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BUD POWELL – The Complete Bud Powell on Verve (Disc 3)
In diesem Fall konnte ich ein gut erhaltenes Set mit Buch (150 Seiten) finden. Aber ich werde erst einmal komplett von Anfang bis Ende hören, bevor ich mich den Texten widme (9 Interviews, 5 Essays, Infos, Fotos, Track by Track listening mit Barry Harris u. Michael Weiss). Vielleicht muss man manches separat lesen, ohne die Musik zu hören, was für die Interviews gelten könnte. Wegen Art Taylor habe ich das Set auch geholt, hier hat man Aufnahmen ab 1954-1956, aber im Set ist wohl nur ein Foto mit ihm (1953 im Open Door) zu sehen, ansonsten reichlich Fotos mit Bud Powell. Was das Spiel von Bud Powell angeht, kann ich etwas besser verstehen, warum seine „Schüler“ (Toshiko Akiyoshi, Barry Harris, Horace Silver und einige mehr) sich fast obsessiv mit der Musik beschäftigten. Zum einen gab es damals einiges bisher unveröffentlichtes Material zu entdecken, also eine Gelegenheit dieses Material mit all seinen Facetten kennenzulernen. Alice Coltrane, McCoy Tyner, Chick Corea, Keith Jarrett u.v.a. hatten sich ebenfalls mit Bud Powell beschäftigt, u.a. deshalb ist er in seiner gesamten Bedeutung manchmal nicht so leicht zu fassen, aber auch nicht wegzudenken. Ich komme erst langsam dahinter, was Sir Charles Thompson mit Powell gemeinsam hatte, was er von ihm gelernt hatte. Viel hat damit zu tun, wie Thompson die linke Hand spielte (bei Jacquet oder Buck Clayton), sein Timing auch bei schnelleren Stücken (gehaltene Töne, kennt man auch bei Barry Harris), wie er das einsetzte (manchmal in Kombination mit einem Stomp Rhythm der dann in Swing überging). Der Einfluss durch Stride Piano bei Powell sollte vielleicht mal genauer beleuchtet werden. Es kann sein, dass bei Iverson was dazu steht (vielleicht unter James P. Johnson zu finden?)
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