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Great 3 – Begin the Beguine | Morgenmusik, beim Rumrutschen auf dem Eis, in der Tram und jetzt im Büro … 1. und 2. April 1994 im Studio in Tokyo mit Masabumi Kikuchi, Gary Peacock und Masahiko Togashi. Das Digitalisat, das gerade läuft, war mein Einstieg in die Musik dieses kurzlebigen Trios und glaube auch meine erste Begegnung mit Kikuchi. Wie besonders das alles ist, realisierte ich damals (vor 20 Jahren oder etwas mehr) nicht – ich glaub da war dann „銀界 = Silver World“ mit Hozan Yamamoto die Initialzündung, aber das war viel später, dazwischen gab es wohl erste Berührungspunkte via Tethered Moon, aber weil ich das Zeug in Wellen kaufte (halt, wenn man es in Japan grad mal wieder ein paar Wochen kriegen konnte) und dann oft erst Monate oder Jahre später gebührend hörte, kann ich das nicht so genau sagen. Jedenfalls bin ich dank dem Box-Set mit den ganzen Great 3-Aufnahmen ziemlich begeistert von dem allem, auch dem Live-Material, das @vorgarten in seinem Post hier nicht so super findet. Auch mit Togashi habe ich kein Problem, für meine Ohren fügt sich das alle sehr schön, es gibt in der Stunde Musik von „Begin the Beguine“ zahlreiche magische Momente. Im Titelstück, in „My Favorite Things“, in „Coral Spring“. Zeitlupenmusik gegen die Hektik der Welt, wunderschön aufgenommen (das Klavier klingt wahnsinnig gut).
(Wenn ich beim Klang bin: Peacock … warum finden wir den eigentlich alle so super? Er hat keinen starken Beat, keinen besonders schönen Ton, keine gute Tiefe … aber super ist er halt trotzdem fast immer. Ist mir in den letzten Wochen immer rätselhafter geworden, woran das liegt, ohne dass ich das „Ob“ je in Frage gestellt hätte – meine aktuelle Vermutung ist, dass es mit dem „Was“ zu tun hat, nicht mit dem „Wie“, aber ich habe echt keine Ahnung … wenn ich den anderen super agilen Bassisten, den ich über alles schätze, neben ihn halte – Barry Guy, zugegeben ein etwas schwieriger Vergleich, das das Betätigungsfeld so anders ist – dann hat der einen wahnsinnig schönen Ton und obwohl ein Free-Spieler auch einen starken Beat.)
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba