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Hank Jones – ‚Bop Redux | Noch ein neuer Player hier: Muse Records. Hank Jones mit George Duvivier und Ben Riley, elegantes Bop-Piano mit solidem Bass und hippen, leichten Drums also – und mit dem Repertoire, das der Albumtitel verspricht: „Yardbird Suite“, „Confirmation“, „Bloomdido, „Moose the Mooch“ und „Relaxin‘ with Lee“ (kenne ich glaub ich gar nicht?) von Charlie Parker und als Gegenpol „Ruby, My Dear“, „‚Round Midnight“ und „Monk’s Mood“ von Thelonious Monk. C.I. Recording Studios, 18. und 19. Januar 1977 (Chuck Irwin), produziert von Fred Seibert mit Dick Ables, das traurige Bebop-Friedhof-Cover-Foto hat Carol Friedman gemacht. Alan Goodman stellt Jones in den Liner Notes erstmal vor, als würde niemand ihn kennen – da er 15 Jahre als Angestellter für CBS verbracht habe (Ed Sullivan, Jackie Gleeson, Barbra Streisand … wo immer halt ein Pianist benötigt wurde), bis 1973 das Orchester aufgelöst wurde und er neue Aktivitäten entwickelte: eine (weitere) Tour mit Benny Goodman, das neue Great Jazz Trio mit Ron Carter/Tony Williams (von dem ich bis heute nur das Album mit dem Wein in Schläuchen von Jackie McLean kenne), und „[w]hen he isn’t flying to another engagement he fits in a nightclub appearance“. Jones habe „a stockpile containing thousands of tunes“ zur Verfügung, für sein Muse-Debut habe er aber Kompositionen von zwei Leuten gewählt, die ihm den Zugang in den Bebop ermöglichten. In den Parker-Nummern kriegen die Sidemen mehr Raum, vor allem Rileys Drums sind sehr präsent, in „Confirmation“ z.B. im langen Dialog mit Jones, der wiederum seine eigene Eleganz mit bringt, immer tolle Akkorde findet, kleine Überleitungen, besondere Touches überall. Ich finde das alles sehr hübsch – aber es bleibt auch etwas an der Oberfläche, dünkt mich. Von Jones kam ja noch mehr … und ich erinnere mich auch gerne an das seltsame All-Star-Konzert vor fast 25 Jahren in der Tonhalle, bei dem Jones am Klavier glänzte (wie Kenny Burrell und Ray Brown, während Mickey Roker es eilig zu haben schien und immer wieder davoneilte und Bobby Hutcherson desinteressiert hinterm Vibraphon stand, an dem eigentlich Milt Jackson hätte stehen sollen).
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #170: Aktuelles von Jazzmusikerinnen – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba