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AutorBeiträge
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Schon über zehn Jahre RS-Forum und kein Thread zu dieser wunderbaren Band, das muss geändert werden (Nathalie Merchant solo ist hier).
Ich bin vor zwei, drei Jahren auf die Gruppe aufmerksam gemacht worden und höre mich immer mehr durch den Backkatalog. „Because the Night“, eine Coverversion für die Ewigkeit, hat dabei als Initialzündung gewirkt. Wundervoller Folkrock mit einer grandiosen Stimme veredelt.
Kennt jemand die Merchant-lose „Love among the Ruins“? Verpasst man da was?
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WerbungMoontearKennt jemand die Merchant-lose „Love among the Ruins“? Verpasst man da was?
Die kenne ich nicht. Aber Blind Man’s Zoo ist eines meiner Lieblingsalben.
Wenn ich mal eine spontane Besternung vornehmen müsste, dann sähe die wohl so aus:In My Tribe ***1/2
Blind Man’s Zoo ****1/2
Our Time in Eden ****Und Natalie Merchants Stimme ist über jeden Zweifel erhaben.
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I'm pretty good with the past. It's the present I can't understand.AnnaMaxAber Blind Man’s Zoo ist eines meiner Lieblingsalben.
Der werde ich mich als nächstes widmen, habe mich die letzten Tage durch „The Wishing Chair“ gehört, auch ein sehr schönes Hörerlebnis.
AnnaMaxUnd Natalie Merchants Stimme ist über jeden Zweifel erhaben.
Definitiv.
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If I'd lived my life by what others were thinkin', the heart inside me would've died.[/FONT] [/SIZE][/FONT][/COLOR]Dann möchte ich diesen Thread nochmal wiederbeleben…
Auf die amerikanische Indie Folkrockband aus Georgia / USA wurde ich eigentlich erst durch die Soloplatte „Motherland“ von 2001 ihrer Sängerin NATALIE MERCHANT aufmerksam. Die Band 10,000 MANIACS wurde 1981 gegründet und wechselte mehrfach die Musiker, bis sie 1983 durch den englischen DJ John Peel entdeckt und 1985 einen Plattenvertrag bei Elektra unterschrieben.
Die Platte, die ich euch empfehlen möchte, ist ihr drittes Studiowerk und das Zweite für Elektra. Mit „In My Tribe“ schafften sie erstmals auch International den Durchbruch. Die Platte wurde von Peter Asher produziert, der zuvor auch schon James Taylor und Linda Ronstadt betreut hatte.
Der Musik Express schrieb seinerzeit: „Sängerin Natalie Merchant und ihre Begleiter intonieren einen raffiniert-einfachen Folk-Rock, der in der Hauptsache vom eindringlichen Flüstern der verschiedenen Gitarren lebt. Da wird gezupft, geschrammelt und geschlagen, da wird romantische Lagerfeuer-Atmosphäre erzeugt.“

10.000 MANIACS – In My Tribe von 1987 auf Elektra
Besetzung:
Natalie Merchant – Gesang
Jerome Augustyniak – Schlagzeug
Dennis Drew – Keyboards
Robert Buck – Gitarre
Steven Gustafson – BassFast alle Songs wurden vom Gespann BUCK / MERCHANT geschrieben, wobei sie für die Texte zuständig war.
Mit „Peace Train“ enthält das Album sogar eine Coverversion von Cat Stevens.Die Songs einzeln zu beschreiben, macht hier aus musikalischer Sicht nur wenig Sinn, da sie vom Aufbau und ihrer Machart her doch recht ähnlich sind. Ja, es sind zum größten Teil sehr schöne und eingängige Melodien. Ihre sozialkritischen Texte machten sie einst in den USA zu einer von Studenten, sehr beliebten Campus Band und laut Kritiker gehörte dieses Album wohl auch zu den Besten 100 Alben der 80er Jahre.
Vordergründig betrachtet, eigentlich ein durchschnittlich gutes Folkrock (mit starkem Popmusik Einschlag) Album, währe da nicht noch diese einzigartige Stimme von Natalie Merchant, die Einen sofort in ihren Bann zieht. Und diese Stimme ist es auch, was die Musik der 10.000 Maniacs aus der Masse der Collegebands hervorhebt.
Zudem klingt die LP ganz ordentlich, was zu einem großen Teil wohl einem gewissen Herren Namens Doug Sax, der wohl kein ganz Unbekannter am Masteringhimmel ist, liegt.
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Mir hat es ganz besonders die „Our Time in Eden“ angetan.
Ich mag diese poporientierte, weiche Grundstimmung des Albums. Es gibt aber auch Bekannte, die meinen, dieses letzte Studioalbum mit Natalie Merchant wäre nicht „weich„, sondern bereits „weichgespült„. Die Band hätte da ihre besten Zeiten schon hinter sich gehabt. Wie immer – eine Frage des Geschmacks. „Noah’s Dove„, „These are the days“ oder auch „Stockton Gala Days“ sind für mich einfach gute Popsongs.

Einige Jahre später habe ich mir noch die „Campfire Songs | The Popular, Obscure & Unknown Recordings“ als Doppel-CD in den USA bestellt. Wobei man zugeben muss, dass es CD 2 dieser Werkschau („Obscure & Unknown Recordings“) nicht unbedingt gebraucht hätte.

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@Lattenschuß
Ich bin da ganz bei dir, die „Our Time In Eden“ gefiel mir auch noch recht gut, besonders der Titel „Noah’s Dove“ ist große Klasse.
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Die weiter oben angesprochene „10,000 Maniacs MTV Unplugged“ (mit der tollen Coverversion von „Because the night“ aus dem verlinkten Video) aus dem Jahr 1993, habe ich auch noch im Regal ausgemacht. Lange nicht mehr gehört.
Die Scheibe habe ich aber irgendwie immer als Natalie Merchant + Band empfunden. Wie man eigentlich auch auf dem Cover sehen kann. Das ganze Konzert ist schon sehr auf Natalie Merchant zugeschnitten.

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LattenschussDie Scheibe habe ich aber irgendwie immer als Natalie Merchant + Band empfunden. Wie man eigentlich auch auf dem Cover sehen kann. Das ganze Konzert ist schon sehr auf Natalie Merchant zugeschnitten.
Was der Qualität natürlich keinerlei Abbruch tut. Wie kam es eigentlich genau zur Trennung zwischen Merchant und der restlichen Band? Weiß da jemand was genaueres? Zu dominante Frontfrau?
Sehr schön jedenfalls, dass der Thread wieder Leben eingehaucht bekam.
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If I'd lived my life by what others were thinkin', the heart inside me would've died.[/FONT] [/SIZE][/FONT][/COLOR]Ich meine mal gelesen zu haben, dass es falsche Einflüsterer waren. In guten Momenten ist Natalies Stimme nicht von dieser Welt. Die 10,000 Maniacs haben ja immer von dieser Stimme gelebt. Der Trend ist auch auf „Our Time in Eden“ schon zu erkennen. Tolles Album, aber es geht bereits in Richtung „Tigerlily“

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Von den drei Merchant-Soloalben die ich kenne, ist „Tigerlily“ das verhältnismäßig (=***1/2) schwächste. Dennoch: So ein konstant gutes Niveau muss man erst mal erreichen.
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If I'd lived my life by what others were thinkin', the heart inside me would've died.[/FONT] [/SIZE][/FONT][/COLOR]Ist ja schon sehr, sehr lange her. Fast genau 12 Jahre.
Im Frühjahr 2026 sollen die frühen Elektra-Years bei RHINO erscheinen. 45th Anniversary. Eine Box mit dem Namen „Candy Everybody Wants“
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moontear Was der Qualität natürlich keinerlei Abbruch tut. Wie kam es eigentlich genau zur Trennung zwischen Merchant und der restlichen Band? Weiß da jemand was genaueres? Zu dominante Frontfrau? Sehr schön jedenfalls, dass der Thread wieder Leben eingehaucht bekam.

Keyboarder Dennis Drew erklärt das im Interview folgendermaßen:
We expected her to leave every f’in day from the very beginning [laughs]. We couldn’t believe our good fortune that she stayed with us as long as she did. We are very different people. We were drinking and smoking and being rock-and-roll guys in our late 20s. That’s not particularly her style, certainly not the drinking. Maybe she had a glass of wine, but I don’t even remember that. She might even have smoked a little pot when she was younger. But we were sloppy drunks, careening around the world chasing girls after the shows. She’s a little more Emily Dickinson.
Interview: When Natalie Merchant Left 10.000 Maniacs, It Didn’t Kill the Band
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I'm pretty good with the past. It's the present I can't understand. -
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