Antwort auf: Das Piano-Trio im Jazz

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vorgarten

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parker, yamamoto, thompson, luc’s lantern (2005)

das wiederhören von einigen favoriten aus den letzten jahren ist bei mir noch offen. william parkers klaviertrio-album kenne und liebe ich seit erscheinen, es ist tatsächlich besonders bzw. nicht das, was man erwartet: kein trio aus dominanter bassisten-perspektive oder im loft- oder zumindest thirsty-ear-spirit. es gehört zu seiner musikalischen intelligenz und allgemeinen zurückhaltung, dass er hier hauptsächlich melodische kompositionen geschrieben hat, in deren ausführung das klavier die hauptrolle spielen darf. und diese kompositionen sind auf einfache art wirklich schön, hintergründig und perfekt für ein kleines ensemble geeignet. eri yamamoto spielt selbst auch durchaus zurückhaltend, aber komplex, und so ergibt sich musik von gebundener freiheit, die sich ungewöhnliche vignetten erlaubt, aber eigentlich kollektiv an einer sanften schönheit arbeit, ohne dass sich das unbedingt richtung ECM empfehlen würde.

edit. eri yamamoto hat selbst einen ganzen stapel trio-aufnahmen veröffentlicht, erst bei jane street, dann auf AUM, der drummer (ikuo takeuchi) ist immer der gleiche, die bassisten wechseln. ich habe davon nur COBALT BLUE (thirsty ear, 2006), das ist etwas zupackender als LUC’S LANTERN, eigentlich ziemlich überzeugend, ich höre es aber nur selten, es fehlt etwas, was ich aber nicht näher benennen könnte.

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