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Howard Riley Trio – Angle | Teil der Faszination ist ja der neue Kontext – und hier, dass der Einstieg in dieses Album, aufgenommen bei einer Session am 3. Dezember 1968 und einer am 2. Januar 1969, sich fast nahtlos an das Hawes-Trio von 1971 andockt. Barry Guy ist natürlich am Bass zu hören, zu der Zeit war Alan Jackson der Schlagzeuger. Das Material geht von Skizzen bis komplett auskomponiert – vor allem die „Three Fragments“, drei Minuten im Duo von Riley mit Barbara Thompson an der Querflöte. Riley hat alles komponiert, „with the players and a variety of atmospheres and ideas in mind“ – und fürs CD-Reissue von 1999 hat er einen kurzen rückblickenden Text beigesteuert, in dem er die Stücke als „a general springboard for improvising“ bezeichnet (mit Ausnahme der Duos) und auch wieder (er tat das schon bei einem der Alben, die ich hier bereits erwähnt habe) betont, dass das Trio eine echte Working Band war, die ihr Material bei den Gigs entwickelte. Und er erwähnt, wie sich der europäische und englische Jazz im Lauf der zweiten Hälfte der Sechziger emanzipierte: „I was aware of other piano trios up to and including that period, and remember feeling that it was essential to arrive at a distinctive group sound.“ – Auch hier scheint Hancock in Sachen Stimmungen und offene Stücke nicht allzu weit weg zu ein … und vielleicht ist das das Album, das dem verblüffenden „Dream Talk“ von Dauner am nächsten kommt? (Kennt ihr das @lotterlotta und @vorgarten? Sorry fürs Taggen, ich führe hier ja inzwischen einen Monolog, aber da hätte ich mich schon damals über eine Reaktion gefreut und stellte mir die Frage, auf die ich halt noch keine Antwort habe
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