Antwort auf: Vinyl vs. CD vs. Download vs. Streaming!

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wahr

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claquehttps://www.headphonesty.com/2025/07/new-vinyl-pressings-getting-worse/?fbclid=IwdGRleAPZ0S9leHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZAo2NjI4NTY4Mzc5AAEe4Icb-TeVXzhR0iJEdFc9ozFfLrEXfPr9LB8XvxP8F3QxCyOGMZ6j0Tjqsxc_aem_gm-aCYRAU9XsyISCtbZR0w

So kann man ein Medium natürlich auch langsam aber sicher an die Wand fahren. Mein persönlicher Höhepunkt bisher: David Gilmours Live At Pompeii, die Auslaufrille war im Papier des Labels. Das läuft schon unter Sachbeschädigung. Da ich alle Platten vor dem erstmaligen Spielen genauestens auf Pressfehler untersuche (ist mittlerweile notwendig), war nichts passiert.

Ähnliche Erfahrungen hat wohl jeder in den letzten Jahren gemacht, der sich neue Vinyl-VÖ besorgt hat. Ausbleibender Wissenstransfer; ökonomischer Druck, der zu mehr ‚Effizienz‘ führt (weniger Ruhezeit fürs Vinyl und für die Arbeitenden); Ausdünnen des Personals und damit einhergehend wenig bis keine Qualitätskontrolle mehr. Selbst optisch einwandfreie Exemplare können heutzutage voller Pops und Knistern sein, während alte Pressungen aussehen wie durch Sandpapier gezogen und tadellos klingen. Ist ja alles bekannt. Deswegen bin ich mittlerweile wieder bei alten Pressungen und (neu für mich, also seit wenigen Jahren) bei bespielten Kassetten gelandet. Faustregel: Altes Vinyl für alte Musik, Tapes für neue Musik (falls möglich und einem dort nichts vorenthalten wird, wie lyric sheets o.ä.). Die professionellen Kassettenüberspielungen zum Beispiel von NAC (National Audio Company, haben nie aufgehört, bespielte Kassetten zu produzieren) sind heutzutage technisch auf hohem Niveau, sie klingen gut und es leiert nichts. Ich habe mir die ersten beiden, neu aufgelegten Bad Brains-Alben letztes Jahr auf Tape gekauft und sie sind tadellos, druckvoll und perfekt. Ebenso die handvoll Tapes vom Hausu Mountain Label. Aber auch die weniger professionell hergestellten Tapes in 50er Auflagen machen mir einfach Spaß, ohne dass mich das große Zittern überkommen muss, ob ich in leisen Passagen mit Pops und Clicks terrorisiert werde.