The Rolling Stones – Exile On Main Street

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  • #11328471  | PERMALINK

    stormy-monday
    We Shall Overcome

    Registriert seit: 26.12.2007

    Beiträge: 20,490

    Yo, Wahr!

    Ich bin auch Klaus ziemlich dankbar, dass er durch seine Besternungen die Threads wieder hochholt. Alles nachgelesen, musste häufig schmunzeln.

    --

    Contre la guerre
    Highlights von Rolling-Stone.de
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    #11328473  | PERMALINK

    latho
    No pretty face

    Registriert seit: 04.05.2003

    Beiträge: 37,158

    wahr[…] Denn auch der Sänger hier weiß, wenn er kurz drüber nachdenkt, wird aus dem <i>f</i><i>air</i>- ein <i>unfair land</i>. Also muss das Tempo hoch bleiben, keine Sekunde darf sich ein Zweifel ins Bewusstsein schleichen. Mehr, mehr, schneller, SCHNELLER, Mr. Keys, bitte gieß noch Brandbeschleuniger nach. Ex und hopp, let it rock, zerleg den Laden! Main Street? Welche Main Street?
    *****

    Yeah! (statt <i> lieber <em> benutzen)

    Wie man überhaupt die „amerikanische Seite“ des Albums vergisst, wenn man immer über Nellcôte nachdenkt. Für mich ist das Album immer eine Wundertüte gewesen, immer gespannt, was für einen Song, was für einen Stil, was für ein Gefühl die Stones eingemeindet haben, um da ihren ganz eigenen Stempel draufzudrücken: Den der ultimativen Lässigkeit (aber nie Wurschtigkeit) – es klingt immer so, als wäre es keine Arbeit gewesen. Nicht das erste Americana-Album der Stones, das ihren Stil festlegt, aber das Album, das am deutlichsten klar sagt: „Schaut her, wir können eigentlich alles“.
    Ein Album, das man unmöglich schlecht finden kann, nur andere besser.

    (Exile On Main St. benötigt nach sieben Jahren eine Revision)

    Wenn du die Höchstwertung vergeben hast, nicht…

    --

    If you talk bad about country music, it's like saying bad things about my momma. Them's fightin' words.
    #11328529  | PERMALINK

    wahr

    Registriert seit: 18.04.2004

    Beiträge: 14,893

    lathoYeah! (statt <i> lieber <em> benutzen)

    Hatte es schon bereinigt, aber du warst mit dem Zitieren schneller.

    lathoWie man überhaupt die „amerikanische Seite“ des Albums vergisst, wenn man immer über Nellcôte nachdenkt. Für mich ist das Album immer eine Wundertüte gewesen, immer gespannt, was für einen Song, was für einen Stil, was für ein Gefühl die Stones eingemeindet haben, um da ihren ganz eigenen Stempel draufzudrücken: Den der ultimativen Lässigkeit (aber nie Wurschtigkeit) – es klingt immer so, als wäre es keine Arbeit gewesen. Nicht das erste Americana-Album der Stones, das ihren Stil festlegt, aber das Album, das am deutlichsten klar sagt: „Schaut her, wir können eigentlich alles“. Ein Album, das man unmöglich schlecht finden kann, nur andere besser.

    Das sehe ich etwas anders. Für mich hört man dem Album das Chaos seiner Begleitumstände an, a mess (dafür gibt es irgendwie kein deutsches Wort). Das ging mir schon so, als ich es damals, zweite Hälfte der 1970er, gekauft hatte und noch nichts von der Entstehungsgeschichte wusste. Keine majästetische Platte wie „Let It Bleed“ oder „Sticky Fingers“, eher ein dünnes, unübersichtliches Gerumpel, unaustariert, kein Gefallen einfordernd, sich gegen melodiöse Hits sperrend. Da musste man sich auch ein bisschen durchkämpfen, um den Wert dieser „Friss es oder lass es“-Musik zu erkennen.

    #11328575  | PERMALINK

    latho
    No pretty face

    Registriert seit: 04.05.2003

    Beiträge: 37,158

    A mess ist es auch sicherlich, es klingt – und da bin ich wieder bei Nellcôte – wie ein unaufgeräumter Schlosskeller, der durchwühlt wird. Aber eben von Typen, die sich ohrenscheinlich nicht besonders anstrengen.

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    If you talk bad about country music, it's like saying bad things about my momma. Them's fightin' words.
    #11328597  | PERMALINK

    august-ramone
    Ich habe fertig!

    Registriert seit: 19.08.2005

    Beiträge: 62,797

    wahr„Schnelles 50s Rock’n’Roll-Gerumpel, das zu nichts führt“, schrieb irgendein Trottel hier mal zu „Rip This Joint“. Das stimmt, es führt zu nichts. Aber es führt deswegen zu nichts, weil es in der Vorstellung nicht irgendwo hin will, sondern schon da ist. Ich stelle mir jemanden auf der mexikanischen Seite der Grenze zu den US of A vor, der sich in das Märchenland jenseits der Mauer hineinsehnt („Drive myself right over the wall!“), falls man ihn endlich reinließe („Mister Immigration Man, let me in, sweetie, to your fair land!“). Er malt sich euphorisch aus, dort Freunde zu treffen („Dick and Pat“), quer durch die Bundesstaaten zu rasen („From San José down to Santa Fé!“, Tampa, Memphis, New Orleans, Buffalo, Washington, rüber nach Dallas, Texas und „wham bham – Birmingham, Alabam‘, don‘t give a damn!“) und es in einem besseren Leben richtig krachen zu lassen. Leben auf der Überholspur, vielleicht mit ein paar Drogen als Treibstoff. Und da Fantasien sehr mächtig sind, wenn sie mit einem durchgehen, kann es in diesem Track keine Pause für Reflektionen geben. Denn auch der Sänger hier weiß, wenn er kurz drüber nachdenkt, wird aus dem fair ein unfair land. Also muss das Tempo hoch bleiben, keine Sekunde dürfen sich Zweifel ins Bewusstsein schleichen. Mehr, mehr, schneller, SCHNELLER, Mr. Keys, bitte gieß noch Brandbeschleuniger nach. Ex und hopp, let it rock, zerleg den Laden! Main Street? Welche Main Street?
    *****

    (Exile On Main St. benötigt nach sieben Jahren eine Revision)

    Klasse!

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    http://www.radiostonefm.de/ Wenn es um Menschenleben geht, ist es zweitrangig, dass der Dax einbricht und das Bruttoinlandsprodukt schrumpft.
    #11356845  | PERMALINK

    pipe-bowl
    Moderator
    Cookie Pusher

    Registriert seit: 17.10.2003

    Beiträge: 70,545

    Rocks off *****
    Rip this joint ****1/2
    Shake your hips ****1/2
    Casino Boogie ****
    Tumbling dice *****
    Sweet Virginia *****
    Torn and frayed *****
    Sweet black angel ****1/2
    Loving cup ****1/2
    Happy *****
    Turd on the run ****1/2
    Ventilator Blues ****1/2
    I just want to see his face ***
    Let it loose ****1/2
    All down the line *****
    Stop breaking down ****1/2
    Shine a light *****
    Soul survivor ****1/2

    Gesamtwertung: *****

    Welch ein Gebräu! Platz 3 in meinem Stones-Alben-Ranking.

    --

    there's room at the top they are telling you still but first you must learn how to smile as you kill
    #11357147  | PERMALINK

    j-w
    Moderator
    maximum rhythm & blues

    Registriert seit: 09.07.2002

    Beiträge: 40,408

    j-w
    1. Rocks Off *****
    2. Rip this Joint ****1/2
    3. Hip Shake ****1/2
    4. Casino Boogie ****1/2
    5. Tumbling Dice *****
    6. Sweet Virginia *****
    7. Torn And Frayed *****
    8. Sweet Black Angel ****
    9. Loving Cup ****1/2
    10. Happy *****
    11. Turd on the Run ****
    12. Ventilator Blues *****
    13. Just Wanna See His Face ****
    14. Let It Loose *****
    15. All down the Line ****
    16. Stop Breaking Down *****
    17. Shine A Light *****
    18. Soul Survivor *****
    Keine Frage: *****

    Habe ich damals All Down The Line nur **** gegeben? Ich vermute, da habe ich einen Stern vergessen, natürlich *****! Turd On The Run bekommt „nur“ noch ***1/2, ansonsten passt das alles!

    --

    Staring at a grey sky, try to paint it blue - Teenage Blue
    #12200693  | PERMALINK

    hurley

    Registriert seit: 20.04.2019

    Beiträge: 1,938

    A1 Rocks Off * * * * *
    A2 Rip This Joint * * * * *
    A3 Shake Your Hips * * * * *
    A4 Casino Boogie * * * * 1/2
    A5 Tumbling Dice * * * * *

    B1 Sweet Virginia * * * * *
    B2 Torn And Frayed * * * * *
    B3 Sweet Black Angel * * * * *
    B4 Loving Cup * * * * *

    C1 Happy * * * * 1/2
    C2 Turd On The Run * * * * 1/2
    C3 Ventilator Blues * * * * *
    C4 I Just Want To See His Face * * * *
    C5 Let It Loose * * * * *

    D1 All Down The Line * * * * *
    D2 Stop Breaking Down * * * * *
    D3 Shine A Light * * * * *
    D4 Soul Survivor * * * * *

    Gesamt: * * * * *

    Die C-Seite fällt ein wenig ab aber ich möchte die Tracks trotzdem nicht missen.

    --

    All I Can Do Is Be Me, Whoever That Is.
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