Antwort auf: ABC : The Lexicon Of Love, UK 1982

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oiseau

Registriert seit: 18.05.2012

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1. Show Me ****1/2
=> Funktioniert als Opener und reiner Albumtrack äußerst gut. Musikalisch erstklassig, teils wunderschöne Akkorde und andere Überraschungen sind im Arrangement zu hören und es klingt zudem auch noch erstklassig. Gibt nur einen einzigen Makel: Inhaltlich ist nicht allzu tiefgründiges zu erwarten. Trotzdem eine satte 5, weil mir der Sound sehr gut gefällt und hier allgemein eine sehr hohe Qualität geboten wird.

2. Poison Arrow ****
=> Nicht ganz auf dem höchsten ABC Niveau, weder melodisch noch stimmlich, das I-Tüpfelchen ist das schwülstige Falsett „Heaaaart“. Ansonsten eine vorzügliche Produktion, vom Sound her kann man nicht groß meckern. Auch der entspannte Teil ab 2:14 ist gelungen.

3. Many Happy Returns ****1/2
=> Gerade der tolle Beginn des Stückes, das dann mehr und mehr an Fahrt aufnimmt. Auch hier insgesamt toller Sound & Produktion. Zudem eine enorm funkig gespielte Bassline. Der gesamte Klangteppich überzeugt mich, ein weiterer Beweis wie gut ein Trevor Horn war und ist. Melodisch fehlts an einigen Prozentpunkten und war sicherlich auch zurecht keine Single, dennoch einer der starken Album Tracks.

4. Tears Are Not Enough ****+
=> Das hohe Falsett teils etwas strapaziert, allerdings sehr guter funkiger Sound und eine sehr solide Sache im Allgemeinen. Zählt aber nicht unbedingt zu meinen Favoriten auf dem Album. Eine zu keiner Zeit gefährdete.

5. Valentine’s Day ****+
=> Zunächst ein Wechselspiel zwischen recht langen Instrumentalpassagen mit Glockenklängen und den durch wirbelnde Streicher begleiteten Gesangspassagen. Am Ende wird es dann fast bombastisch.

6. The Look of Love Part I *****
=> Zählte für mich bis vor einigen Jahren immer zu den totgenudelten 80s Radio Songs, die in den Stationen rauf und runtergespielt werden. Zwar ganz nett aber nie wirklich mit befasst. Erst heute erkenne ich die gute Produktion und Feinheiten dieses Werks.

7. Date Stamp *****
=> Für mich eines der Highlights aus Lexicon of Love, fast sogar die beste Nummer. Großartige Produktion: Klingt enorm sauber, dabei druckvoll und das Arrangement auch hier wieder gewohnt abwechslungsreich, vor allem was die Soundauswahl angeht. Fernab dessen auch melodisch reizvoll, die Frauenstimme bringt zudem die nötige Abwechslung auch gegenüber den anderen Titeln. Diesen Choir Sound im Song liebe ich übrigens (erinnert natürlich deutlich an Art of Noise).

8. All Of My Heart ***1/2
=> Hatte kurioserweise schon immer etwas Probleme mit dieser Nummer obwohl allgemein als Highlight der Band angesehen. Insgesamt aus meiner Sicht der mit Abstand „berechnenste“ Titel des gesamten Albums. An der Produktion gibt es nix zu meckern, aber rhythmisch für mich recht uninterressant, die Streicher machen es mir zudem viel zu triefend süßlich und romantisch, auch melodisch für mich einfach nicht überzeugend genug. Das längere Outro ab 3:48 finde ich dann allerdings wirklich sehr gelungen. Trifft ansonsten aber nicht unbedingt vollends meinen persönlichen Geschmack.

9. 4 Ever 2 Gether ****1/2
=> Schön kreativ geraten, düster geisterhafte Stimmung durchzieht den Titel, erinnert mich auch wieder etwas an Art of Noise. Der Refrain ist kraftvoll, dazu gesellt sich ein geshuffelter Rhythmus und funkige Elemente.

10. The Look of Love Part IV ****
=> Nochmal ein schönes Reprise vom Hit als Abschluss. Schwierig das ganze im üblichen Sinne zu bewerten.

Gesamt: ****1/2

=> Ein produktionstechnisches Meisterwerk, dessen enorme klangliche Dichte und abwechslungsreiche Arrangements die Messlatte für anspruchsvollen Pop extrem hoch legen. Auch wenn mich die künstliche Romantik mancher Passagen weniger erreicht, überzeugt das Album durch seinen druckvollen Sound, erstklassige Basslines und eine düster-geisterhafte Atmosphäre. Für mich ein hochwertiger Hörgenuss, der besonders durch Trevor Horns Handschrift und die klanglichen Feinheiten besticht.

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