen von den frühen Alben auf Riverside, die ja schon sehr besonders sind, sicher mein liebstes Friedman-Album. Hier passt die Atmosphäre, der Sound, die Begleitung, es sitzen die Grooves, es sprühen die Ideen und es funkelt der Flügel vor lauter Klangfarben. „Smoke Gets in Your Eyes“ geht wieder mit einem kurzen Solo-Intro los, das am Ende eine unerwartete Wendung nimmt, dann eine kurze Pause und weiter mit dem Thema. Luther steuert schöne Soli bei, Hart ist weniger diskret als Bedford, etwas karger aber mit deutlicheren Akzenten. Am Ende der ersten Seite steht „The Way We Were“ von Alan und Marilyn Bergman sowie Marvin Hamlisch (Barbra Streisand, 1973) – auch im Balladentempo, wobei hier keine Sekunden Langweile aufkommt, Friedman und seine zwei Kollegen sind in so toller Form. Im zweiten teil ist der Ablauf ähnlich: zwei Songs aus den Dreissigern – „The Song Is You“ (im schnellen Tempo natürlich, Luther spielt dann irgendwie Oktaven im Solo – ich weiss nicht, ob das eine technische Spielerei ist oder wie das geht?) und „Easy Living“ (mittelschnell) und dann wieder etwas jüngere, hier gestaffelt und nicht so jung wie auf der ersten Seite: „Secret Love“ (1953) sowie zum Abschluss „The Shadow of Your Smile“ (1965) – beide super und beide wieder im schnelleren Tempo. Weit ist hier das Keith Jarrett Trio nicht mehr weg – und ich denke, wenn die drei hier länger zusammengespielt hätten, wären sie durchaus in der Lage gewesen, ähnliche Höhen zu erklimmen. Wunderbare Musik auf jeden Fall! Die einzige seltsame Sache ist, dass die erste Hälfte aus drei Balladen besteht und dann die (mittel)schnellen Tempi auch wieder als Block folgen.

Das seltsame und doch irgendwie tolle Band-Foto auf dem Rückcover ist in echt schärfer und besser ausgeleuchtet – es stammt vom Produzenten Gus Statiras (das Fontcover hat Kaoru Abe gestaltet) – und das Album war wieder eine rein japanische Angelegenheit. 1979 erschienen, 2016 dann auf CD (2018 mit zusätzlichem OBI-Strip und neuer Nummer auf diesem aber wohl nicht auf dem Cover selbst nochmal), laut Discogs 2018 dann auch in den USA (mit CD-R-Verdacht, falls sichs‘ wer überlegen sollte).
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Eddie Higgins – In Chicago | Auch hier fehlt was – aber von jeweils einer LP ein Stück, weil halt nicht alles auf die CD passte, die 1995 bei Solo Art erschien, einem anderen der Jazzology/GHB-Label, zu denen Progressive irgendwann auch gehörte. Die Musik wurde am 24. (Solo) und 25. (Trio) Oktober 1978 in Lake Geneva, Wisconsin, für das damals neue kleine Label Claremont aufgenommen, die erste Platte erschien mit dem Sonnenuntergangs-Cover oben als „My Time of Day“, die zweite als „Dream Dancing“. Higgins wählte seinen langjährigen Bassisten George Bany und die Chicagoer Legende Marshall Thompson als Begleiter und stellte ein schönes Programm zusammen aus Klassikern („How Long Has This Been Goin‘ On?“, „Dream Dancing“) und weniger Bekanntem („My Time of Day“ von Frank Loesser), Medleys (das erste von Michel Legrand fehlt leider, das aus der „West Side Story“ ist ziemlich toll, auf dem zweiten gibt es eines von Ellington – das effektiv einmal Ellington, Brubecks Hommage und dann einmal Strayhorn enthält – und als Closer ein 17minütiges aus „Porgy and Bess“), richtig Altem (ein Stück von Bach, „Greensleeves“, „In a Mist“ von Beiderbecke) und Neuerem („Nightingale“ von Oscar Peterson, „Valsa de Porto das Caixas“ von Jobim, sein eigenes „Lela“, weggelassen vom zweiten Album wurde eine ganz kurze Version von Bacharachs „Come Touch the Sun“). Die Begleiter bleiben sehr im Hintergrund, Higgins glänzt an einem guten Instrument, das schön eingefangen ist – aber das ist oft auch brav, etwas formelhaft, versinkt da und dort fast im weichen Wohlklang – aber kriegt doch immer wieder die Kurve, wechselt das Tempo, den Charakter, das Register. Ich kann nicht behaupten, Eddie Higgins wirklich „geknackt“ zu haben, aber fasziniert bin ich eben doch immer wieder. Was hier genau solo und was im Trio eingespielt wurde, habe ich nicht im Detail verfolgt – es spieltt, weil Bany/Thompson so im Hinterground bleiben, auch keine so grosse Rolle.

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soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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Georges Arvanitas Trio „Three and One“ (Carrere) 1988 …. eine Komposition von Thad Jones als Teil der letzten Piano Trio Aufnahme des klassischen Trios mit Jackie Samson (b) + Charles Saudrais (dr) …. ich erstand die DoLP bei einem Auftritt des Trios mit Gary Bartz @ Le Duc des Lombards, Paris im Folgejahr (btw angereichert mit einigen suprigen Thelonious Monk Coverversionen) …. those were the days ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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Nachtrag zum Georges Arvanitas Trio …. so agierten die tolle Einheit in den mitt80ern als Rhythmuskapelle …. btw den Mitschnitt gab’s mal als DoCD auf dem nicht sonderlich legalen Jazztime Label ….
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Schlagwörter: Jazz, Piano, Piano Trio
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