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vorgartenART von peterson kann ich sehr empfehlen, rosewoman ist da ziemlich toll und graham haynes ist auch dabei. SPIRIT kenne ich nicht, aber kenny davis und gene jackson kann ich mir in einem pianotrio sehr gut vorstellen. das kurt-weill-album von tethered moon ist mittlerweile auch mein liebstes in dieser reihe, obwohl mein erstkontakt mit kikuchi die piaf-hommage war. gestern:
iyer, crump, gilmore, historicity (2009), accelerando (2011), break stuff (2014) / sorey, diehl, brewer, continuing (2023) das alles ist musik, die mir sehr nah ist. iyers bestes trio bringt nochmal neue aspekte ins format ein, sorey – auf völlig andere weise – auch. iyers verschmelzung von nervösem post-m-base und historischer schroffheit („wildflower“ von nichols wird aktualisiert, aber auch ellington), während das trio sich an einer art handgemachtem breakbeat versucht und dabei maximal flexibel bleibt (gemeinsam leicht beschleunigen, langsamer werden, nicht naheliegende akzente suchen), verrät natürlich auch einflüsse, die hier bisher keine rolle gespielt haben (sowohl klassische indische als auch electronica, disco und avant r&b). mit crump und gilmore hat das vielmehr punch als beim aktuellem trio (das natürlich bewusst einen etwas anderen weg eingeschlagen hat), vor allem auf ACCELERANDO wird die intensität schon wieder lässig und die mitspieler nehmen sich mehr raum, weshalb ich das – und natürlich auch wegen des materials – nach wie vor das spannendste album finde. soreys zweites trio-album ist vielleicht das geschlossenste, mit der ungehetzten feier von sound und groove, wo nur dann mal an der schraube gedreht wird, wenn fürs erste alles gesagt ist und ein neuer impuls gebraucht wird. ich mag MESMERISM noch einen tick lieber, vielleicht auch, weil das damals auf anhieb so besonders war – aber ich betrachte keins der bisher drei alben als selbstverständlich. ist doch eigentlich völlig verrückt, dass man in den 2020er jahren plötzlich noch mal was neues aus dem klaviertrio-format herausholen kann…
Alles Alben, die auch mir ganz nahe sind – insbesondere seit ich in diesem Jahr beide Leader live erleben durfte!
BREAK STUFF und CONTINUING werden auch in meiner Top 20 in der parallelen Umfrage auftauchen – dazu noch prominent das letztjährige Album von Sorey – THE SUSPECTIBLE NOW. MESMERISM liegt noch auf dem „ungehört“ Stapel, das werde ich bis zum Umfrageende ändern. ACCELERANDO und HISTORICITY muss ich nochmal nachhören, ist eine Weile her.
Schon lustig, das die besten neuen Pianotrioalben gerade von einem Schlagzeuger als Leader präsentiert werden.
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Love goes on anyway!


iyer, crump, gilmore, historicity (2009), accelerando (2011), break stuff (2014) / sorey, diehl, brewer, continuing (2023) das alles ist musik, die mir sehr nah ist. iyers bestes trio bringt nochmal neue aspekte ins format ein, sorey – auf völlig andere weise – auch. iyers verschmelzung von nervösem post-m-base und historischer schroffheit („wildflower“ von nichols wird aktualisiert, aber auch ellington), während das trio sich an einer art handgemachtem breakbeat versucht und dabei maximal flexibel bleibt (gemeinsam leicht beschleunigen, langsamer werden, nicht naheliegende akzente suchen), verrät natürlich auch einflüsse, die hier bisher keine rolle gespielt haben (sowohl klassische indische als auch electronica, disco und avant r&b). mit crump und gilmore hat das vielmehr punch als beim aktuellem trio (das natürlich bewusst einen etwas anderen weg eingeschlagen hat), vor allem auf ACCELERANDO wird die intensität schon wieder lässig und die mitspieler nehmen sich mehr raum, weshalb ich das – und natürlich auch wegen des materials – nach wie vor das spannendste album finde. soreys zweites trio-album ist vielleicht das geschlossenste, mit der ungehetzten feier von sound und groove, wo nur dann mal an der schraube gedreht wird, wenn fürs erste alles gesagt ist und ein neuer impuls gebraucht wird. ich mag MESMERISM noch einen tick lieber, vielleicht auch, weil das damals auf anhieb so besonders war – aber ich betrachte keins der bisher drei alben als selbstverständlich. ist doch eigentlich völlig verrückt, dass man in den 2020er jahren plötzlich noch mal was neues aus dem klaviertrio-format herausholen kann…