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Chick Corea / Miroslav Vitous / Roy Haynes – Trio Music, Live In Europe | Zwei Jahre später tourte das Trio durch Europa und ECM brachte Auszüge von Konzerten in Willisau und Reutlingen heraus. Eine gute Stunde auf der CD, ein fünfminütiges Stück („Transformation“ von Vitous) weniger auf der LP. Material von Corea, Vitous und Haynes mischt sich mit ein paar Standards („Summer Night morpht in „Night and Day“) – und im zweiten Stück, „I Hear a Rhapsody“, ist das für ein paar Momente recht nach am Jarrett Trio. Anderswo blickt Evans über die Schulter, wieder anderswo ist das freier, bricht auch mal die Begleitung weg und lässt das Piano allein, wieder anderswo klingt das Trio fast wie eine sehr tighte Latin-Jazz-Band … das ist also sehr vielseitig (von „Night and Day“ bis zu einem Prélude von Skrjabin, das in Coreas Latinn-Nummer „Mock Up“ übergeht) und zugleich wirkt das Trio sehr kompakt. Vitous‘ Spielentscheidungen mag ich nicht immer, hier federt er manchmal wie Eddie Gomez bei Corea kommentierend und solierend durch die Stücke, anderswo greift er nach dem Bogen … ein hervorragender Bassist, sicher, aber so ganz überzeugt er mich halt nicht immer – aber selten überzeugt er mich so sehr wie hier! Bei Haynes geht mir das anders, den mag ich, wo immer er auftaucht.
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #170: Aktuelles von Jazzmusikerinnen – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba