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soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"
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gypsy-tail-wind
McCoy Tyner – Supertrios | McCoy Tyner mit Eddie Gomez und Jack DeJohnette am 11. und 12. April 1977 mit dem Pianisten in den Fantasy Studios in Berkeley auf, Orrin Keepnews produziert für Milestone …. Das Trio funktioniert anders, die beiden Begleiter sind agiler, vor allem das Schlagzeug sehr viel unberechenbarer. Das längste Stück des Doppelalbums, „Consensus“ mit seinen neuneinhalb Minuten, wird zu einem Highlight, in dem DeJohnette Tyners Solo ständig anders begleitet. Dann folgt Gomez, der allmählich etwas Tempo rausnimmt, um neu anzusetzen. Ich glaube, dieses Trio funktioniert gerade, weil Gomez und DeJohnette ständig in Bewegung sind, so hervorragend für mich. Tyner empfinde ich trotz seiner immensen Energie und seines Drives immer als eine Art monolitischen Block, der (auch wenn er rasende Stücke spielt) in sich ruht, quasi unbeweglich – und die Bewegung von Gomez/DeJohnette prallt wie Wellen auf ihn, da findet eine Art Arbeit statt, die mich sehr fasziniert und im Ergebnis überzeugt ….
Höre ich auch ähnlich …. was jedoch daran nix verändert, dass sich McCoy Tyner in seinem opulenten, ja schwelgerischen Stil selbst genügt (seine Soloscheiben/-Auftritte ja zumeist ein Erlebnis) und das Piano Trio Format an dessen Grenzen führt …. btw ziemlich interessant, wie häufig Eddie Gomez ab den mitt70ern als in seinen Formeln erstarrt gehört wird um dann in Einzelfällen – wie hier – „genau richtig“ zu sein ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
McCoy Tyner – Supertrios | McCoy Tyner mit Eddie Gomez und Jack DeJohnette am 11. und 12. April 1977 mit dem Pianisten in den Fantasy Studios in Berkeley auf, Orrin Keepnews produziert für Milestone …. Das Trio funktioniert anders, die beiden Begleiter sind agiler, vor allem das Schlagzeug sehr viel unberechenbarer. Das längste Stück des Doppelalbums, „Consensus“ mit seinen neuneinhalb Minuten, wird zu einem Highlight, in dem DeJohnette Tyners Solo ständig anders begleitet. Dann folgt Gomez, der allmählich etwas Tempo rausnimmt, um neu anzusetzen. Ich glaube, dieses Trio funktioniert gerade, weil Gomez und DeJohnette ständig in Bewegung sind, so hervorragend für mich. Tyner empfinde ich trotz seiner immensen Energie und seines Drives immer als eine Art monolitischen Block, der (auch wenn er rasende Stücke spielt) in sich ruht, quasi unbeweglich – und die Bewegung von Gomez/DeJohnette prallt wie Wellen auf ihn, da findet eine Art Arbeit statt, die mich sehr fasziniert und im Ergebnis überzeugt ….