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soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"
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gypsy tail windGestern abend also auch hier wieder mal Wilens Rava-Album … seit Jahren nicht gehört, schwächer in Erinnerung gehabt als ich es gestern fand. Wenn das ein Rava-Album ist, dann ist es aber ein Rava-Album, auf dem der prominenteste der Sidemen den Leader fast in jedem Stück an die Wand spielt. Rava spielt super, aber Wilen hat hier eine Art Altersweisheit drauf, auch im Ton eine Brüchigkeit oder Durchlässigkeit, die ihn zum elder statesman macht. Das wiederum ist eine Qualität, die Rava inzwischen auch seit einem Jahrzehnt drauf hat, aber damals eben noch nicht.
Und ja, klar, das Bendern-Cover ist toll und schlägt alle Möör-Cover – die gezeichneten vielleicht nicht, „Sanctuary“ finde ich einigermassen gelungen … aber auch da wird Benderns Vorteil klar: Achtziger-Design, Achtziger-Typographie sind kein Pluspunkt, wenn es um gutes Cover-Design geht.
Heute morgen:
Das ist dann wohl ein Rhythmusgruppen-Album mit etwas Klavierbegleitung
– was Roach hier so alles abzieht, ist unglaublich! Überhaupt, was Roach damals so alles anstellte, das beeindruckt mich beim weiterhin andauernden Wiederhören ungemein. Gestern, auf dem Nachhauseweg, lief der Grossteil von diesem grossartigen Album:
Und dann auch noch was von:
„Mendacity“ ist eins meiner wenigen klaren Highlights mit (wegen/trotz – das klärt sich wohl nie ganz) Abbey Lincoln!
Was Roach auf diesen Aufnahmen anstellt, nicht nur wenn es einen Fünfer oder Siebner zu spielen gibt sondern auch bei einem 4/4 oder 6/8 – die unregelmässige innere Aufteilung des Taktes, das Zerlegen, das Anspielen gegen den Flow, das diesen aber nicht auflöst sondern nur umso interessanter macht – das alles ist schon sehr verblüffend und man kann es in dieser Klarheit wohl nur bei Roach hören (ich muss mir aber, zum Vergleich, bald mal wieder Roy Haynes bei Andrew Hill anhören – den habe ich da als ähnlich toll und ebenso klar strukturiert spielend im Kopf … es ist ja diese Klarheit bei allem Tempo, aller Dichte, die Roach auch abhebt von anderen, und Haynes hatte diese Klarheit in seinem eigenen, sonst so anderen Spiel auch).
@Wilen/Rava : ich empfinde da Wilen eher als zurüchgenommen „elder“ …. aber so unterschiedlich kann man es sehen
@Hasaan : bei mir, nachdem sich die im Vorfeld (Stichwort „legendary“) aufgebaute Erwartungshalting aufgelöst hatte und eine Neubewertung möglich war, eine Scheibe welche ich in Abständen (an)höre ….
@Little/Roach : hier steht auch mal ein Wiederhören an, für mich hat sich da die von anderen Hörern gepriesene Größe dieser Scheibe so nie erschlossen (don`t get me wrong, dies ist zweifelsfrei exzellenter Stoff ….), wobei es mir noch immer unklar ist, ob es die IMO Unzugänglichket der Komposionen von Little oder die Strenge (oder fast Härte) der Produktion, auf deren Basis ich mir einfach ein mehr anLosslassen gewünscht hätte …. na hör ma mal (wieder)….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)

