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ELEPHANT war für mich einer der meisterwartetsten Film des Jahres. Jetzt, nachdem ich ihn letzte Woche endlich gesehen habe, bin ich doch etwas enttäuscht.
Die Art, wie der Film inszeniert ist, finde ich großartig – besonders die Kameraarbeit. Auch die Darsteller waren, bis auf wenige Ausnahmen, durchaus „glaubwürdig“. Auf der Seite ist also alles im Lot.
Warum van Sant aber grade in der zweiten Hälfte nicht umhin kam, zu diversen Klischees zu greifen, bleibt unklar. Da werden in aller Eile – nebenbei: 80 Minuten?? – und ohne Tiefenschärfe Figuren grob umrissen, was zwar, darüber bin ich mir schon im Klaren, durchaus Teil des Konzepts gewesen sein dürfte, manches Mal aber eben doch recht naiv wirkt. Besonders die Skizzierung von Eric und Jared provozierte mehr als einmal Stirnrunzeln: hier ein Ego-Shooter, da eine Waffen-Website, dort eine Nazi-Dokumentation. *rolleyes* Wenn ich solche „Erklärungen“ vorgesetzt haben will, kann ich auch die BILDungszeitung lesen….
Die Krone wird dem Ganzen aber von den drei Blondinen aufgesetzt, die van Sant nicht nur die Andeutung machen lässt, sie würden allesamt – natürlich, wie sollte es auch möglich sein, das jemand einfach mal nur gut aussieht – an Bulimie leiden, nein: er zeigt sie auch noch beim Synchron-Erbrechen in der Schultoilette. Das, mein Herr, war dann doch definitiv zu viel des „Guten“.
Ein potentiell großartiger Film, der seine Möglichkeiten letzten Endes leichtfertig vergibt.
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"I am a firm believer in the philosophy of a ruling class, especially since I rule." Jeff Anderson as Randal Graves, CLERKS, written & directed by Kevin Smith