Antwort auf: Das Piano-Trio im Jazz

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kathisi

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vorgarten moran, mateen, waits, 10 (2010) ein album zum 10-jährigen bestehen des bandwagon-trios, das es ja immer noch gibt, und das jedes jahr in der thanksgivingwoche im village vanguard auftreten. den job im kennedy-center hat moran ja gerade geschmissen, hier, vor 15 jahren, schreibt er noch eine widmung an die söhne ins booklet: this land is your land. ein von diversität geprägtes programm, das durch das trio aber zu einer einheit verschmilzt (auch wenn der potpurri-eindruck hier stärker ist als auf den geschlossenen alben von iyer z.b.): nancarrow-etuden, ballett- und filmmusik, byard und monk (interessanter twist für das als band kaum zu spielende „crepuscule with nellie“), und das von leonard bernstein für billie holiday geschriebene (und von ihr ignorierte) „big stuff“. das fließt alles leicht, traditionsflirtend, wild ausbrechend, zusammen. ohne den live-wow-effekt, aber als ausweis einer längst gefundenen eigenen sprache.

Habe gerade FACING LEFT wieder gehört, auch sehr stark und deine Ausführungen passen auch dort genau, der eigene auch dort schon deutlich entwickelte Stil und die Spielintelligenz, aber auch der Potpourri-Eindruck in der Auswahl der Titel. Besitze aber bisher nur dieses einzige Trioablum von Moran. Aber BANDWAGON und TEN sind auf die Liste gerückt.

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