Blues

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  • #539069  | PERMALINK

    dengel

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    der duft der nacht

    hab sie bei amazon besorgt

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    #539071  | PERMALINK

    mitchryder

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    #539073  | PERMALINK

    dengel

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    So, wie gestern angekündigt, werde ich mal anfangen, was über Bluesgrössen zu schreiben. Den Anfang macht aber nicht ein Mann, sondern, Ehre wem Ehre gebührt, eine Frau, nämlich die Kaiserin des Blues

    BESSIE SMITH

    geb.15. April 1894, Chattanooga, Tennesse
    gest. 26.Sept. 1937, Clarksdale, Mississippi

    Bessie Smith wurde als Tochter eines Laienpredigers, der kurz nach ihrer Geburt starb, geboren. Als sie 9 Jahre alt war, verstarb auch ihre Mutter, sa dass sie und ihre Brüder sich durch Gesangs- u. Tanzauftritte auf der Strasse ein paar Cents verdienen mussten.
    1912, im Alter von 18 Jahren, schloss sie sich der Moses-Stokes-Company, eine Vaudeville-Showtruppe an. In dieser Truppe war Ma Rainey der Star, von der Bessie Smith sich viel abschaute
    In diesen Jahren heiratete sie, wurde aber bald darauf Witwe. 1919hatte sie ihre erste eigene Revue, die „liberty Belles“, mit der sie in New Orleans, Memphis, Chicago und New York gastierte. 1921 nahm sie für OKeh ihre erste Platte auf, die aber nicht veröffentlicht wurde. Dann, 1923, kam der Durchbruch. „Down Hearted Blues“, den sie für Columbia aufnahm verkaufte sich ca. 80.000 mal, eine Sensation für die damalige Zeit. Sie heiratet wieder, lies sich aber 1929 scheiden. In den Jahren 1923-1933 nahm sie über 150 Titel für Columbia auf. Zu dieser Zeit war sie auf dem Zenit ihres Ruhms. Ihr Gesangsstil war kraftvoll und sinnlich. Auch war sie eine begnadete Tänzerin. Sie arbeitet mit einigen der besten Musiker dieser zeiz, z.B. Louis Armstrong (Trompete), Fletcher Henderson (Piano) u. Coleman Hawkins(Saxophon). Im Jahr 1929 nahm sie ein Stück auf, das ihr Klassiker schlechthin is:“Nobody Knows You, When You´re Down And Out“ (T.u.M. Jimmie Cox, 1923). In einer wunderbaren Version von Derek & The Dominos ist dieser Song auch auf „Layla“ zu hören. Auch wirkte sie in dem Film „St. Louis Blues“ mit. In den dreissiger Jahren ging es mit ihrer Karriere abwärts. Ihre Platten verkauften sich nicht mehr und auch das Publikum blieb ihren Konzerten fern. Mitte des Jahrzehnts erlebte sie ein Comeback und trat 1935 im Apollo Theatre in New York auf. Als sie mit der „Broadway Rastus Show“ auf Tournee in den Südstaaten war, verunglückte sie tödlich, als sie von Ihrem Liebhaber (Onkel von Lionel Hampton) zu einem Auftritt gefahren wurde.
    Ihr Leben lebte sie exzessiv. Sie trank viel und hatte eine Unmenge Affären mit Männern und Frauen. Aber auf der Bühne bezog sie auch Position gegen die Rassendiskriminierung, was ihr viele Gegner einbrachte. Sie beeinflusste Sängerinnen wie Billie Holliday, Big Mama Thornton und Janis Joplin.
    Bessie lebte den Blues.
    Als Einstieg empfohlen:
    The Complete Recordings Vol. 1 u. 2 (Columbia 467895 2)

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    #539075  | PERMALINK

    mitchryder

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    #539077  | PERMALINK

    dengel

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    kommt morgen, junger mann

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    #539079  | PERMALINK

    mitchryder

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    #539081  | PERMALINK

    dengel

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    So weiter gehts mit den Grössen des Blues. Heute:

    LEADBELLY

    geboren als Huddie William Ledbetter. Über das Geburtsdatum gibt es unterschiedliche Angaben.
    20.Januar 1889 od. Januar 1888, Mooringsport, Louisiana, bzw. 1895, Shreveport, Louisiana
    gestorben ist er am 06.Dez. 1949 in New York

    Leadbelly war einer der ersten Blues-u. Folkmusiker, der mit seiner Musik und seinen Songs zur Überwindung der Rassendiskriminierung beitrug. Er war der erste schwarze Bluessänger, der auch von den Weissen anerkannt wurde. Geboren wurde er als einziges Kind eines Farmers. Seine Mutter war indianischer Abstammung. Von seinem Onkel bekam er das Gitarre-u.Mundharmonikaspielen beigebracht. Als er 5 war, zog die Familie nach Texas. Anfangs spielte er die Gitarre mit 8 Saiten, später mit 12. Er lernte Sklaven-u.Kirchenlieder und um 1905 wurde er Hobo. In dieser Zeit lernte er seine einem Barpiano angelehnte Gitarrentechnik.
    1915 lernte er einen der grössten Bluessänger aller Zeiten kennen:
    Blnd Lemon Jefferson, der ihn massgeblich beeinflusste. Leadbelly hielt sich Strassenmusiker und mit Jobs auf Baumwollfarmen über Wasser. Als 18jähriger war er 2facher Vater, ohne die Mutter seiner Kinder zu heiraten. Ausserdem stand er öfter wegen Schlägereien vor dem Richter. Die Zusammenarbeit mit Blind lemon Jefferson war nur von kurzer Dauer, da er in Texas einen Mann getötet hatte (haben soll). Das Urteil lautete auf 33 Jahre Zuchthaus. 1925 wurde er begnadigt, aber die Freiheit währte nur kurz, denn 1930 wurde er wieder verhaftet und wegen Körperverletzung zu 10 Jahren Zuchthaus auf der Angola Prison Farm, Louisiana, verurteilt. Als die Musikforscher John und Alan Lomax im Süden nach Bluesmusikern suchten, entdeckten sie sein Talent und machten einige Aufnahmen mit ihm. Sie richteten eine Petition an den Gouverneur, der Leadbelly darauf begnadigte (1933). Er wurde dann Chaffeur der Lomax, heiratete zum 2.Mal und zog mit ihnen nach New York. Dort machte er Aufnahmen, die hauptsächlich von weissem Publikum gekauft wurden. 1940 spielte ewr mit Josh White und 1942 mit Sonny Terry & Brownie McGhee zusammen. In seinem Repertoire hatte er laut Schätzungen ca. 500-900 Songs, die das ganze Spektrum der amerikanischen Folk-u.Bluesmusik abdeckten. 1949 war er der erste US-Biuessänger, der in Frankreich gastierte. Leadbelly lebte ständig von der Hand in den Mund und als er am 06.Dez.1949 starb, besass er keinen Cent. Sein Stil beeinflusste nach dem 2.Weltkrieg viele Musiker, hauptsächlich aus der Folkszene wie Pete Seeger und Woodie Guthrie.
    Ein halbes Jahr nch seinem Tod hatten Pete Seeger & The Weavers mit „Goodnight, Irene“ einen Riesenhit, ebenso wie Lonnie Donegan in den 50ern mit „Rock Island Line“, das den Skiffle-Boom auslöste. Musiker wie John Mayall und Alixis Korner fanden dadurch den Weg zum Blues und was dann passierte…….ja das ist wieder eine andere Geschichte.

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    #539083  | PERMALINK

    mr-clean

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    Kennt jemand von euch Lightnin` Hopkins?

    Diese Stimme und die Gitarren, wow!

    Kann ich Blues-Fans nur empehlen. :D

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    #539085  | PERMALINK

    dengel

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    abwarten, mein junge, der kommt auch noch dran :sauf:

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    #539087  | PERMALINK

    mr-clean

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    Beiträge: 995

    abwarten, mein junge, der kommt auch noch dran :sauf:

    Gut so. :D

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    #539089  | PERMALINK

    blues-pfaffe

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    Moin in die Runde,

    finde ich gut, dass hier paar wirklich wichtige Biografien vorgestellt werden. Ne ähnliche Serie hab ich unabhängig davon im Forum von www.freibeutergottes.de vor paar Tagen gestartet. Dort allerdings als Blueskalender. :gitarre:

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    #539091  | PERMALINK

    dengel

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    @ pfaffe

    freut mich, dass du lust drauf hast. dann gehts bald weiter

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    #539093  | PERMALINK

    blues-pfaffe

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    W.C. Handy (eigentlich William Christopher Handy) bezeichnete sich selbst als „Vater des Blues“. Auch wenn er den Blues als musikalische Form nicht erfunden hat, so zählt er doch zu den ersten Musikern, die den Namen Blues in einem Musiktitel verwendeten. Und er hat entscheidend zur Popularisierung dieser Musik am Anfang des 20. Jahrhunderts beigetragen.

    Handy, der am 16. November 1873 in Florence, Alabama, geboren wurde, war Orchesterleiter, Songschreiber und Publizist. Als einer der ersten „kultivierten“ Orchesterleiter bezog er in seinen Arrangements Elemente des im Mississippidelta populären Blues ein, auch wenn er diese Musik als „primitiv“ betrachtete.

    Die ersten als Blues bezeichneten Kompositionen wurden 1912 veröffentlicht:

    1. „Dallas Blues“ von Hart Wand, einem weißen Musiker aus Oklahoma City. Die Melodie besteht aus einer einfachen zwölftaktigen Tonfolge, die in drei viertaktige Phrasen unterteilt ist und dem späteren Blues-Schema sehr ähnelt.
    2. „Baby Seals’ Blues“ von Arthur „Baby“ Seals, veröffentlicht im Sommer 1912, ist nach heutiger Betrachtung eher ein Volkslied als ein echter Blues. Allerdings enthält er eine Strophe, die später von Bessie Smith bei „Preachin’ The Blues“ samt der dazugehörigen Melodie übernommen wurde:

    Sing-em, sing-em
    Sing them blues,
    ‘Cause the cert’ly sound good to me.
    I’ve been in love these last three weeks
    And it cert’ly is a misery

    Sing mir, sing mir
    Sing mir die Blues,
    denn sie gefallen mir sehr.
    Ich war die letzten drei Wochen verliebt.
    Es ist wirklich ein Malheur.

    Der „Memphis Blues“, der vielerorts noch als erster veröffentlichter Blues-Titel bezeichnet wird, wurde von W.C. Handy schließlich im September 1912 veröffentlicht. Der Titel ist eigentlich ein „Cake Walk“, also ein damals populärer Tanz. Handy war damals der beliebteste Orchesterleiter in Memphis. Der Vater des Blues war damit erst der dritte Komponist, der einen „Blues“ in Druck gab. Und die eigentliche Musik der Farbigen bezog er noch später in seine Kompositionen mit ein (obwohl er selbst auch farbig war)

    In seiner 1938 geschriebenen Autobiografie „Father of the blues“ beschreibt er, wie er dazu gekommen ist:

    „Ich gestehe, dass ich nur zögernd die einfachen, volkstümlichen Formen verwandte … Für mich als Leiter vieler respektabler konventioneller Kapellen war es nicht leicht, zuzugeben, dass eingewöhnlicher slow-drag der Rhythmus selbst sein könnte …. Aufgeklärt wurde ich in Cleveland, Mississippi, wo jemand bei einer Tanzveranstaltung eine seltsame Bitte zu uns heraufschickte. Auf dem Zettel stand, ob wir nicht „unsere Eingeborenenmusik“ spielen könnten. Ein paar Augenblicke kam schon die nächste Bitte herauf. Ob wir etwas dagegen hätten, wenn eine hiesige farbige Kapelle ein paar Stücke spielen würde? Ob wir etwas dagegen hätten: Wir amüsierten uns. Welcher Hornist konnte während der bezahlten Stunden etwas gegen eine Zigarettenpause haben? Wir verließen dankbar das Podiu, und die Neuankömmlinge traten auf. Sie wurden von einem langbeinigen, schokoladebraunen Jungen angeführt. Ihre Band bestand nur aus einer uralten Gitarre, einer Mandoline und einem heruntergekommenen Baß.
    Die Musik die sie machten, entsprach genau ihrem Aussehen. Sie begannen mit einer jener sich immer und immer wiederholenden Phrasen, die keinen deutlichen Anfang und ganz gewiß kein Ende zu haben schienen. Der Rhythmus war quälend monoton, aber es ging weiter und weiter … Ein Regen von Silberdollars fiel zwischen die stampfenden Füße. Die Tänzer gebärdeten sich wie toll. Dollars, viertel Dollars und halbe Dollars – der Regen wurde dichter und dauerte an, während ich den Hals verrenkte, um besser sehen zu können. Dort vor den Jungen lag mehr Geld als meine neun Musiker für den ganzen Abend bezahlt bekamen. Da erkannte ich den Wert der primitiven Musik“

    Neben dem „Memphis Blues“ schrieb Handy noch weitere heute längst zu Klassikern gewordene Stücke wie etwa den „St. Louis Blues“, „Yellow Dog Blues“ oder den „Beale Street Blues“. 1917 zog er von Memphis nach New York, wo er bis 1923 mit seiner eigenen Band Platten aufnahm. In den zwanziger und dreißiger Jahren spielte er mit verschiedenen Orchestern zusammen, bevor er in den vierziger Jahren von der Szene verschwand. 1958 starb Handy in New York.

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    #539095  | PERMALINK

    blues-pfaffe

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    Nicht nur in seiner Frühzeit hatte der Blues gerade in christlichen Kreisen einen äußerst schlechten Ruf. Es sei (im Gegensatz zu den gut christlichen Spirituals und Gospels) eine „Musik des Teufels“ hieß es immer wieder. Und von Musikern wie Robert Johnson etwa halten sich seit Jahrzehnten die Gerüchte, sie hätten einen Pakt mit dem Teufel abgeschlossen, um so spielen zu können, wie sie es konnten.

    Einer, der sehr viel zur Popularisierung solcher Gerüchte beigetragen hat, war Peetie Wheatstraw (als William Bunch am 21. Dezember 1902 geboren). Er war einer der populärsten Sänger und Pianisten in St. Louis in den 30er Jahren. Dabei ist es weniger seine pianistische Meisterschaft sondern eher sein Gesangsstil, der in Erinnerung bleibt. Dass er fast jedes Lied mit einem „oh, well well“ verzierte, wurde irgendwann zu seinem Markenzeichen.

    Was er vor seiner Ankunft in St. Louis um das Jahr 1929 herum gemacht hat, verliert sich im Dunkel der Geschichte. Anknüpfend an den Stil des damals erfolgreichsten Klavier-Gitarre-Duos Leroy Carr/Scrapper Blackwell begann er jedenfalls damals, Platten aufzunehmen, meist begleitet von einem Gitarristen. Mehr als 160 Lieder nahm er bis zu seinem Tod am 21. Dezember 1941 auf. Viele davon mit solch bedeutenden Gitarristen wie Lonnie Johnson oder Kokomo Arnold.

    Kritiker monieren noch heute, dass er (wohl ähnlich wie heute Dieter Bohlen) recht wenige neue Melodien fand. Viele seiner Titel hat er bis zu Ermüdung immer und immer wieder mit neuen Versionen aufgenommen. Doch er hatte damit ne Menge Erfolg. Und interessanter waren für die Leute wohl eher seine Texte, die sich meist um Sex, Tod und übernatürliche Dinge drehten (mehr oder weniger verschlüsselt). Am 28. September 1931 nahm er „The Devil’s Son in Law“ auf, in dem er sich als Schwiegersohn des Teufels bezeichnete. Dies wurde nach Peetie Wheatstraw (den er aus einem Volksmärchen der Schwarzen entnommen hatte) sein zweiter Künstlername. An seinem 39. Geburtstag starb Wheatstraw bei einem Autounfall auf dem Höhepunkt seiner Karriere.

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    #539097  | PERMALINK

    blues-pfaffe

    Registriert seit: 28.09.2003

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    Victoria Spivey gehört neben Bessie Smith und Ma Rainey zu den bedeutendsten Blues-Sängerinnen der “klassischen” Blues-Ära in den zwanziger Jahren. Während die meisten anderen Sängerinnen der Zeit aber schnell von der Szene verschwunden waren, war sie bis zu ihrem Tod als Sängerin, Schauspielerin, Songwriterin und Chefin ihres eigenen Plattenlabels musikalisch aktiv und erfolgreich.

    Geboren wurde Victoria Spivey am 15. Oktober 1906 in Houston. Sie begann ihre Karriere mit Auftritten als Sängerin und Pianistin in den Kneipen ihrer Heimatstadt. Ihre erste Platte, die sie 1926 aufnahm, war der „Black Snake Blues“. Danach arbeitete sie für die St. Louis Music Company und trat in dem nur von Schwarzen gespielten Musical-Film „Hallelujah!“ auf. Bis in die 50er Jahre nahm sie Platten auf und war auf zahlreichen Bühnen vor allem in New York zu sehen. Dann verließ sie das Show-Geschäft, um nur noch in Kirchen zu singen.
    1962 gründete sie Spivey-Records und kehrte auf die Blues-Szene zurück. Ihr Timing machte sich bezahlt. Denn damals wuchs in Amerika und England das Interesse an Folk und Blues enorm an. So trat sie auf den wichtigen Blues-Festivals in den USA und Europa auf und veröffentlichte Platten mit klassischen Bluessängern aus der „alten“ Zeit. Sie starb am 3. Oktober 1976 in New York.

    Als Sängerin kann man Spivey sicherlich nicht mit der großartigen Bessie Smith vergleichen. Dazu war schon ihr Stimmumfang nicht ausreichend. Doch ihre raue und direkte Art zu singen, machten ihre Lieder glaubwürdig. Und sie sang auch über Themen, die jenseits der gängigen Lieder über die Liebe waren. Etwa über die Zurückweisung, die Opfer der Tuberkulose erlebten (Dirty TB Blues)oder als eine der ersten über die Gefahren von Kokain (Dope Head Blues).

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