Antwort auf: Das Piano-Trio im Jazz

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vorgarten

Registriert seit: 07.10.2007

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schön, dass dir das auch so geht – ich habe mit selbst nicht mehr getraut, bevor ich das gestern überprüft habe, aber bin dann doch wieder sofort überzeugt gewesen. cd lohnt sich.

 

great 3 – begin the beguine, tennessee waltz, straight noch chaser / tethered moon play kurt weill (alles 1994)

togashi, kikuchi & peacock im studio und live (cd und lp haben überschneidungen, alles inkl. bonusmaterial gibt es auf einem box-set, aber box-sets berücksichtige ich hier nicht), große unterschiede, im studio läuft alles gut, togashi ist etwas unpräzise, wird aber mitgenommen; live kommt von ihm dann kaum ein impuls mehr, peacocks ego wächst dagegen so gewaltig, dass er nicht mehr auf den pianisten hört, der zwar sehr schön spielt, aber dessen unvorhersehbare time vielleicht auch irgendwann nervt… nur wenn peacock tatsächlich mal eine bass-linie spielt, kommen sie zusammen, ansonsten finde ich es ganz schön verkrampft.

bei tethered moon ist dagegen alles sofort magisch, bei maximaler reibung, aber vielleicht haben da rudimentäre absprachen geholfen. motian überraschend stark im swing-modus, peacock hört zu und kikuchi erfindet und versenkt sich. kurt weill hilft vielleicht (eher als die folgenden piaf- und puccini-programme) insofern, als dass er nicht per se melodienselig ist, sondern man noch etwas herausarbeiten kann.

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