Antwort auf: Das Piano-Trio im Jazz

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redbeansandrice

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Freddie Redd – Under Paris Skies

oder vielleicht doch eine Redd Top 5? was den thread ja nochmal toller macht, ist der Index… der mir zB sagt, dass das hier scheinbar noch nicht gehört wurde… aus den zehn Jahren nach dem Ende der Zeit bei Blue Note (1961-1971) hat Redd scheinbar nur einen credit, Orgel auf Carolina in my mind von James Taylor (mit Paul McCartney am Bass und George Harrison als Backgroundsänger no less – hab es gerade durchgehört, ohne Redd gross zu bemerken)… und dann taucht er in Paris auf, das Coverfoto wirkt wie ein Schnappschuss von einem sich orientierenden Touristen… und nimmt mit Didier Levallet (b) und Didier Carlier (dr) dieses Trioalbum auf, das ich ziemlich charmant finde… man weiss ja, dass sich Redd in diesen Jahren in Europa von Stadt zu Stadt durchgeschlagen hat… und irgendwie hat die Musik tatsächlich ein bisschen was von dem, was Leute gerne an diesen öffentlichen Klavieren in Bahnhofshallen spielen – die es damals vermutlich noch nicht gab… viele offene Akkorde und so ein generelles Schwelgen im Schönklang… das für sich genommen ist natürlich noch nicht interessant, aber Levallet ist ein ernstzunehmender Bassist und Redd hat seine Basis immer noch in Bud Powell… und in der Kombination ist das kein perfektes Album geworden, aber doch ein sehr schönes, das auch ein angenehmes Raumklima schafft.

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