Re: Pete Townshend

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dennis-blandford
Jaggerized

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Prelude:
Erst nochmal Danke an die Leute, die mit Pete Townshend solo überhaupt etwas anfangen können u. die Thread-Eröffnung begrüßen, auch für die Anregungen u. Kritik. Natürlich stelle ich hier keine Aufnahmen vor, die ich pers. nicht hörenswert fände. Ich gebe aber zu, dass „Peppermint Lump“ ein zweischneideges Schwert ist. Wenn ich es als „großartig“ bezeichne, dann natürlich im Kontext der Townshend Soloprojekte bzw. Kollabos u. nicht im Vergleich mit seinem Who Schaffen.
Alle Platten von Pete wurden ja in den letzten beiden Jahren remastered, teilweise mit sehr interessanten Bonus Stücken, wiederveröffentlicht. Für Einsteiger in Petes Solo Welt, die ja so eng mit The Who verbunden ist u. letztendlich auch zum Trennungsgrund wurde, sei dies noch einmal empfohlen.

Kurze Diskokrafie

Pete’s essentielle Solo Alben
„Who Came First“ (1972)
„Rough Mix“ (1977) mit Ronnie Lane
„Empty Glass“ (1980)
„All The Best Cowboys Have Chinese Eyes“ (1982)
„White City – A Novel“ (1985)
„The Iron Man: A Musical“ (1989)
„Psychoderelict“ (1993)
Die Scoop Reihe
„Scoop“ (1983)
„Another Scoop“ (1987)
„Scoop 3“ (2001)
„Scooped“ (2002)
Sonstiges (nicht abschließend)
„The Best of Pete Townshend: Coolwalkingsmoothtalkingstraightsmokingfirestoking“
(1996)
„Lifehouse Elements“ (2000)
„The Lifehouse Chronicles“ (2000)
„The Avatar Collection Box Set“ (2000)
The Oceanic Conert 1979 (2001)/Pete Townshend & Raphael Rudd
The Awakwening 1979 (2003)/Raphael Rudd & Pete Townshend

“Life to Life” (“Playing for keeps” title song)

Bei der heutigen raren Aufnahme handelt es sich um eine Auftragsarbeit für den „Playing für keeps“ Soundtrack 1986. Produziert wurde der Titelsong des Soundtracks von WHO Soundman John Astley u. 70 Jahre Erfolgsproduzent Phil Chapman. Pete hatte 1985/86 so etwas wie eine kleine Renaissance erlebt. „White City“ kam als erstes Lebenszeichen nach dem Who-Aus 1985 beim europäischen Publikum relativ gut an u. warf sogar einige Konzerte in Brixton u. Cannes ab ohne natürlich wirklich an alte Popularität anknüpfen zu können (oder wollen)? Seine reparierte Ehe mit Karen duldete zwar das Tüfteln im heimischen Studio, größere Konzertreisen aber, bargen jedoch immer noch den Wiederausbruch der gerade geheilten Alkohol u. Drogenprobleme in sich, die das private Glück des wankelmütigen Townshend je wieder hätten zerrütten können.
Nicht nur die Performer des Soundtracks zeigen aus welcher Zeit diese Aufnahmen datieren (Chris Thompson, Arcadia u. der unvermeidliche Phil Collins, dem ein erstaunlich genesislastiges Spätsiebziger Stück gelingt), natürlich auch die Produktion des Townshend Songs selbst. Synthiefanfaren zu Beginn des Songs u. wahrscheinlich der Einsatz eines Drumcomputers waren Mitte der Achtziger ziemlich „en vogue“.
Trotzdem gelingt Pete ein superber Track, der vom Stil am ehesten mit „A little is enough“ vergleichbar sein könnte ohne ihn natürlich wirklich zu erreichen. Nach einem an The Who angelegten Intro gelingt es ihm eine memorable Melodie zu entwickeln, die als Erkennungsmelodie für den Film dienen sollte. Pete spielt in der Mitte des Songs eines seiner raren Soli u. textlich gibt es sogar erste Erwähnungen des „Iron Man“, den er gerade bei seinem „Faber & Faber“ Lektorenjob entdeckt hatte u. die später in gleichnamigen Album münden sollte.
„Life to Life“ klingt anders alles auf “White City”, das 1 Jahr zuvor herauskam u. passt irgendwie auch nicht auf das völlig überproduzierte „Iron Man“. Ein Stück, das Fans der townshendschen Musik durchaus interessieren könnte u. als interessantes Zeitdokument aus einer 4 jährigen Albumpause dient.
Leider habe ich keinen legalen kompletten Soundfile im Angebot, nur die ersten 30 whoischen Sekunden.
http://www.thewho.info/Mp3/Mp3-s/Artist/Album/86-LTL-PT.mp3

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"And everything I know is what I need to know and everything I do's been done before."