Antwort auf: Das Piano-Trio im Jazz

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gypsy-tail-wind
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Joanne Brackeen Trio – Invitation | Runde zwei, am 14. Juli 1976 in Weesp (NL) für Freedom, mit Clint Houston und Billy Hart und ein paar derselben eigenen Stücke im Gepäck wie beim Debut („Six Ate“, „C-Sri“), einem damals beliebten Standard („Invitation“), einem neuen Stück von Wayne Shorter („Iris“), einem neuen eigenen Stück („Echoes“) und einem von Mark Levine („Canyon Lady“). Letzteres ist vielleicht das Highlight hier, überhaupt finde ich das Album tatsächlich besser, es wirkt insgesamt kompakter, klanglich ausgewogener, auch wenn Brackeens Klavier nicht mal so anders wirkt. Vermutlich half es, dass man gerade in der Konstellation mit Stan Getz durch Europa tourte (unter anderem Ronnie Scott’s, Jazzhus Montmartre, Montreux Jazz Festival). Den neuen Bassisten finde ich allerdings keinen Fortschritt: Er hat keinen Wumms und rast oft eher unmotiviert herum, geht gerne in die Höhe bei seinem Walking Bass – und trägt auch keine wirklich überzeugenden Soli bei. Hart ist auf meiner Black Lion CD-Ausgabe leider leise im Mix, aber wie üblich immer interessant. Aber gut, auf jeden Fall interessante Musik und wie gesagt, für meine Ohren trotzdem ein Fortschritt gegenüber dem Debut.

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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba