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Don Friedman – Jazz Dancing | Auch Don Friedman nahm für Progressive auf – am 12. September 1977 mit Frank Luther und Ronnie Bedford ein für das Label typisches Programm mit Bop-Klassikern: „Donna Lee“, „Billie’s Bounce“, „“Well You Needn’t“, „Woody’n You“, „Yardbird Suite“, „Half Nelson“, das von den Beboppern geliebte „Just Friends“ sowie sein eigenes Titelstück. Progressiv ist das natürlich nicht, für Friedmans Verhältnisse erst recht nicht. Der Bass klingt leider nicht mehr so trocken wie davor (wobei Nasser zu trocken geraten ist) und darf auf einzelnen Stücken auch etwas gar sehr rumschmieren, aber insgesamt ist der Sound immer noch voller Luft und Raum und Friedman auch in solchem Repertoire ein interessanter Pianist, näher an Flanagan als an Jones, recht schlank, aber mit schönen Klangfarben und natürlich voller Ideen.
Luther machte damals ein paar gute Sachen, u.a. mit Attila Zoller, mit dem er 1976 „Dream Bells“ für Enja eingespielt hatte, und er kehrte 1978 für weitere Friedman-Sessions zu Progressive zurück, bei denen dann Billy Hart am Schlagzeug sass (und die ich zwar herausgelegt habe, aber auch auslassen werde; verwirrende Ausgaben übrigens, ich habe „The Progressive Don Friedman Trio„, „The Don Friedman Trio“ und die US-Compilation „Invitation„, auf der Stücke der Alben „The Don Friedman Trio“ und „The Way We Were“ sowie Alternates zu finden sind, beide LPs und die Outtakes von einer einzigen Session; die erste „The Don Friedman Trio“ ist dabei eine andere LP als die zweite: die erste erschien 1979 in Japan und ist mit Luther/Hart, die zweite dann mit George Mraz/Ronnie Bedford und erst 1981 herausgekommen, damals natürlich auch nur in Japan … ich hab gebraucht, bis ich das gecheckt habe, was nicht einfacher wurde dadurch, dass „The Way We Were“ bei Discogs bei den Friedman-Einträgen nicht angezeigt wird … und seltsam dabei ist, dass auf „Invitation“ zwar ganze sieben Alternate Takes zu finden sind, aber dafür von den 20 Master Takes nur deren acht – es fehlten also eh diverse Stücke und sieben anderen gibt es andere Takes als auf den beiden japanischen LPs.)
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