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Red Garland Trio – Misty Red | Red Garland an zwei Tagen im April 1982 im Sage & Sound Studio in Hollywood, produziert für Baystate (1983), in den Niederlanden ab 1984 bei Timeless, zunächst mit dem Originalcover, später mit dem obigen selbst gestalteten. Dass hier eine ehemalige Rhythmusgruppe von Ahmad Jamal am Werk ist – Jamil Nasser und Frank Gant – merkt man kaum, das ist ein klassisches, schönes aber auch ein wenig verhaltenes Mainstream-Album. Garland hat vielleicht einen noch schöneren Touch als in den Fünfzigern und Sechzigern, spielt zurückhaltender, schlanker, hat aber auch das zweihändige Block-Akkord-Spiel nach wie vor drauf. „This Can’t Be Love“, „But Not for Me“, „Over the Rainbow“, „You’d Be So Nice to Come Home To“ und „Willow Weep for Me“ treffen auf Erroll Garners „Misty“ und zwei Stücke aus der Zeit mit Miles, „If I Were a Bell“ und „My Funny Valentine“. Nasser hat zahlreiche feine Momente, klingt aber in der Höhe leider etwas dünn – überhaupt ist das eine etwas hell und hoch geratene Aufnahme, dünkt mich, unter der Gant ein wenig leidet. Und dem Programm hätten ein oder zwei Repertoire-Raritäten gut getan. Auch so ein echt schönes Album … und Erinnerung, dass ich von Garland die letzten Wochen viel zu wenig angehört habe.

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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #170: Aktuelles von Jazzmusikerinnen – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba