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BOHREN & DER CLUB OF GORE
Dienstag 03. Mai 2005 Schorndorf Manufaktur
21:50 Uhr – 23:27 UhrBOHREN gründeten sich 1998: Thorsten Benning, Morten Gass, Reiner Henseleit and Robin Rodenberg. 1996 verließ Rainer Henseleit und Christoph Clöser trat 1997 dem Club bei.
Im ehrwürdigen Hammerschlag, hier mußte sich die Tristesse der Industrialkracher wohl fühlen, übernahm der Club auch den „support“, als DJ mit einer Silberscheibe – nach dem Motto, an welcher „Kompilation habe ich zu letzt zusammen gebastelt“: Abwechslung zwischen düsternem Krach, beklemmenden scheppernden Frequenzen, verzerrtes therapeutisches Schreien und Entspannung, wo Udo mal wieder „reiten“ durfte und die“ Black Widows“ ausgegraben wurden. Ach waren die Zwischenschnipsel eine Erholung für die geplagten Ohren.
Die vier dunkel gekleideten Männer betraten dann kurz vor zehn langsamen Schrittes die Bühne und schlenderten zu den Instrumenten, nach dem Motto „Geisterfaust“. Das Bühnenlicht bestand aus „Bürostrahlern“, die knapp über den Köpfen auf die Mikrofone ausgerichtet waren. Langsamkeit als Entdeckung! Eine Schnecke kriecht über die Autobahn und die Schildkröte knappert an einem Salatblatt. Was für ein Kontrast zu dem donnernden Geschreie, der Tristesse im support.
Die Jungs wechselten auch schon mal die Positionen unter den Lichtstrahlern. Am intensivsten „durchleuchteten“ die Songs mit Saxophon den bestuhlten Raum, ansonsten dunkle Tonfolgen, sparsame Dramatisierungen, und ein Schädel leuchtete betörend auf.
Ob der Drummer sich mal mit einem beeindruckenden Solo austobt oder ein explosierendes Gitarrensolo Platz greift? Wenn man danach dürstet, muß man sich wohl bei anderen Kapellen umhören. Zum streicheln, wie man auf der homepage der Manufaktur (http://www.club-manufaktur.de/geleit/geleit.html) im Geleit lesen konnte, kam es mit den Jungs nicht.
Mit schmalen Ansagen wie „Das schlimmste wäre geschafft“ und von „Vögeln die Nester auf den Köpfen bauen“ kommunizierten die Jungs mit ihrem Publikum. Als Sänger tritt niemand auf, vielleicht ein kleiner Tipp für die nächsten Übungen, um nicht im eigenen Spinnennetz gefangen zu bleiben.
Der Pressetext umschreibt die Geisterfaust so „Wo eben noch ein Beat in slow motion vor sich hin schlich, liegt der Rhythmus jetzt gevierteilt am Boden. Die Harmonien fallen wie überreife Früchte aus den Instrumenten.“.
Soviel Poesie über wortlose Musik?
Nach dem beschaulichen Schorndorf und den Gerüchen des „Hammerschlags“ in der Nase zogen Bohren & der Club of Gore weiter in die Schweiz.
Setlist:
1. Zeigefinger
2. On demon wings
3. Midnight walker
4. Daumen
5. Crimson ways
6. Midnight black earth
7. Ringfinger
8. Destroying Angels
9. Grave wisdom
Encore
10. Prowler--
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Gestern in HH im KDW… wunderbar. Nur würde ich, obwohl in der ersten Reihe gesessen, keinen der 4 auf der Strasse wiedererkennen können.
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das ist alles, was ich für dich tun kann... -
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