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Jetzt auch noch mal etwas ausführlicher von meiner Seite (die # bezieht sich auf die Platzierung im gesamten Stonesranking):
1. Dancing With Mr. D ****
Sicher nicht die erste Reihe der Stonessongs. Trotzdem ein cooles Riff, eine diabolische Stimmung. Es ist das letzte Mal, dass Jagger noch mal bewusst mit dem Lucifer-Image spielt, dass man ihm in den Jahren davor angeheftet hat. Coolster Moment bei 3:00 in dem verlängerten Break, in dem es einen Moment scheint als hätte die Band den Break verstolpert um dann wieder wunderbar zusammen zu finden, wie es nur die Stones können. #182
2. 100 Years Ago *****
Großartiger Track. Coolstes Keyboardintro, das es bei den Stones je gab. Überhaupt stark von den Tasten geprägt in den Strophen – Billy Preston/Nicky Hopkins (R.I.P.). Dann nimmt Taylors Leadgitarre das Heft in die Hand und macht das, was von ihr auch live in diesen Tagen zu hören ist, sie soliert fröhlich los, auch wenn Jagger noch singt. Keith? Ist dabei. Aber nur am Bass. In der Besetzung mit Wyman am Bass und Keith an der Gitarre haben sie es live so nicht so gut hinbekommen. Schade eigentlich. #41
3. Coming Down Again ****
Keiths erste Ballade. Diesmal ist Taylor nicht dabei. Stattdessen hört man den MXR-Phaser in den Gitarren. Jagger antwortet Keith im Gesang. Immer wieder schön. Vielleicht etwas zu lang nach hinten heraus. #165
4. Doo Doo Doo Doo Doo (Heartbreaker) *****
Ganz stark. Wohl der Song, der die Stones in dieser Phase am besten repräsentiert. Der Groove hält Einfluss, die Bläser haben ihren Part, das Wah-Wah treibt und Taylor spielt ein wunderbar laid-backes Solo. #68
5. Angie *****
Eine Ballade für die Ewigkeit. Mag mancher überhört haben. Oder schon immer gehasst. Ist und bleibt aber toll und auch hervorragend arrangiert. #90
6. Silver Train ****
Die Stones in ihrem angestammten Metier. Hier geht nichts schief. Nicht unbedingt innovativ, aber nichtsdestotrotz klasse. #176
7.Hide Your Love ****
Siehe Silver Train #211
8.Winter *****
Herausragender, wenn auch oft übersehener Track des Albums. Jaggers Gesang, seine Phrasierungen sind überragend. Ob Richards überhaupt mitgespielt hat, ist nicht geklärt. Taylor spielt grandiose Fills um Jaggers Gesang. Und der Song als solcher ist einfach toll. Das hätten sie mal jetzt auf der Tour mit Taylor spielen sollen! #26
9. Can You Hear The Music **1/2
Klarer Schwachpunkt der Platte. Der zwölft-schlechteste Stonessong aller Zeiten! Nur der Einstieg in die Bridge („Love is a mystery“) ist wirklich toll, der Rest ist schwach bis erträglich. #371
10. Star Star *****
Keine Ahnung, warum hier manche so über diesen Track ablästern. Hier sind die Stones ganz bei sich und liefern die meines Erachtens beste eigene Chuck Berry-Nummer ab, die sie in 50 Jahren zustande bringen sollten. Den Song hätte auch Berry nicht besser hinbekommen. Absolut großartig und ein toller Abschluss einer wirklich tollen Platte! #39
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Staring at a grey sky, try to paint it blue - Teenage Blue