James Brown

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    bullschuetz

    Registriert seit: 16.12.2008

    Beiträge: 1,850

    Für Guralnicks Buch Sweet Soul Music war Solomon Burke einer der wichtigsten, weil bestvernetzten, großzuegigsten, witzigsten, erzählfreudigsten und kompetentesten Türoeffner und Gesprächspartner.

    Guralnick schreibt: Brown sei der einzige der alten Soul Kollegen, über den Burke „nicht ganz so freundliche Worte verliert“. Brown, habe Burke betont, sei „eher bemitleidenswert als verachtenswert“.

    Burke erzählt folgende Geschichte:

    Brown engagiert Burke, der für gewöhnlich als „King of Rock and Soul“ mit Krone auf dem Kopf auftritt, fuer eine Gastperformance in Browns Programm. Burke brauche gar nicht seine Band mitbringen, sondern werde von Browns Combo begleitet und erhalte dennoch phänomenale 10 000 Dollar im voraus.

    Dann geht Brown als Erster auf die Bühne – und  laesst sich, während backstage Burke zuschaut, da draußen zum „New King of Soul“ ausrufen.

    Und hinter den Kulissen redet Browns Entourage heftig auf Burke ein, er müsse jetzt sofort rausgehen, seine Krone abnehmen und sie James Brown aufsetzen. So wolle das der Chef…

    Burke weigert sich („Jungs, ihr spinnt doch, ihr seid alle verrückt!“), worauf er gar nicht auftreten darf. Seine 10 000 Euro hat er letztlich nur erhalten, um Brown dabei zuzusehen, wie der auf der Bühne verkündet: Burke werde nicht singen, weil er hiermit „entkront“ sei.

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    #10717109  | PERMALINK

    gipetto

    Registriert seit: 04.02.2015

    Beiträge: 10,066

    @friedrich
    gipetto, wie fandest Du denn die beiden JB-Compilations?

    Ehrlich gesagt habe ich beide jeweils nur einmal während einer Autofahrt durchgehört. Aber: Beide waren top und haben mir sehr gefallen. Einiges war mir bereits durch die Star Time-Box bekannt, wenn teilweise auch in anderen Versionen. JB ist einfach großes Kino.

    Manchmal habe ich das Gefühl, hier Selbstgespräche zu führen oder Tagebucheinträge zu posten. Wenn keine Reaktion kommt, weiß man ja nicht, ob das überhaupt jemand liest und ob und was er/sie damit anfangen kann. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber auch, dass lange Beiträge anderer User mich selbst auch manchmal überfordern.

    Immer weiter machen, bitte! Deine ausführlichen Zeilen zu den Black Keys, die ja bereits einige Jahre auf dem Buckel haben, waren für mich erst vor wenigen Wochen extrem hilfreich beim Filtern der für mich interessanten Alben der Band, die mir derzeit viel Freude bereiten. :good:

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    "Really good music isn't just to be heard, you know. It's almost like a hallucination." (Iggy Pop)
    #10717669  | PERMALINK

    friedrich

    Registriert seit: 28.06.2008

    Beiträge: 3,992

    @bullschuetzFür Guralnicks Buch Sweet Soul Music war Solomon Burke einer der wichtigsten, weil bestvernetzten, großzuegigsten, witzigsten, erzählfreudigsten und kompetentesten Türoeffner und Gesprächspartner.
    Guralnick schreibt: Brown sei der einzige der alten Soul Kollegen, über den Burke „nicht ganz so freundliche Worte verliert“. Brown, habe Burke betont, sei „eher bemitleidenswert als verachtenswert“.
    Burke erzählt folgende Geschichte:
    Brown engagiert Burke, der für gewöhnlich als „King of Rock and Soul“ mit Krone auf dem Kopf auftritt, fuer eine Gastperformance in Browns Programm. Burke brauche gar nicht seine Band mitbringen, sondern werde von Browns Combo begleitet und erhalte dennoch phänomenale 10 000 Dollar im voraus.
    Dann geht Brown als Erster auf die Bühne – und laesst sich, während backstage Burke zuschaut, da draußen zum „New King of Soul“ ausrufen.
    Und hinter den Kulissen redet Browns Entourage heftig auf Burke ein, er müsse jetzt sofort rausgehen, seine Krone abnehmen und sie James Brown aufsetzen. So wolle das der Chef…
    Burke weigert sich („Jungs, ihr spinnt doch, ihr seid alle verrückt!“), worauf er gar nicht auftreten darf. Seine 10 000 Euro hat er letztlich nur erhalten, um Brown dabei zuzusehen, wie der auf der Bühne verkündet: Burke werde nicht singen, weil er hiermit „entkront“ sei.

    Ob diese Anekdote Wort für Wort wahr ist, oder ob es sich um eine Zuspitzung handelt, ist ja eigentlich egal. Sie passt in jedem Fall ins Bild. Es gab damals Abende, an denen verschiedene Künstler auftraten und an deren Ende das Publikum per Akklamation den „King“ ausrief oder so ähnlich. Da musste JB sich wohl auch mal gegenüber Solomon Burke geschlagen geben. Aber das geht natürlich gar nicht, denn eins ist klar: Für JB war es ein Naturgesetz, dass nur einem einzigen die Krone gebührt – James Brown!

    Ach, man kann die Anekdote auch hier nachlesen. Und man kann da auch nachlesen, dass Solomon Burke die Rolle des Herrschers mit den entsprechenden Insignien sehr behagte und sie demonstrativ in der Öffentlichkeit auslebte. Natürlich provoziert das auch entsprechende Gegenreaktionen. Solomon Burke betätigte sich ebenso wie JB als Unternehmer (und zwar im Gegensatz zu JB erfolgreich), war mehrmals verheiratet und setzte unzählige inner- und außereheliche Kinder in die Welt. Ein ganzer Kerl!

    Mir fiel in einem anderen Zusammenhang ein gutes altes deutsches Wort ein, dass diese Burschen vielleicht auch ganz gut beschreibt: „Macker“. Und natürlich kann es nur einen „Obermacker“ geben.

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    "Show a little faith, there's magic in the night / You ain't a beauty, but - hey! - you're all right" (Bruce Springsteen)
    #10717673  | PERMALINK

    friedrich

    Registriert seit: 28.06.2008

    Beiträge: 3,992

    @gipetto

    @friedrich
    gipetto, wie fandest Du denn die beiden JB-Compilations?

    Ehrlich gesagt habe ich beide jeweils nur einmal während einer Autofahrt durchgehört. Aber: Beide waren top und haben mir sehr gefallen. Einiges war mir bereits durch die Star Time-Box bekannt, wenn teilweise auch in anderen Versionen. JB ist einfach großes Kino.

    Manchmal habe ich das Gefühl, hier Selbstgespräche zu führen oder Tagebucheinträge zu posten. Wenn keine Reaktion kommt, weiß man ja nicht, ob das überhaupt jemand liest und ob und was er/sie damit anfangen kann. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber auch, dass lange Beiträge anderer User mich selbst auch manchmal überfordern.

    Immer weiter machen, bitte! Deine ausführlichen Zeilen zu den Black Keys, die ja bereits einige Jahre auf dem Buckel haben, waren für mich erst vor wenigen Wochen extrem hilfreich beim Filtern der für mich interessanten Alben der Band, die mir derzeit viel Freude bereiten.

    Thx! Wie ich feststellte, haben ja auch Tagebucheinträge ihren Sinn.

    Freut mich, dass Dir die Compis gefallen haben. Wiederholtes Hören lohnt sich, dann frisst sich die Musik erst richtig in die Gehörgänge und die Hin- und Herzwindungen ein.

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    "Show a little faith, there's magic in the night / You ain't a beauty, but - hey! - you're all right" (Bruce Springsteen)
    #10913577  | PERMALINK

    friedrich

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    Good God!

    James Brown ‘Live At Home with His Bad Self’ For 50th Anniversary Release

    zuletzt geändert von friedrich

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    "Show a little faith, there's magic in the night / You ain't a beauty, but - hey! - you're all right" (Bruce Springsteen)
    #10913619  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Muss her, danke @friedrich :good:

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #122: Alice Coltrane (2/2), 14.9., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #29: tba
    #10913633  | PERMALINK

    friedrich

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    @gypsy-tail-windMuss her, danke @friedrich

    Irgendwie ja: Muss her! So etwas wie ein JB’scher kategorischer Imperativ, oder? Falls es das als philosophische Kategorie gibt. Sollte es jedenfalls geben … ;-)

    Die ursprüngliche Info habe ich übrigens von hier.

    Und sehr gern geschehen!

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    #11093229  | PERMALINK

    friedrich

    Registriert seit: 28.06.2008

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    Fast vergessen:

    Happy Birthday JAMES BROWN (* 3. Mai 1933 in der Nähe von Barnwell, South Carolina; † 25. Dezember 2006 in Atlanta, Georgia)!

    Super bad!

    --

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    #11360411  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Danny Ray, der langjährige M.C. und „cape man“ James Brown ist mit 85 Jahren gestorben.

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    #11360429  | PERMALINK

    friedrich

    Registriert seit: 28.06.2008

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    gypsy-tail-windDanny Ray, der langjährige M.C. und „cape man“ James Brown ist mit 85 Jahren gestorben. https://www.youtube.com/watch?v=vruy2GRUsV8&feature=emb_logo

    Er ruhe in Frieden! Sein ehemaliger Arbeitgeber hat es ihm sicher nicht immer leicht gemacht.

    Das Video ist ein Ausschnitt aus der Show, in der nach James Brown die Rolling Stones auftraten – eine sehr undankbare Aufgabe. James Brown wirkt hier so, als ginge es für ihn um Leben und Tod. Mindestens!

    Die Transkription von JBs Gesang liest sich übrigens so ;-) :

    „Honey, please don’t (Go). Well, oh yeah, love, I love you so. (Please, please don’t go). Please don’t go. (Please, please don’t go).Please. Please. Please. Please. Please. Please don’t go. (Please, please don’t go). Honey you don’t know what you do to me. Don’t go. Don’t go. Honey, please don’t go. Ha, I love you so, please, please. (Please, please don’t go).“

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    "Show a little faith, there's magic in the night / You ain't a beauty, but - hey! - you're all right" (Bruce Springsteen)
    #11360535  | PERMALINK

    friedrich

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    Hier ein etwas ausführlicherer Nachruf auf Danny Ray im Rolling Stone. Er war wohl viel mehr als nur der „cape man“.

    Seine legendäre Ansage lautete:

    “Right about now, it’s star time. Are you ready for star time? Yes! Introducing, ladies and gentlemen, the man who has given the world over 44 golden soul classics, tunes that will never die. Tunes like’ Try Me,’ ‘Please, Please, Please,’ ‘I Feel Good,’ ‘Papa’s Got a Brand New Bag,’ ‘Sex Machine,’ ‘Big Payback,’ ‘Get Up Offa That Thang,’ ‘Don’t Be a Dropout’ and ‘Say It Loud, I’m Black and I’m Proud.’ I introduce you to the hardest-working man in show biz, ladies and gentlemen, the Godfather of Soul, Mr. James Brown.”

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    #11360587  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Beiträge: 58,483

    Ach ja, pardon, ich wollte natürlich den Nachruf verlinken, über den ich gestolpert bin:
    https://www.latimes.com/entertainment-arts/music/story/2021-02-03/danny-ray-james-brown-cape-dies

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