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Donald Smith – Luv | Das hatte ich ja wie @vorgarten schrie mal in einem BFT untergebracht, vor vielen Jahren als File-Häufchen von einem Musikblog geholt, lang bevor es 2010 die kleine Candid/Why Not-CD-Reihe gab. Donald Smith hatte ich davor schon da und dort gehört (Roland Kirk, Dick Griffin), aber nie wirklich beachtet. Hier, im August 1976 in New York mit Cecil McBee und Jack DeJohnette, fand ich ihn dann richtig super, und das finde ich weiterhin. Ein Wundertüten- und Knalltütenalbum, auch dank der Sidemen, die hier wie der Leader je zwei Stücke mitbringen. Die von McBee, „Mystic Man“ und „Stillness“, machen den Auftakt, dann wechseln sich die von DeJohnette („Nameless“, „The Magnetic ‚A'“) und die von Smith („Call of Liberation“ und „To Yaisa and Wanda with Luv“, das Stück zum Titel und zum Foto auf dem Cover). McBee klingt hier natürlich gut (Chuck Irwin, C.I. Recording Studios) – aber das hat ja wohl mehr mit den Vorgaben der Produktion zu tun. Das war in diesem Fall Masahiko Yuh, der 1975 Why Not in Zusammenarbeit mit dem schon seit 1969 bestehenden Trio Records gründete. Ich finde das ein total schönes Album. Die drei lassen sich viel Raum, es gibt Klavierarpeggien, Bassläufe und Beckenwirbel, Momente des Innehaltens und der Verdichtung, dabei wirkt das immer auf den Punkt und super fokussiert – vorgarten schrieb treffend von einem „ethos des sofort-auf-den-punkt-kommens“.
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169 – 13.01.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba