Das Piano-Trio im Jazz

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  • #12585499  | PERMALINK

    vorgarten

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    ja, FACING LEFT ist auch super, habe ich diesmal gar nicht aufgefrischt.

    galper, workman, ali, art-work (2008)

    neuanschaffung, aus der vielleicht etwas merkwürdigen idee heraus, nachzuschauen, ob es klaviertrio-alben mit rashied ali gibt. da kam das hier zum vorschein, ein jahr vor seinem tod aufgenommen – ich habe keine ahnung, wie es zu diesem live-auftritt in dieser besetzung kam, im booklet sind nur ein paar fotos. „take the coltrane“ ist das erste stück, liegt ja nahe, aber es gibt auch miles-assoziiertes, „blue in green“ und „stella by starlight“. aber die drei spielen sowieso nur fragmente, ein paar akkorde aus den stücken, danach fließt alles frei, durchaus wild manchmal, aber auch schwebend. galper ist hörbar inspiriert, das ist toll mitzuverfolgen, workman und ali bauen ein bisschen drumherum, als experten der zwischenzonen und der biegsamkeit. workman ist immer auf dem punkt da (wo ich schwierigkeiten habe, die linie zu hören), und ali sorgt für originelle betonungen und seinen interessanten trademark-swing. spannend, dem wäre ich zufällig wohl nie begegnet.

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    #12585513  | PERMALINK

    lotterlotta
    Schaffnerlos

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    vorgarten moran, mateen, waits, 10 (2010) ein album zum 10-jährigen bestehen des bandwagon-trios, das es ja immer noch gibt, und das jedes jahr in der thanksgivingwoche im village vanguard auftreten. den job im kennedy-center hat moran ja gerade geschmissen, hier, vor 15 jahren, schreibt er noch eine widmung an die söhne ins booklet: this land is your land. ein von diversität geprägtes programm, das durch das trio aber zu einer einheit verschmilzt (auch wenn der potpurri-eindruck hier stärker ist als auf den geschlossenen alben von iyer z.b.): nancarrow-etuden, ballett- und filmmusik, byard und monk (interessanter twist für das als band kaum zu spielende „crepuscule with nellie“), und das von leonard bernstein für billie holiday geschriebene (und von ihr ignorierte) „big stuff“. das fließt alles leicht, traditionsflirtend, wild ausbrechend, zusammen. ohne den live-wow-effekt, aber als ausweis einer längst gefundenen eigenen sprache.

    ….ein verdammt gutes album, ja auch auf vinyl erschienen(grad nicht ganz sicher, 10 jahre später?!). hab ja die hoffnug, dass auch bandwagon noch das licht der welt auf meinem lieblingsmedium erblickt…..

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    Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!  
    #12585561  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    vorgarten
    galper, workman, ali, art-work (2008)
    neuanschaffung, aus der vielleicht etwas merkwürdigen idee heraus, nachzuschauen, ob es klaviertrio-alben mit rashied ali gibt. da kam das hier zum vorschein, ein jahr vor seinem tod aufgenommen – ich habe keine ahnung, wie es zu diesem live-auftritt in dieser besetzung kam, im booklet sind nur ein paar fotos. „take the coltrane“ ist das erste stück, liegt ja nahe, aber es gibt auch miles-assoziiertes, „blue in green“ und „stella by starlight“. aber die drei spielen sowieso nur fragmente, ein paar akkorde aus den stücken, danach fließt alles frei, durchaus wild manchmal, aber auch schwebend. galper ist hörbar inspiriert, das ist toll mitzuverfolgen, workman und ali bauen ein bisschen drumherum, als experten der zwischenzonen und der biegsamkeit. workman ist immer auf dem punkt da (wo ich schwierigkeiten habe, die linie zu hören), und ali sorgt für originelle betonungen und seinen interessanten trademark-swing. spannend, dem wäre ich zufällig wohl nie begegnet.

    Oh, krass, wusste nicht, dass es das gibt! Kenne vom späten Galper nur „The Zone“, auch im Trio und live, wohl sehr viel konventioneller aber tatsächlich auch sehr gut.

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba
    #12585589  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Matthew Shipp Trio – The Multiplication Table | Das Trio hörte ich um den Dreh herum im Radio (Mitschnitt vom Konzert beim Taktlos am 27. März 1998, vermutlich einige Wochen/Monate später ausgestrahlt) und fand es grossartig. Für die erste Ausgabe der CD war ich dann zu spät, aber 2008 gab’s eine Nachpressung (mit dem Cover oben, das unten gehört zur ersten Ausgabe, solche Fotos gab’s dann bei Hat Hut bald nicht mehr). Hier kriegen wir eine Studio-Aufnahme (Sound Ideas, NYC) vom Juli 1997 und los geht’s mit einer geladenen Version von „Autumn Leaves“, in der schon alles zu hören ist, was die drei machen. Gestrichener Bass in der hohen Lage, gezupfte Brummtöne in der Tiefe, freie Beats, die mit mitreissendem Puls in alle Richtungen rennen, und ein quecksilbriges Klavier, das kaum zu fassen ist zwischen zarten Melodiefetzen, wuchtigen Akkorden, Clustern … acht Stücke, eine Stunde Musik, neben Shipps „The New Fact“, dem Titelstück und „ZT“ Nummern 1 bis 3 kriegen wir auch noch „The ‚C‘ Jam Blues“ von Ellington und „Take the ‚A‘ Train“ von Strayhorn – die drei und das Titelstück sind die langen Nummern hier (7-13 Minuten), die vier weiteren Shipp-Stücke (4-5 Minuten) wirken teils eher wie freie Überleitungen, Nachgedanken, ruhige Meditationen in einem Zwischenraum. Alles bewegt sich auf einem ständig rotierenden, instabilen Untergrund, ist aber voller Markierungen und Orientierungshilfen, weil Shipp sehr gekonnt Tradition mit freiem Spiel verbindet. Parker mochte ich damals nicht halb so sehr wie heute (allerdings war das nie ein Trio, bei dem er mich störte), Ibarra mag ich noch so sehr, wie damals, ihr Spiel klingt sehr musikalisch. Für meine Ohren ein deutlicher Schritt nach vorn nach dem Album mit Whit Dickey.

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    #12585629  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"

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    Sam Jones Trio „Seven Minds“ (East Wind) 1975 …. wer die Cedar Walton Quartet Aufnahmen mit Clifford Jordan oder Bob Berg kennt bzw diese Formationen in den spät70ern/früh80ern live erlebt hat kann sich die Augen/Ohren reiben wie zurückhaltend, schablonenhaft, ja de facto verschämt die vom Pianisten geführte Rhythmusgruppe mit Sam Jones (b) + Billy Higgins (dr) im Piano Trio Setting agiert …. aber es existieren singuläre Ausnahmen, wie auf diesem mit dem Bassisten als Leader veröffentlichten Track nachzuhören ist .. kein Herantasten, Halten oder mehrfaches Sicherheitsnetz, einfach grosses Kino …. bitte anschnallen ….

    P.S dass diese Scheibe bei 3 der sechs Tracks durch die Teilnahme eines Streichquartettes (!) verwässert wurde, ist eine andere Geschichte ….

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #12585661  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    atomBei der Prestige LP Thelonious Monk Trio müssten wir noch klären, ob sie zulässig ist, da es eigentlich eine Drittverwertung ist. 8 der Tracks stammen von der Prestige LP Thelonious (PrLP 142) und zwei von Thelonious Monk Plays (PrLP 189). Die 8 Tracks von Thelonious wurden zuerst auf 4 Singles veröffentlicht.

    Im aktuellen Post zu Clave von Iverson weist er übrigens auf ein weiteres Problem mit diesen Sessions hin: auf Bye-Ya spielt ein unzulässiger vierter Musiker mit seiner Rassel mit;)
    https://iverson.substack.com/p/tt-564-back-to-school-comment-on


    Ray Bryant Trio

    Läuft gerade nochmal, definitiv eine der Entdeckungen aus diesem Thread für mich… Top 40 wäre es wohl sicher

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    #12585743  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"

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    https://sunnysiderecords.bandcamp.com/track/seven-minds

    Rufus Reid Trio „Seven Minds“ (Sunnyside) 1985 …. knapp eine Dekade nach dem Original spielte Bassist Rufus Reid mit Jim McNeely (p) und Terri Lyne Carrington (dr) „live“ ein …. das fulminante Bass Solo Intro (welches stellenweise an eine Oud erinnert) ist ein pures Statement, der folgende Piano Trio entwickelt strahlenden Sog …. Letzteres dann einer der Hauptunterschiede zum Originalcut, welcher deutlich dunkler und mystischer gefärbt ist …. was (bei mir) bleibt, ist eine Indifferenz zum Pianisten Jim McNeely 🤔 ….

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #12585827  | PERMALINK

    vorgarten

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    davis, crump, mcpherson [borderlands trio], asteroida (2016)
    crispell, gramss, ditzner, free flight (2010)
    sanchez, formanek, hart, sparkle beings (2021)

    drei pianistinnen, die sich kennen – sanchez und crispell haben ein duoalbum auf davis‘ label veröffentlicht, sanchez und davis auch schon im duo gespielt. diese drei trioaufnahmen aus den letzten 15 jahren sind aber sehr unterschiedlich. das borderlands trio setzt auf lange freie bewegungen, die immer wieder auch schräge grooves bilden; crispells freiflug ist eine art suite, die von der attacke aus in immer harmonischere gefilde führt, um schließlich mit fred herschs ballade „valentine“ zu münden; sanchez dagegen bewegt sich introvertiert und eigen durch freies und fremdes material zu den freundlich-störrischen drums von billy hart, die sie am ende in eine euphorische ellington-messe treiben: the sleeping lady and the giant that watches over her (weswegen ich die cd immer in griffweite habe, ich habe durch sie ellingtons latin-america-suite entdeckt). alle drei pianistinnen haben eine ausgeprägte neigung zur perkussion, greifen in drähte, sind immer kurz vor dem groove – und doch ereignen sich ausgesprochen harmonisch-schöne momente auf diesen alben, die auch stehen bleiben dürfen. studio-recherche, live-momentum, album-dramaturgie. zusammen ein ziemlich umfassender einblick in die gegenwart des klaviertrios im jazz.

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    #12586113  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"

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    Mike Melillo Trio „Spinning Song“ (Red Records) 1999 …. wie bereits vier Jahre davor auf der famosen „Alternate Changes for Bud“ dies ebenfalls mit Massimo Moriconi (b) + Giampaolo Ascolese (dr) legt hier der Pianist eine perfekte Durchleuchtung der Musik von Thelonious Monk und Herbie Nichols vor …. ein solches Verständnis beider Komponisten ist ziemlich selten, spontan fällt mir da Misha Mengelberg ein (welcher allerdings leider nie diesbezüglich eine „Piano Trio“ Untersuchung initiierte …. mit  und Arjen Gorter und Han Bennink als logischen Partnern) ….

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #12586163  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"

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    Mike Melillo Trio „Criss Cross“ (Red Records) 1999 …. damit hier auch Thelonious Monk zu seinem Recht kommt ….

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #12586209  | PERMALINK

    hat-and-beard
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    vorgartendavis, crump, mcpherson [borderlands trio], asteroida (2016)
    crispell, gramss, ditzner, free flight (2010)
    sanchez, formanek, hart, sparkle beings (2021)
    […]
    studio-recherche, live-momentum, album-dramaturgie. zusammen ein ziemlich umfassender einblick in die gegenwart des klaviertrios im jazz.

    Schön geschrieben und macht so neugierig, das ich direkt alle drei kaufe.

    (Und ich bete weiter jeden Tag, dass das Forum nicht zusammenbricht, dieser Part hier ist unersetzlich.)

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    God told me to do it.
    #12586223  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    hat-and-beard

    vorgartendavis, crump, mcpherson [borderlands trio], asteroida (2016)
    crispell, gramss, ditzner, free flight (2010)
    sanchez, formanek, hart, sparkle beings (2021)
    […]
    studio-recherche, live-momentum, album-dramaturgie. zusammen ein ziemlich umfassender einblick in die gegenwart des klaviertrios im jazz.

    Schön geschrieben und macht so neugierig, das ich direkt alle drei kaufe.
    (Und ich bete weiter jeden Tag, dass das Forum nicht zusammenbricht, dieser Part hier ist unersetzlich.)

    Falls Du dem nachgehst @hat-and-beard würd ich beim Borderlands Trio den Zweitling empfehlen (es gibt drei Alben, was für Davis schon viel ist, da wird alles gekappt, bevor Routine am Horizont auftauchen kann) – auf jeden Fall alle drei Alben sehr lohnenswert!

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    #12586229  | PERMALINK

    vorgarten

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    gypsy-tail-wind

    hat-and-beard

    vorgartendavis, crump, mcpherson [borderlands trio], asteroida (2016) crispell, gramss, ditzner, free flight (2010) sanchez, formanek, hart, sparkle beings (2021) […] studio-recherche, live-momentum, album-dramaturgie. zusammen ein ziemlich umfassender einblick in die gegenwart des klaviertrios im jazz.

    Schön geschrieben und macht so neugierig, das ich direkt alle drei kaufe. (Und ich bete weiter jeden Tag, dass das Forum nicht zusammenbricht, dieser Part hier ist unersetzlich.)

    Falls Du dem nachgehst @hat-and-beard würd ich beim Borderlands Trio den Zweitling empfehlen (es gibt drei Alben, was für Davis schon viel ist, da wird alles gekappt, bevor Routine am Horizont auftauchen kann) – auf jeden Fall alle drei Alben sehr lohnenswert!

    dem würde ich mich anschließen – WANDERSPHERE ist besser, der erstling hat das problem, dass außer dem ersten langen stück nur noch ausschnitte aus den sessions verwendet wurden, zumindest klingt es so.

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    #12586315  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Mit „alle drei lohnenswert“ meinte ich übrigens Borderlands, Crispell und Sanchez – aber gilt auch für die drei von Borderlands ;-)

    Denny Zeitlin Trio – As Long As There’s Music | Denny Zeitlin im Dezember 1997 mit Buster Williams und Al Foster für Venus – es gibt Klassiker wie den Titeltrack, „For Heaven’s Sake“, „I Fall in Love Too Easily“, zweimal Gershwin mit „They Can’t Take That Away from Me“ und dem Closer (auf der CD, die LP enthält viel weniger Material und ist anders programmiert) „The Man I Love“, dazu Coltranes „Cousin Mary“, Jobims „Triste“, zwei Zeitlin-Stücke und das Titelstück eines hier populären Albums von Hampton Hawes, „I’m All Smiles“. Ich tu mich gerade erstaunlich schwer damit – hab die CD schon länger und hab sie als sehr gut abgelegt, aber fand bei mehreren Anläufen die letzten Tage nicht richtig rein. Zeitlins Spiel wirkt stellenweise etwas träge, natürlich ist er längst gereift und muss nicht ständig Krawall machen und Karussell fahren … aber da und dort finde ich bei diesem Wiederhören, hätte etwas mehr Bewegung vielleicht nicht geschadet. Auch die Rhythmusgruppe agiert eher brav – bei Williams keine Überraschung, Foster gibt schon manchmal Impulse, aber ich wünschte mir mehr davon, und frechere. Schöne Momente gibt es immer wieder, aber das bleibt gerade unter den Erwartungen.

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba
    #12586319  | PERMALINK

    vorgarten

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    jarret, peacock, dejohnette, somewhere (2009/2013)

    „there’s a place for us, somewhere a place for us. peace and quiet and open air. wait for us, somewhere“, singen tony und maria. in der luzern concert hall wird aus dem somewhere ein everywhere, ein arbeitssieg, vor allem über die diffuse akustik, unter der vor allem der bass zu leiden hat, bis die drei sich darauf eingestellt haben und mit leonard bernstein die große vibration ingang setzen, die in einem funk-groove mit zärtlichen blockakkorden ausschwingt. ein großes dokument, auch des endes, denn zwei der drei leben nicht mehr, der dritte kann nicht mehr spielen, das ist das bis dato letzte live-album, obwohl sie danach noch 5 jahre weitergespielt haben. wahrscheinlich müssen erst jarrett und eicher sterben und der red-hook-produzent den laden übernehmen, bis aus den jahren 2010 bis 14 was erscheinen darf. ich finde SOMEWHERE sehr besonders, @thelonica hat es in seiner liste, weil die drei einen vergleichbar langen weg brauchen, um zueinander und zum raum zu finden, und dann passiert eben doch die große magie. und dann ist es vorbei, die energie ist weg, irgendwo.

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