Antwort auf: Das Piano-Trio im Jazz

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atom
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STEVE KUHN TRIO – Years Later (Concord Jazz, 1993)

Nicht gerade ein gelungenes Cover – diese generischen Concord-Jazz-Artworks der frühen 90er haben wahrlich keinen Designpreis verdient. Dennoch ein ziemlich tolles Album des Steve Kuhn Trios mit David Finck am Bass und Lewis Nash am Schlagzeug, das nahtlos an den Vorgänger Looking Back anknüpft. Die Besonderheit dieser Formation liegt in der Balance zwischen lyrischer Intimität und rhythmischer Präzision. Steve Kuhn entwickelte hier einen reifen, poetischen Ansatz – weniger die harmonischen Experimente der frühen Jahre, mehr Konzentration auf melodische Entwicklung und subtile Interaktion. Finck und Nash geben ihm dabei genau den Raum, den er braucht, ohne je ins Begleitende abzurutschen. Es bleibt dabei viel Raum für Tempo. Das Album umfasst zehn Tracks, darunter wie beim Vorgänger die titelgebende Eigenkomposition.

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Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...