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AutorBeiträge
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Mir gefiel vor allem die unerwartet humorige Volte im letzten Satz der letzten Fußnote.
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Und lieg´ich dereinst auf der Bahre, dann denkt an meine Guitahre, und gebt sie mir mit in mein Grab (Der rührselige Cowboy, D. Duck)Highlights von Rolling-Stone.deDie 100 besten Gitarristen aller Zeiten: Plätze 50-1
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WerbungDas ging mir auch so. Also lauschen wir doch der Musik!
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Zwei interessante Nachrichten:
…Universal Music erklärte den Schritt damit, dass TikTok den Musikern und Songautoren nur „einen Bruchteil“ der auf anderen Plattformen üblichen Vergütung zahlen wolle. Außerdem würde TikTok viel mithilfe künstlicher Intelligenz erstellter Musik online lassen – und so faktisch „das Ersetzen von Künstlern durch KI“ vorantreiben.
und
Zwei Drittel der Betroffenen seien angesichts der KI-Risiken besorgt. So habe der Bereich der Filmmusik durch Modelle, die etwa automatisiert lizenzfreie Hintergrundmusik generieren, schon jetzt erhebliche Probleme. «Ist das der Beginn von einem Prozess, wo es sich für Menschen nicht mehr lohnt, als normalen Brotberuf Musik zu machen und davon leben zu können?», fragte Gema-Chef Tobias Holzmüller.
Vertiefend: Kreativität und KI: Wie Künstliche Intelligenz die Musikwelt verändert | ZEIT ONLINE
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Beiträge nicht KI- generiert Contre la guerreEin bisschen witzig finde ich das ja, dass beim Aufrufen des Zeit-Links das hier angezeigt wird: ZEIT ONLINE hat diese Meldung redaktionell nicht bearbeitet. Sie wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen.
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Dirty, dirty feet from the concert in the grass / I wanted to believe that freedom there could last (Willy Mason)Auch wenn schon alles zu diesem Thema gesagt wurde, darf es dennoch nicht sein, dass dieser Thread seit über einem Jahr verstaubt.
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aus dem oben erwähnten Artikel:
Der Markt erzählt uns aktuell, dass physische Tonträger und Streaming nebeneinander existieren können. Und es weht ein bisschen Kult um die Compact Disc. Ist das die Chance für überzeugte Streamer, ihre CD-Sammlung rentabel zu verkaufen? Fragen wir Momox, den großen Online-Händler für Second-Hand-Kultur. Wahlloser Test: Was zahlt er für Iggy Pops Album „Lust for Life“ von 1977 (1990 auf CD erschienen), ein Meilenstein und Meisterwerk? 0,21 Euro. Das ist selbst für einen Punk wie Iggy, der mal von Dosenbier und Liebe lebte, nicht genug.
Punk(t).
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http://www.radiostonefm.de/ Wenn es um Menschenleben geht, ist es zweitrangig, dass der Dax einbricht und das Bruttoinlandsprodukt schrumpft.Meine Sammlung vergrößert sich inzwischen fast ausschließlich durch Momox, rebuy oder Recordsale Berlin. Bücher kauf ich schon länger nicht mehr neu (auch weil es das meiste von dem was ich lese nicht mehr in Neuauflagen gibt), seit CDs im Zustand „wie neu“ 5€ kosten, werden laufend Lücken gefüllt. Generell tu ich mich zunehmend schwer überhaupt Neuware zu kaufen, sofern auch Gebrauchtes in einem für mich akzeptablem Zustand verfügbar ist.
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Don't be fooled by the rocks that I got - I'm still, I'm still Jenny from the blockNachhaltig. Ist gut so.
Dagegen steht der/die Künstlerin. Allerdings haben die dann auch bereits verkauft gehabt.--
http://www.radiostonefm.de/ Wenn es um Menschenleben geht, ist es zweitrangig, dass der Dax einbricht und das Bruttoinlandsprodukt schrumpft.Ach so ist das. Ich dachte bisher lange Zeit, die Leute hier kaufen immer sofort den neuesten Scheiß.
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never change a running systempunchlineAch so ist das. Ich dachte bisher lange Zeit, die Leute hier kaufen immer sofort den neuesten Scheiß.
Sogar bevor die Künstler es selbst offiziell rausbringen.
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Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...Kaufe zwar gern Platten und Bücher, hab aber auch viele Musikfiles und möchte da auch gern das Thema lossless erkunden. Seit heute ist am Verstärker ein WiiM Mini angeschlossen und über USB klemmt eine mobile SSD am Router. Muss mich noch ein wenig mit der Bedienung beschäftigen, aber der digital-analog Wandler (DAC) ist okay und den Ansatz finde ich ganz vernünftig. Ein Album wie „Hyperdrama“ von Justice ist auf Vinyl zwar schön, aber im Losslessformat sicher auch zu gebrauchen.
zuletzt geändert von kingberzerk--
Tout en haut d'une forteresse, offerte aux vents les plus clairs, totalement soumise au soleil, aveuglée par la lumière et jamais dans les coins d'ombre, j'écoute.cleetusMeine Sammlung vergrößert sich inzwischen fast ausschließlich durch Momox, rebuy oder Recordsale Berlin. Bücher kauf ich schon länger nicht mehr neu (auch weil es das meiste von dem was ich lese nicht mehr in Neuauflagen gibt), seit CDs im Zustand „wie neu“ 5€ kosten, werden laufend Lücken gefüllt. Generell tu ich mich zunehmend schwer überhaupt Neuware zu kaufen, sofern auch Gebrauchtes in einem für mich akzeptablem Zustand verfügbar ist.
Das geht mir ähnlich. Auf der letzten Plattenbörse habe ich sage und schreibe aus der nugs net CD-Serie zehn vollständige, offiziell veröffentlichte Konzerte von Bruce Springsteen in absolut ungespieltem Zustand für dreißig Euro erworben. Für zwanzig Euro gab es eine 40-teilige Jazzsammlung seltenster Alben in gepflegter neuwertiger Verpackung, die ich immer schon haben wollte. Das löst schon Euphorie aus. Seit Monaten höre ich mich mit wachsendem Vergnügen da durch. Sound? Mein 34jähriger Accuphase klingt so opulent und so warmherzig analog wie man es sich nur wünschen kann.
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So kann man ein Medium natürlich auch langsam aber sicher an die Wand fahren. Mein persönlicher Höhepunkt bisher: David Gilmours Live At Pompeii, die Auslaufrille war im Papier des Labels. Das läuft schon unter Sachbeschädigung. Da ich alle Platten vor dem erstmaligen Spielen genauestens auf Pressfehler untersuche (ist mittlerweile notwendig), war nichts passiert.
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So kann man ein Medium natürlich auch langsam aber sicher an die Wand fahren. Mein persönlicher Höhepunkt bisher: David Gilmours Live At Pompeii, die Auslaufrille war im Papier des Labels. Das läuft schon unter Sachbeschädigung. Da ich alle Platten vor dem erstmaligen Spielen genauestens auf Pressfehler untersuche (ist mittlerweile notwendig), war nichts passiert.
Ähnliche Erfahrungen hat wohl jeder in den letzten Jahren gemacht, der sich neue Vinyl-VÖ besorgt hat. Ausbleibender Wissenstransfer; ökonomischer Druck, der zu mehr ‚Effizienz‘ führt (weniger Ruhezeit fürs Vinyl und für die Arbeitenden); Ausdünnen des Personals und damit einhergehend wenig bis keine Qualitätskontrolle mehr. Selbst optisch einwandfreie Exemplare können heutzutage voller Pops und Knistern sein, während alte Pressungen aussehen wie durch Sandpapier gezogen und tadellos klingen. Ist ja alles bekannt. Deswegen bin ich mittlerweile wieder bei alten Pressungen und (neu für mich, also seit wenigen Jahren) bei bespielten Kassetten gelandet. Faustregel: Altes Vinyl für alte Musik, Tapes für neue Musik (falls möglich und einem dort nichts vorenthalten wird, wie lyric sheets o.ä.). Die professionellen Kassettenüberspielungen zum Beispiel von NAC (National Audio Company, haben nie aufgehört, bespielte Kassetten zu produzieren) sind heutzutage technisch auf hohem Niveau, sie klingen gut und es leiert nichts. Ich habe mir die ersten beiden, neu aufgelegten Bad Brains-Alben letztes Jahr auf Tape gekauft und sie sind tadellos, druckvoll und perfekt. Ebenso die handvoll Tapes vom Hausu Mountain Label. Aber auch die weniger professionell hergestellten Tapes in 50er Auflagen machen mir einfach Spaß, ohne dass mich das große Zittern überkommen muss, ob ich in leisen Passagen mit Pops und Clicks terrorisiert werde.
Musikkassetten. Das ist ein Statement. Hab ich als Kind auch gehört, als CDs noch zu teuer waren, es Schallplatten kaum noch gab und von Streaming noch nicht die Rede war.
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when there's nothing left to burn, you have to set yourself on fire -
Schlagwörter: analog, CD, Format, LPs, Streaming, untötbare Forumsfolklore, Vinyl, Vinyl vs. CD
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