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vorgartenich denke, man hat vorlieben und hört natürlich auch anders. ich finde haden großartig, aber viel begrenzter – er findet in den offensten kontexten harmonien, kann sehr druckvoll spielen, aber da schwingt kein ton über einen halben takt, scheint mir. das ist eine ganz andere spielhaltung – und haltung zum instrument.
Ja, natürlich (zum Punkt mit den Vorlieben und dem mit der Spielhaltung/Haltung zum Instrument) – und vielleicht ist das gerade einer der Punkte, den wir unterschiedlich hören: dieses Nachschwingen ist ja in den meisten Fällen (wenn nicht grad wer in einer Kirche ein Solo-Bass-Konzert gibt oder so) ein artifiziell gestützter Effekt (Verstärkung, Delay/Hall) und den mag ich eh nicht so (hat auch mit gem „Gummibass“ zu tun, wo unsere Wahrnehmung glaub ich auch bei weitem nicht deckungsgleich ist? Wobei es ja noch die „trockene“ Gummibass-Variante gibt, die dann auch überhaupt nicht schwingt/nachklingt … die geht irgendwann zum Glück in den trockenen Sound von Leuten wie Ray Drummond oder Rufus Reid über, deren Sound ich dann wieder total mag).
Aber gut, ich wollte das jetzt doch einfach mal festhalten und eben auch zur Diskussion stellen, weil es sich seit Wochen (seitdem ich bei Bley in den Sechzigern war) allmählich im Kopf eingenistet hat, als Nebeneffekt der ganzen Klaviertrio-Strecke hier.
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba