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redbeansandricedanke für die Einschätzungen, plus: das Cover zu Owl Talk haben sie bei diesem Labelwechsel irgendwie nicht ganz konsequent ersetzt… ? Ich hab ja diese verschwundene (?) Hote Marge Ausgabe, deren Cover mit anderem Plattenlabel auch bei Spotify oder so steht… Interessanterweise ist die (Beleg?)-Kopie von Paul Motians Nichte auch Hote Marge…
(ich hatte mich seinerzeit auf das Album gefreut, bis es irgendwann rund um den Erscheinungstermin aus dem FuturaMarge Katalog verschwand um dann später auf einem anderen Label aufzutauchen- insofern war ich überrascht, als mir in Paris plötzlich die verschwundene Version über den Weg lief)
Yep, seltsame Sache … Aparté ist das Klassik-Label, bei dem Grimals Bruder aufnimmt, auf dem Rückcover des Booklets werden auch ein paar CDs von ihm beworben, in der unteren Ecke eines Photos von Grimal unter irgendeiner (New Yorker?) Brücker … aber das Booklet ist hübsch, zuerst vier Seite mit Portraits der vier (Jean-Louis Atlan), dann eine Doppelseite mit Infos und Trackliste (re-mixed at Studios La Buissonne – und die Gestaltung hat denn auch Philippe Ghielmetti gemacht … (P) 2009 Alexandra Grimal, (C) 2012 Aparté) … in der Mitte des Booklets gibt es dann die vier auf Barhockern, Konitz im Schlabberpulli, Peacock (irgendwie lustig dass er auf dem Photo fast wie Swallow ausieht), Grimal, die den saucoolen Motian (mit der üblichen Wollmütze, dunkle Brille, Lederjacke obwohls bestimmt viel zu warm war) angrinst, der wiederum als einziger ein Bein auf dem Boden hat … dann zuletzt einen dreiseitigen Text von Grimal (frz/en), in dem sie über das Erlebnis, mit den drei alten Eulen ein Album zu machen berichtet. Nehme mal an, das Booklet (bzw. die Gestaltung der Klappen des Digipacks?) ist bei Marge nicht so üppig?
Ach so: der Satz mit der Virtuosität ist natürlich irreführend oben – Grimal spielt die ganze Zeit Dinge, die vermutlich schwierig zu machen sind, aber das wird einfach nie zum Selbstläufer, wenigstens höre ich das so – sie hat auch immer Zeit, atmet (in den intensiveren Passagen auf „Andromeda“ auch schon mal hörbar), setzt neu an … das ist ja auch beim Eulen-Quartett das schöne, dass die sich alle viel Zeit lassen oder sie sich nehmen.
Als Nachtmusik nachher, weil sie auf demselben Stapel wie die „Owls Talk“ lag:

Lee Konitz – Jazz Nocturne (Venus/Evidence 1994, rec. 1992)
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba