Antwort auf: Das Piano-Trio im Jazz

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gypsy-tail-wind
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Sadik Hakim Trio – A Bit of Monk | Letzte Runde aus der Progressive-Küche für den Moment, glaub ich. Sadik Hakim war jetzt wieder im Geschäft und für dieses Ende Oktober 1978 im Downtown Sound mit Errol Walters und Satguro Singh eingespielte Album stellte er ein Programm aus vier Stücken von Monk („Pannonica“, „Off Minor“, „Blue Monk“, „Ugly Beauty“) und vier eigenen zusammen. Der Name des sonst nicht bekannten Drummers deutet auf Sikh und/oder Nordindien – es scheint unmöglich, da was zu finden. Die Stücke von Monk wechseln sich mit den eigenen ab, nach „Up at Harvey’s“ ist „Pannonica“ als Klaviersolo zu hören – Hakim entfernt sich kaum vom Thema, aber mehr braucht es da auch gar nicht. Wenn ich Hakims Stil beschreiben müsste, würde ich ihn irgendwo zwischen dem lyrischen frühen Bop (mehr Duke Jordan als Al Haig) und den idiosynkratischen Stilen von Monk und vielleicht noch etwas mehr Herbie Nichols verorten. Gerade die Balladen finde ich sehr toll, aber das vermischt sich auch, wenn er in „Ugly Beauty“ das Tempo anzieht und die Drums aktiver werden. Sehr schön auch die Originals „Ode to Scorpio“ am Ende der ersten Seite und „Luscious Thing“, das zweitletzte Stück des Albums. Jedenfalls echt schöne Alben (eins mehr hab ich noch, „Lazy Bird“, im April 1980 für Trio mit Walters und Clifford Barbaro eingespielt, aber das leg ich mal auf den Stapel für später).

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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba